Dienstag, 27. September 2016


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Hochschule Mainz erhält neue Stellen aus dem 25-Millionen-Programm der Landesregierung

(lifePR) (Mainz, ) Die im Landesetat Rheinland-Pfalz freigewordenen Mittel in Höhe von 35 Millionen Euro - Resultat der 2014 getroffenen Vereinbarung, dass künftig der Bund die BaföG-Finanzierung allein übernehmen wird - werden zum Großteil den Hochschulen zugute kommen. 25 Millionen Euro pro Jahr stellt das Land zur Verfügung, um die Bedingungen für Forschung, Lehre und Studium weiter zu verbessern: 16 Millionen Euro werden für die Finanzierung neuer Stellen investiert, 9 Millionen Euro dienen der Verbesserung der Ausstattung der Hochschulen sowie der Deckung sonstiger Sachkosten.

Wie die zusätzlichen Mittel konkret eingesetzt werden sollen, ist Gegenstand der Zielvereinbarungen zwischen dem Land und den elf rheinland-pfälzischen Hochschulen, die am 23. Februar 2015 in Anwesenheit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsministerin Vera Reiß unterzeichnet wurden.

"Für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sind gut ausgebildete Fachkräfte unabdingbar.

Zur Sicherung dieses Nachwuchses leisten die Hochschulen im Land einen enorm wertvollen Beitrag. Zugleich ist die Innovationskraft und Kreativität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, von Forscherinnen und Forschern an den Hochschulen ein ganz zentraler Faktor bei der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes und vor allem der Wirtschaft", sagte die Ministerpräsidentin.

Prof. Dr. Gerhard Muth, Präsident der Hochschule Mainz, betonte: "Wir werden die neuen Stellen vorwiegend im Bereich der Lehre einsetzen - etwa zum Ausbau unserer Digitalisierungsstrategie oder zur Einrichtung einer Professur im Bereich zukunftsorientiertes Management im Mittelstand. Damit ist gewährleistet, dass der Großteil der eingesparten BaföG-Gelder den Studierenden zugute kommt. Darüber hinaus wollen wir aber auch Stellen entfristen und so die beruflichen Perspektiven unserer Beschäftigten verbessern. Die erfolgreichen Maßnahmen des Gründungsbüros Mainz sollen nachhaltig fortgeführt werden."

Die Zielvereinbarungen der Hochschule Mainz im Einzelnen:

Forschung, Lehre und Studienbedingungen

Die Hochschule Mainz baut ihre Digitalisierungsstrategie weiter aus. Sie bietet bereits Studiengänge an, die sich mit den digitalen Medien beschäftigen (Medien- und Kommunikationsdesign, Medienmanagement und IT, Wirtschaftsinformatik, Geoinformatik). Forschung und Lehre werden in diesem Bereich durch eine Professur zur angewandten Informatik, CAD und Augmented Reality verstärkt und ergänzt. Ein Ausbau der Digitalisierungsstrategie benötigt Unterstützung in dafür wichtigen Servicebereichen. Deshalb wird diese Zielsetzung durch drei Stellen im E-Learning und zwei Stellen im Zentrum für Kommunikation und Information unterstützt.

Eine weitere Professur wird im Bereich zukunftsorientiertes Management im Mittelstand eingerichtet und damit die gute Positionierung der Hochschule im Themenfeld "Gründung" verstärkt. Management im Mittelstand ist für die Region, wie auch für die Branchenstruktur in Deutschland, ein zukunftsweisendes Gebiet für Lehre und Forschung.

Auf eine qualitativ gute Lehr- und Lernsituation zielen die beiden Stellen in den Modellbauwerkstätten und die Stelle für Studios und Schnittplätze ab. Werkstätten und Studios sind insbesondere für die Bereiche Innenarchitektur, Architektur, Kommunikationsdesign sowie Mediendesign wesentliche Einrichtungen, die auf einen erfolgreichen Studienabschluss und die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben hinwirken. Eine Stelle wird zur besseren Betreuung der Studierenden aus dem Ausland und der eigenen Studierenden, die ins Ausland gehen, eingesetzt. Darüber hinaus werden die Stellen von zwei Lehrkräften für besondere Aufgaben dauerhaft abgesichert. Dies erfolgt in Lehrgebieten, die von den Studierenden mehrerer Studiengänge nachgefragt werden, wodurch interdisziplinäres Lernen unterstützt wird.

Gute Beschäftigungsbedingungen

Bei der Besetzung von neu eingerichteten Stellen im Rahmen dieser Vereinbarung strebt die Hochschule Mainz an, mindestens jede zweite Stelle mit einer Frau zu besetzen und damit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft Rechnung zu tragen.

Die Hochschule Mainz wird insgesamt 6,5 der 10,75 im Rahmen dieser Zielvereinbarung erhaltenen Stellen dafür nutzen, um die beruflichen Perspektiven ihrer Beschäftigten zu verbessern und befristete in unbefristete Arbeitsverhältnisse umzuwandeln. Die Hochschule Mainz verpflichtet sich, auch bei der Entfristung von Stellen die Belange von Frauen angemessen zu berücksichtigen, d.h. Frauen partizipieren von den Stellenentfristungen mindestens entsprechend ihres Anteils in der jeweiligen Personalkategorie.

Darüber hinaus sichert die Hochschule Mainz zu, im Laufe des Jahres 2015 eine Selbstverpflichtung zu beschließen, die folgende Themengebiete umfasst:

- Sachgerechter und verantwortungsbewusster Umgang mit Befristungen
- Mindestbefristungsdauer bei Einstellung
- Vertragsverlängerungen möglichst frühzeitig umsetzen
- Personalentwicklung
- Beratung bei der Karriereplanung der Beschäftigten
- Weiterbildungs- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen

Gründungsbüros und Wissens- und Technologietransfer

Die Hochschule Mainz sichert zu, dass sie mit der vom Land gewährten Grundfinanzierung und den im Rahmen dieser Vereinbarung zugesicherten, zusätzlichen Mitteln eine ausreichende finanzielle Unterstützung erhält, um die mit den bisherigen Fördermaßnahmen aufgebauten Strukturen, insbesondere die Technologietransferstellen und das etablierte Gründungsbüro Mainz, nachhaltig weiterzuführen

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