Samstag, 10. Dezember 2016


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Flughafen Wien Gruppe: Trotz Wirtschaftskrise gutes Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2009 von € 73,4 Mio.

(lifePR) (Wien Flughafen, ) .
- Passagieranzahl um 8,3 Prozent auf 18.114.103 Passagiere zurückgegangen
- Umsatzerlöse von € 501,7 Mio. (-8,5 Prozent) erzielt
- Verbesserte Prognose für 2010: Plus 3,0 Prozent bei den Passagieren, plus 6,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) sowie plus 1,0 Prozent bei den Flugbewegungen.

Trotz allgemeiner Wirtschaftskrise konnte die Flughafen Wien Gruppe im Geschäftsjahr 2009 einen Nettogewinn von € 73,4 Mio. erzielen. Aufgrund des rückläufigen Verkehrsvolumens sind die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 um € 46,4 Mio. (8,5 Prozent) auf € 501,7 Mio. gesunken, dementsprechend ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit € 166,5 Mio. um € 35,4 Mio. (17,6 Prozent) niedriger als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um € 33,7 Mio. (25,3 Prozent) auf € 99,6 Mio. zurück. Das Finanzergebnis verbesserte sich von € -14,3 Mio. auf € -3,6 Mio.

Dies gab der Vorstand der Flughafen Wien AG am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien bekannt. "Das Jahr 2009 war von Herausforderungen für die gesamte Luftfahrtindustrie geprägt und auch der Flughafen Wien konnte sich davon nicht entkoppeln. Die Umsatzentwicklung ist daher entsprechend der Verkehrsentwicklung verlaufen, dennoch konnten wir ein starkes Ergebnis erzielen. Die Verkehrsergebnisse der letzten Monate zeigen, dass die Talsohle durchschritten sein dürfte. Für 2010 erwarten wir ein Plus von 3 Prozent bei den Passagieren.", erläutert Mag. Herbert Kaufmann, Vorstandssprecher der Flughafen Wien AG.

Hohe Dividendenrendite

Gestützt auf diese Geschäftsentwicklung wird der Hauptversammlung am 29. April 2010 eine Dividende von € 2,10 je Aktie vorgeschlagen. Die Dividendenausschüttung würde demnach € 44,1 Mio. betragen. Die Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2009 beläuft sich bei einem Jahresschlusskurs von € 34,80 auf 6,0 Prozent.

Plus bei Destinationen im Nahen und Mittleren Osten

Die Passagier- und Frachtzahlen entwickelten sich aufgrund der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise weltweit rückläufig. So musste der Flughafen Wien im Jahr 2009 einen Rückgang um 8,3 Prozent auf 18,1 Mio. Passagieren verzeichnen und lag im Rahmen der Prognose. Der primär vom Businessverkehr geprägte Osteuropaverkehr nahm um 15,1 Prozent ab. Die Destinationen in den Nahen und Mittleren Osten entwickelten sich gegen den Trend und verzeichneten ein Plus von 5,7 Prozent. Der Anteil der Low-Cost-Carrier am Gesamtpassagieraufkommen blieb mit 23,1 Prozent nahezu stabil. Das Höchstabfluggewicht ging im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 7.255.079 Tonnen zurück; die Flugbewegungen sanken um 8,6 Prozent. Bei der Fracht war mit 254.006 Tonnen ein Rückgang von 5,2 Prozent zu verzeichnen. Grund für den im internationalen Vergleich geringeren Rückgang war, dass der Flughafen Wien Marktanteile gewinnen konnte.

Ausbau des Flughafen Wien

Um das zukünftige Wachstum bewältigen und das hohe Qualitätsniveau auch langfristig halten zu können, ist die Erweiterung der bestehenden Terminalflächen notwendig, die mit dem Projekt VIE-Skylink realisiert wird. Nach einer Bauunterbrechung ab Juni 2009 wurden Verträge neu verhandelt bzw. Ausschreibungen durchgeführt, mit dem Ziel, die Kosten zu minimieren. Nachdem die wichtigsten Verträge abgeschlossen wurden, konnte Mitte Februar 2010 wieder mit Bautätigkeiten begonnen werden. Die Inbetriebnahme des VIE-Skylink ist für das 1. Halbjahr 2012 vorgesehen. Das Unternehmen hat für die Terminalerweiterung im Dezember 2009 ein Budget von € 830 Mio. bekannt gegeben. In dieser Summe wurden Risikovorsorgen, Reserven sowie eine allfällige Beauftragung eines Totalübernehmers berücksichtigt. 2009 wurden in das Projekt VIE-Skylink € 115,4 Mio. investiert. Weitere wichtige Investitionen im Berichtsjahr waren die Rampe Vorplatz (€ 13,0 Mio.), die Feuerwache und Checkpoints (€ 8,7 Mio.), die Gepäcksortieranlage (€ 4,0 Mio.), das Leitsystem (€ 4,4 Mio.), der technische Lärmschutz (€ 9,1 Mio.) und ein Speditionsgebäude (€ 2,1 Mio.). In Summe wurden im Berichtsjahr € 223,6 Mio. in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert.

Internationale Beteiligungen

Die Passagierzahlen unserer internationalen Beteiligungen entwickelten sich aufgrund der gesamten Entwicklung in der Aviationwirtschaft ebenfalls negativ, die Flughäfen Košice und Malta konnten jedoch trotz Verkehrsrückgang positive Bilanzergebnisse erzielen. Der Flughafen Košice verzeichnete 352.428 Passagiere und einen Gewinn von € 2,0 Mio. Der Flughafen Malta erzielte einen Gewinn von € 8,7 Mio. bei 2.918.664 Passagieren. Der Flughafen Friedrichshafen verzeichnete 578.475 Passagiere und ein Ergebnis von € -2,5 Mio.

Ausblick für 2010: Verbesserte Prognose und Neuerungen im Sommerflugplan

Trotz der anhaltend schwierigen konjunkturellen Lage verbessert die Flughafen Wien AG ihre Prognose und erwartet für 2010 ein Plus von 3,0 Prozent bei den Passagieren, plus 6,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) sowie plus 1,0 Prozent bei den Flugbewegungen. Im neuen Sommerflugplan 2010 (gültig von 28. März bis 30. Oktober 2010) bietet der Flughafen Wien bereits ein umfangreiches Angebot für Reisende: So stocken mehrere Fluglinien, darunter Austrian Airlines, Fly Niki, Germanwings, Intersky, Blue Air und Sun Express ihre Verbindungsangebote auf. Mit British Midland International und Alitalia sind zwei neue Airlines am Flughafen Wien vertreten. Mit 45 Destinationen nach Osteuropa ist der Flughafen Wien auch weiterhin das führende Drehkreuz in diese Region, noch vor Frankfurt mit 38 Destinationen, München mit 35 Destinationen und Zürich mit 27 Destinationen. Langfristig erwartet der Flughafen Wien ein Wachstum auf bis zu 30 Mio. Passagiere im Jahr 2020.

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