Samstag, 10. Dezember 2016


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Schlechte Geschäfte für Einbrecher: Die richtige Sicherungstechnik erschwert Langfingern den Beutezug in Gewerbeobjekten

(lifePR) (Stuttgart / Berlin, ) Schadensbilanz bei Gewerbeobjekten belief sich 2008 auf mehr als 302 Millionen Euro. Neu aufgelegte Broschüre der Polizei und der deutschen Versicherer informiert Gewerbetreibende über den richtigen Schutz vor Einbrechern.

Immer wieder geraten Gewerbebetriebe ins Visier von Einbrechern - ob Gaststätten, Kioske, Lager- und Produktionshallen, Ladengeschäfte oder Handwerksbetriebe. Um dem Beutezug von Langfingern einen Riegel vorzuschieben, gibt die Polizei in ihrer gemeinsam mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) und der VdS Schadenverhütung GmbH überarbeiteten Broschüre "Schlechte Geschäfte für Einbrecher" Gewerbetreibenden Tipps, um sich vor ungebetenen Besuchern zu schützen. Denn durch umsichtiges Verhalten und geeignete Vorkehrungen lassen sich Einbrüche vermeiden und Schäden reduzieren.

107.671 Fälle von Einbruchdiebstahl aus Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen sowie 56.794 Fälle von Diebstahl aus Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden und Kiosken verzeichnet die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik im Jahr 2008. Betroffen sind nicht nur abgelegene Gewerbegebiete "auf der grünen Wiese" oder unbewohnte, nachts menschenleere Büro- und Geschäftshäuser in den Innenstädten, sondern auch Objekte inmitten bewohnter Gebiete - vor allem diese sind häufig nur unzureichend gesichert. Meist haben es die Einbrecher auf Waren, Bargeld, Maschinen, Büroausstattung oder andere hochwertige Ausrüstungsgegenstände abgesehen. Daneben zerstören oder beschädigen sie häufig auch die Einrichtung oder wichtige Geschäftsunterlagen und -daten. Die Schäden solcher Einbrüche sind immens: 2008 belief sich die Schadensbilanz bei Gewerbeobjekten auf mehr als 302 Millionen Euro. Zudem besteht die Gefahr, dass betroffene Unternehmen unter Produktionsausfällen leiden. Im Extremfall kann das sogar die Insolvenz eines Betriebes zur Folge haben.

"Dabei herrscht oft der Irrglaube vor, Sicherungen bringen sowieso nichts. Aber immer wieder macht die Polizei gerade bei Gewerbeobjekten die Erfahrung, dass Täter an Sicherungstechnik wie Einbruchmeldeanlagen oder mechanischen Sicherungen scheitern. Denn häufig sind Einbrecher keine gut ausgerüsteten ,Profis', sondern Gelegenheitstäter. Für diese bedeutet sichtbare Sicherungstechnik eine längere ,Arbeitszeit' und damit ein größeres Risiko, entdeckt zu werden", betont Dr. Wolf Hammann, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg.

Die zunehmende Zahl misslungener Einbrüche weist auf die Wirksamkeit geeigneter Sicherheitsvorkehrungen hin: In nahezu einem Drittel aller Fälle gingen Einbrecher im vergangenen Jahr leer aus. Das bedeutet jedoch auch, dass immer noch zwei von drei Einbrüchen glücken. Viele Gewerbetreibende sind sich dieser Gefahren nicht bewusst. In der Broschüre "Schlechte Geschäfte für Einbrecher" finden sie deshalb hilfreiche Tipps, wie sie sich vor ungebetenen Besuchern schützen können:

- Bauen Sie mechanische Sicherungen ein. Voraussetzung dafür sind stabile Wände, Decken und Böden. Bauen Sie zudem geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster ein.
- Sichern Sie Türen, Ganzglastüren, automatische Schiebetüranlagen, Durchgänge und Schaufenster nachträglich durch Rollläden, die am besten innenseitig montiert werden.
- Lassen Sie eine Alarmanlage durch qualifizierte Unternehmen einbauen. Sie erhalten bei den (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen in vielen Bundesländern eine Liste mit Adressen.
- Lassen Sie eine Videoüberwachung installieren. Diese hat eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher und kann der Polizei wichtige Informationen für die Täterverfolgung liefern.
- Kooperieren Sie mit einem qualifizierten Wach- und Sicherheitsunternehmen, das die Polizei frühzeitig alarmieren kann.
- Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung; allerdings ersetzt diese allein keine technischen Sicherungen. Denken Sie zudem an eine Einfriedung. Mauern oder Zäune wirken wie Barrieren.
- Professionelle Informationen und Tipps erhalten Sie auch bei den bundesweiten (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen. Die Experten der Polizei stellen, ggf. auch vor Ort, Schwachstellen fest und machen Sicherungsvorschläge. Die Adresse Ihrer Beratungsstelle vor Ort finden Sie unter www.polizei-beratung.de (Rat & Hilfe/Beratungsstellen).

Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) geben die Broschüre "Schlechte Geschäfte für Einbrecher" in einer Auflage von 25.000 Stück gemeinsam heraus. Diese ist bei jeder Polizeidienststelle erhältlich und im Internet unter www.polizei-beratung.de (Vorbeugung; Diebstahl & Einbruch) eingestellt.

Darüber hinaus kann die Broschüre beim GDV unter info@gdv.de oder telefonisch (030) 2020-5118 bestellt werden.

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