Samstag, 10. Dezember 2016


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Anlage-Alternative mit Fallstricken

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Geschlossene Beteiligungen rücken wieder verstärkt in den Blickpunkt der Investoren. Angesichts des Niedrigzinsumfelds und der zunehmend schwankenden Aktienmärkte entdecken Anleger die Attraktivität der alternativen Investmentfonds neu. „Die Qualität der Produkte hat sich dank der strengeren Regulierung deutlich verbessert“, sagt Prof. Dr. Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland). „Dennoch ist ein Investment nicht für Jedermann geeignet, sondern nur nach einer gründlichen Analyse empfehlenswert.“ Für die nötige Transparenz in diesem Markt können professionelle CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®) sorgen.

Betrugsfälle, schlechte Performance und Intransparenz hatten jahrelang am Image der geschlossenen Fonds gezehrt. Die Folge: Anleger hielten sich zurück und zeichneten deutlich weniger Anteile an Solarfonds, Immobilienfonds oder Private Equity-Beteiligungen. 2013 trat dann das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Kraft und brachte einige Änderungen für geschlossene Beteiligungen mit sich. Ziel der verschärften Regulierung: Der so genannte graue Kapitalmarkt sollte kontrolliert und unter staatliche Aufsicht gestellt werden. Die strengen gesetzlichen Vorgaben steigerten jedoch nicht nur den administrativen Aufwand erheblich, sondern sorgten auch dafür, dass die Zahl der Produkte deutlich zurückging.

Mittlerweile nimmt der Markt der geschlossenen Investmentvermögen aber wieder Fahrt auf. Die Zahl der neuen Fonds hat zugenommen, auch das Volumen ist gestiegen. „Die Beimischung alternativer Anlageformen kann aus Anlegersicht durchaus Sinn machen“, sagt Prof. Tilmes, der auch Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Private Finance & Wealth Management an der EBS Business School in Oestrich-Winkel ist. „Schließlich weisen sie in der Regel eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen auf und tragen zudem zur Diversifikation des Risikos in einem Portfolio bei.“ Und können bei entsprechender Auswahl einen Zusatzertrag bieten.

Allerdings sollten Anleger bedenken, dass sich die Branchenprodukte von offenen Investmentfonds deutlich unterscheiden. Nicht umsonst werden die Beteiligungsmodelle üblicherweise mit hohen Mindestsummen verkauft, schließlich beinhalten sie ganz eigene Risiken.

„Bei der Zeichnung gehen Anleger eine unternehmerische Beteiligung ein und verpflichten sich, ihr Kapital bis zum Verkauf des Investitionsobjekts im Fonds zu belassen“, erläutert Tilmes. Geschlossene Fonds sind also unternehmerische Investments, die zum Totalverlust führen können. Hinzu kommt, dass das Kapital lange Jahre gebunden bleibt. Anders als bei offenen Fonds ist die Beteiligung nur sehr schwer vorzeitig und wenn, dann meist nur mit erheblichen Einbußen wieder loszuwerden.

Und natürlich bedeutet die strengere Regulierung nicht, dass fortan nur noch sichere Renditen erzielt werden. Verluste sind nach wie vor möglich. Auch wird es bei Anbietern geschlossener Fonds weiterhin schwarze Schafe geben. „Drum prüfe, wer sich länger bindet“ muss daher das Motto lauten. „Die Fallstricke herauszufinden, ist für Privatanleger nicht leicht“, sagt Tilmes. Anleger sollten sich deshalb in diesem Bereich professionelle Hilfe durch Finanzplaner bei ihrer Anlageentscheidung holen.

Professionelle Finanzplaner helfen weiter

Professionelle Finanzplaner, wie die CFP®-Zertifikatsträger, können bei der Auswahl seriöser Anbieter alternativer Investmentfonds und der geeigneten geschlossenen Fonds eine wertvolle Hilfestellung leisten. Auf Basis einer umfassenden Analyse der derzeitigen Vermögenssituation des Anlegers sowie seiner individuellen Risikoneigung und einer Liquiditätsrechnung überprüfen die CFP, ob und welche geschlossenen Fonds als Investition in Frage kommen. Sie geben zudem detailliert Auskunft über Vor- und Nachteile der geplanten Investitionen und können helfen, zum Beispiel die einem Private-Equity-Fonds innewohnenden Bonitäts- und Ausfallrisiken oder die Qualität eines Immobilienportfolios besser einzuschätzen.

Financial Planning Standards Board Deutschland e.V.

Der Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) mit Sitz in Frankfurt/ Main ist seit 1997 Mitglied im internationalen Netzwerk des FPSB Financial Planning Standards Board Ltd., dem weltweiten Zusammenschluss aller nationalen CFP-Organisationen mit über 155.000 CERTIFIED FINANCIAL PLANNER (CFP®-Zertifikatsträger) in 26 Ländern. Nach dem Zusammenschluss mit der European Financial Planning Association Deutschland (EFPA Deutschland) e. V. sind über 2.000 Zertifikatsträger als CERTIFIED FINANCIAL PLANNER® (CFP®-Zertifikatsträger), European Financial Advisor (EFA) und Certified Foundation and Estate Planner (CFEP) aktiv.

Die CFP®-Zertifikatsträger zählen in Deutschland mit ihrem umfassenden und ständig aktualisiertem Fachwissen zur Elite in der Finanzdienstleistungsbranche. Sie sind im Durchschnitt knapp 45 Jahre alt. Knapp 20 Prozent der CFP®- und CFEP®-Zertifikatsträger sind weiblichen Geschlechts. Rund 60 Prozent der Zertifikatsträger sind als Finanz- und Nachlassplaner bei Banken tätig, die restlichen 40 Prozent sind freie Berater.

Der FPSB steht weltweit für den höchsten Standard in der Finanzberatung und Finanzplanung. Erklärtes Ziel ist die Etablierung und Sicherstellung der Beratungsqualität auf hohem Niveau mittels national und international anerkannter Zertifizierungsstandards zum Nutzen der Verbraucher. Diese Standards werden durch die Akkreditierung von Qualifizierungsprogrammen sowie durch die Lizenzierung von Finanzberatern, die die akkreditierten Weiterbildungsprogramme und entsprechende Prüfungen erfolgreich absolviert haben, sichergestellt. Außerdem bietet der FPSB Deutschland den European Financial Advisor (EFA) als europaweit normierte Zertifizierung neben dem weltweit anerkannten CFP®-Zertifikat an.

Darüber hinaus hat der FPSB Deutschland als Prüf- und Begutachtungsstelle für DIN CERTCO und Austrian Standards Plus 1.471 Personen nach DIN ISO 22222 (Privater Finanzplaner) zertifiziert.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.fpsb.de

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