Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Internationalität als Trumpf

2009 zweitbestes Jahr: Gesundes Wachstum für das Dorotheum

(lifePR) (Wien, ) Aufgrund seiner konsequenten Internationalisierungs-Strategie kann das Dorotheum als führendes Auktionshaus im deutschsprachigen Raum das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielen. Ganz gegen den Trend.

Der Ausbau der internationalen Aktivitäten - erst im Frühjahr 2009 wurde eine weitere Repräsentanz in Rom eröffnet - hat sich für das Dorotheum bewährt: Der Gesamtumsatz bei den Auktionen belief sich auf insgesamt rund 113 Millionen Euro (Stand: 15. Dezember 2009) und liegt somit über jenem des Vorjahres. Die Nachfrage nach guten Arbeiten renommierter Künstler besteht weiter.

Der Internationalisierungs-Kurs des Dorotheum - sowohl in Bezug auf das Auktions-Angebot als auch auf die Kunden - macht sich bezahlt. Besonders gute Zuwächse verzeichneten die Bereiche moderne und zeitgenössische Kunst, Gemälde des 19. Jahrhunderts und Alte Meister.

Spürt das Dorotheum gar nichts von der Krise? Martin Böhm, geschäftsführender Gesellschafter, ist sicher: "Unter anderen Bedingungen wären unsere Zuwächse noch stärker".

Hervorragende Ergebnisse spielte das Dorotheum bei seinen Auktionswochen mit moderner und zeitgenössischer Kunst ein. Unter den Stars waren bedeutende Arbeiten von Georg Baselitz - Pullover oben für 225.390 €, Giorgio de Chirico oder Giorgio Morandi, für dessen "Paesaggio" ("Landschaft") die Gebote auf ausgezeichnete 409.800 Euro kletterten. In der November-Auktion stoppten die Gebote für eine Landschaft von Chaime Soutine erst bei 340.800 Euro. Ein schöner Erfolg waren auch die 214.300 Euro für ein typisches Plate-Painting des US-Stars Julian Schnabel. Gute Qualität von bekannten Künstlern, das honorierten auch die Sammler bei der österreichischen Gegenwartskunst, die mit Werken von Maria Lassnig, Arnulf Rainer oder Werner Berg erfolgreich war. 55.200 Euro für Erwin Wurms "Fat Car" markierten einen Auktionsrekord für den Künstler.

2009 war ein Jahr der bedeutenden Waldmüller- und Gauermann-Bilder, die vor allem aus einer großen Sammlung ins Dorotheum eingebracht wurden. Noch nie waren so viele hoch qualitative Werke der beiden Aushängeschilder der österreichischen Biedermeier-Malerei im Dorotheum vertreten. Sie verhalfen der Sparte Gemälde des 19. Jahrhunderts, die stark an Bedeutung gewinnt, zu Höhenflügen. Allen voran das museale Bildnis von Ferdinand Georg Waldmüller "Kinder schmücken den Hut des Konskribierten", das mit 490.300 Euro die Erwartungen übertraf.

Stark wie immer präsentierten sich die Alten Meister. Ein besonderer Star war auch - rechtzeitig zur Eröffnung der neuen Dorotheum-Repräsentanz im prächtigen Palazzo Colonna im Herzen Roms - Antonio Jolis Rom-Ansicht der Peterskirche und des Petersplatzes. "Die intensivierten Italien-Kontakte haben sich bestens bewährt", folgert Martin Böhm, "sowohl auf der Käufer- wie Verkäufer-Seite war Italien sehr engagiert".

Die Sparte historisches Silber war heuer so stark wie noch nie. Die Auktionen prägten hier neben traditionellen europäischen Sammlern auch Interessierte aus China, Russland und aus der Türkei. Die Tatsache, dass die Objekte durchwegs auch praktisch verwendbar und eine Geldanlage sind, haben dieser Sparte offenbar zu einem Rekordjahr verholfen.

Stark im Fokus der Käufer lag auch die Sparte mit historischen wissenschaftlichen Instrumenten und Globen, die Autographen, Glas und Porzellan, Jugendstil. Bei den Juwelen lagen große Steine im Trend, hier scheint der Anlage-Gedanken mitzuspielen. Zwei Prachtstücke aus dem Biedermeier, zwei Meter hohe Kandelaber von Josef Danhauser, standen mit 116.200 Euro an der Spitze des sehr guten Jahres 2009 für den Bereich Möbel. Hohe Nachfrage und Ansteigerungen verzeichnete die Sparte antike Münzen.

Hervorragende Ergebnisse bescherte auch die - im Dorotheum seit über 15 Jahren vertretene - Sparte Design, bei der wieder mehr Klassiker, wie etwa Tische von Jean Prouve, in den Mittelpunkt rücken und Käufer aus der ganzen Welt anziehen. Als zeitgenössische Klassiker kann man Zaha Hadid und Ron Arad bezeichnen, beides Designer, deren Objekte im Dorotheum Spitzenpreise erzielen. Bei 46.660 Euro wurde Zaha Hadids kühn geschwungenes "Moraine"-Sofa aus dem Jahr 2000 einem Bieter aus Rumänien zugeschlagen. Ron Arads stählerner "Victoria and Albert-Chair" erwies sich mit 61.300 Euro ebenso erfolgreich wie der Prototyp des "Smartie Ceiling Light" mit 27.140 Euro.

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