Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 63288

Geschäftsverlauf im 1.–3. Quartal 2007/08

(lifePR) (Maria Enzersdorf, ) -Witterungsbedingter Absatz- und Umsatzanstieg im Energiebereich
-Verhandlungen über eine Konzession zur Errichtung von drei Speicherkraftwerken in Albanien weit fortgeschritten
-Partnerschaft mit der Verbundgesellschaft für die Errichtung eines Wasserkraftwerks in Albanien geplant
-Offerte für den Erhalt einer Konzession zum Ausbau eines Gasverteilungssystems in Kroatien gelegt
-Auftrag zur Errichtung einer zweiten Großkläranlage in Polen
-Start eines Aktienrückkaufprogramms per 24. Juli 2008

Das energiewirtschaftliche Umfeld war in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2007/08 (1. Oktober 2007
- 30. Juni 2008) gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von tieferen Temperaturen, steigenden Stromgroßhandels- und Primärenergiepreisen und einem stabilen konjunkturellen Umfeld in Österreich sowie einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung in Südosteuropa geprägt.

Unter diesen Rahmenbedingungen konnte die EVN die Umsatzerlöse um 8,3 % auf 1.842,6 Mio EUR verbessern.

Während durch die kalte Witterung im Segment Energie eine deutliche Steigerung zu verzeichnen war, stellte sich im Segment Umwelt ein erwartungsgemäßer Umsatzrückgang ein. Aufgrund der massiven Preiserhöhungen für Primärenergie nahm der Druck auf die Margen im Energiebereich auch im 3. Quartal 2007/08 weiter zu; ein Anstieg musste auch bei den Personal- und Abschreibungsaufwendungen verbucht werden. Aufgrund dieser Entwicklungen lagen in den ersten drei Quartalen 2007/08 das EBIT mit 165,4 Mio EUR um 11,5 % und das Konzernergebnis mit 190,0 Mio EUR um 14,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Projektvorbereitung im Ausland

In Albanien bewirbt sich die EVN um zwei Kraftwerksprojekte: Die Verhandlungen mit der Regierung für den Erhalt einer Konzession zur Errichtung von drei Spitzenlast-Speicherkraftwerken am Fluss Devoll wurden intensiv weitergeführt und stehen vor der Genehmigung durch die albanische Regierung und das Parlament. Für ein weiteres Wasserkraftwerksprojekt in Albanien wird eine Partnerschaft mit der Verbundgesellschaft angestrebt. Darüber hinaus nimmt die EVN auch an einem Bieterverfahren zur Vergabe einer Konzession zum Ausbau eines Erdgasverteilungssystems in der Stadt Zadar an der kroatischen Adriaküste teil, das bis Ende 2008 abgeschlossen sein sollte.

Fortschritte bei der Umsetzung des Energiekonzepts Zentralraum Niederösterreich

Im Rahmen des Energiekonzepts für den Zentralraum Niederösterreich wurde im 3. Quartal 2007/08 mit der Dampflieferung aus dem Kraftwerk Dürnrohr an die Bioethanolanlage der Agrana AG, Wien, begonnen. Als Teil der Fernwärmekooperation erfolgte am 20. Mai 2008 der Spatenstich für die 31 km lange Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten. Im Juli 2008 unterzeichnete EVN einen Kooperationsvertrag mit der Stadtgemeinde Amstetten, mit dem Ziel, in den nächsten Jahren weitere Fernwärmeprojekte auf Basis erneuerbarer Energie im Gebiet von Amstetten zu realisieren. Mit der Übernahme der Trinkwasserversorgung der Gemeinden Maria Lanzendorf, Langau, Ottenthal und Glinzendorf hat EVN Wasser ihr Wachstum im Endkundengeschäft erfolgreich fortgesetzt und die Anzahl der direkt versorgten Wasserkunden um 4.100 auf 36.000 erhöht.

Neuprojekte im Umweltgeschäft

Im Segment Umwelt konnte WTE im 3. Quartal 2007/08 mehrere Projekte abschließen, aber auch neue initiieren.

Im Juni 2008 wurden mit der Kläranlage in Nikosia, Zypern, und einer Meerwasserentsalzungsanlage in Montenegro zwei Projekte fertig gestellt und in eine jeweils zehnjährige Betriebsführung übernommen. Zudem erhielt WTE den Auftrag zum Bau einer Kläranlage in Kielce, Polen, mit einem Investitionsvolumen von 58 Mio EUR. Neben einem Abwasserprojekt in Warschau ist dies der zweite Großauftrag in Polen in diesem Geschäftsjahr.

1.–3. Quartal 2007/08: Absatz- und Umsatzerhöhung im Energiegeschäft, Verzögerungen beim Projekteingang
im Umweltbereich

Die EVN Gruppe konnte in den ersten drei Quartalen 2007/08 ein Umsatzplus von 8,3 % bzw. 140,9 Mio EUR auf 1.842,6 Mio EUR verzeichnen. Vorwiegend aufgrund des Anstiegs der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger, höherer Personalaufwendungen und Abschreibungen lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 165,4 Mio EUR um 11,5 % unter dem Vorjahresniveau, womit die EBIT-Marge von 11,0 % auf 9,0 % zurück ging.

Die Umsätze des Segments Energie konnten vor allem aufgrund der kälteren Witterung im Vorjahresvergleich um 12,9 % auf 1.700,7 Mio EUR gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung ließ sich nicht auf das operative Ergebnis übertragen; das EBIT verringerte sich um 0,8 % bzw. 1,3 Mio EUR auf 168,3 Mio EUR. Diese Entwicklung ist im wesentlichen auf die stark gestiegenen Marktpreise für Fremdstrombezug und Energieträger zurückzuführen, während die Endkundenpreise für Strom und Gas seit Dezember 2006 stabil gehalten werden konnten.

Aufgrund von Verzögerungen beim Projekteingang musste im Segment Umwelt ein deutlicher Umsatzrückgang um 35,1 % auf EUR 115,3 Mio EUR verzeichnet werden. Das operative Ergebnis (EBIT) ging um 71,0 % auf 7,9 Mio EUR zurück.

Das Finanzergebnis verzeichnete einen deutlichen Rückgang um 23,2 % bzw. 21,8 Mio EUR auf 72,2 Mio EUR.

Während sich das Beteiligungsergebnis mit 110,9 Mio EUR um 2,5 % verringerte, betrug das Zins- und sonstige Finanzergebnis -38,6 Mio EUR im Vergleich zu -19,7 Mio EUR im Vorjahr. Dabei konnte der Anstieg der Zinserträge aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten - aufgrund der Leasingzahlungen für die Moskauer Großprojekte im Umweltbereich - die negativen Ergebnisse aus marktwertbedingten Kursänderungen im Gefolge der globalen Finanzmarktkrise nicht kompensieren.

Aufgrund dieser Entwicklungen lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 237,7 Mio EUR um 15,4 % unter dem Vorjahreswert.

Die Reduktion der Ertragsteuern konnte höhere Ergebnisanteile anderer Gesellschafter mehr als ausgleichen, wodurch der Rückgang des Konzernergebnisses um 14,4 % bzw. 31,8 Mio EUR auf 190,0 Mio EUR geringer ausfiel als jener des Vorsteuerergebnisses.

Die Bilanzsumme der EVN Gruppe stieg seit dem letzten Bilanzstichtag, dem 30. September 2007, um 13,6 % auf 7.110,8 Mio EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich um 22,6 % auf 3.697,2 Mio EUR, wodurch die Eigenkapitalquote von 48,1 % per Stichtag 30. September 2007 auf 52,0 % anwuchs. Bei einer Nettoverschuldung von 959,3 Mio EUR liegt das Gearing der EVN Gruppe mit 25,9 % weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Ausblick

Auf Basis der Entwicklung der ersten drei Quartale 2007/08 wird es im Geschäftjahr 2007/08 voraussichtlich nicht möglich sein, an das Rekordergebnis des Vorjahres anzuschließen. Der Druck auf die Margen im Energiebereich nimmt aufgrund des starken Preisanstieges für Primärenergie weiter zu. Mehrere neue Projekte im Umweltbereich wurden später als geplant gestartet, weshalb der Erfolgsbeitrag im Umweltgeschäft voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau bleiben wird.

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