Samstag, 10. Dezember 2016


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Gigabyte für Goethe - ein nachdenklicher Zwischenruf von Thomas Michel

(lifePR) (Bonn, ) Unter der Überschrift "Gigabyte statt Goethe?" berichtet TheEpochTimes über eine Umfrage von TNS im Auftrag von Microsoft, die auf der diesjährigen Cebit vorgestellt wurde. Danach "bezeichnen nur 45 Prozent der befragten Eltern die Vermittlung von Kenntnissen über deutsche Dichter und Denker als wichtig oder sehr wichtig, aber 90 Prozent den Umgang mit Computer, Internet und Software." Schüler selbst fordern nach einer Schülerbefragung des Jugendmagazins "Spiesser" mehr Computereinsatz im Unterricht. Für Thomas Michel, Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik, Anlass für einen nachdenklichen Zwischenruf:

"Natürlich begrüßen wir als DLGI, dass Eltern und Schüler die Bedeutung der Computerbildung erkennen. Der ECDL in Deutschland trägt mit seinen mehr als 700 schulischen Prüfungszentren und zahlreichen Lehrerbildungsinitiativen dazu bei, dass Computerkenntnisse neben Lesen, Schreiben und Rechnen zur selbstverständlichen vierten Kulturtechnik werden. Und es ist gut, dass unsere Politiker immer wieder darauf hingewiesen werden, dass hier noch erheblicher Handlungsbedarf besteht. Bedenklich ist aus meiner Sicht allerdings, dass mit der Überschrift "Gigabyte statt Goethe" ein Gegensatz zur humanistischen Bildung unterstellt wird. Ich halte dem entgegen: "Gigabyte für Goethe". Bildung muss alle Kräfte des Menschen entwickeln, Kreativität in ihm wecken und ihm die ganze Fülle der Kultur erschließen, natürlich auch Goethe. Nur dann erziehen wir keine "nerds", die eindimensional bleiben und nicht in der Lage sein werden, die vielfältigen Möglichkeiten der Computertechnik als Mittel für das zu nutzen, wofür sie auch da sind, die Kultur zu bereichern. Gigabytes, ja Terabytes, stehen der Schule heute "für Goethe" zur Verfügung. Computer- und Internet erschließen vielfältige Möglichkeiten für die klassische Bildung, für Kunst und Kultur. Von Thomas Mann etwa, um nur ein Beispiel zu nennen, hat man mit wenigen Mausklicks hunderte von Bild und Tondokumenten zur Hand. Der Traum des großen tschechischen Pädagogen Comenius von einer Weltbibliothek für alle ist mit dem Internet Wirklichkeit geworden. Und Leibnitz, der Erfinder einer mechanischen Rechenmaschine und Entdecker des Binärcodes, war Leiter der legendären Herzog August Bibliothek zu Wolfenbüttel und lebenslang damit beschäftigt hier die Schätze der Kultur zusammenzutragen. Er wäre sicherlich der erste gewesen, der den Computer im Bibliothekswesen eingesetzt hätte, aber er würde sich zweifellos im Grabe umdrehen, wenn er hören könnte, dass mit dem saloppen Slogan "Giagabyte statt Goethe" ein Gegensatz zwischen Computerbildung und humanistischer Bildung aufgebaut wird. Und bei mir, das darf ich sagen, runzelt sich dabei besorgt die Stirn."

DLGI - Dienstleistungsgesellschaft für Informatik mbH

Die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI) wurde gegründet, um dem zunehmenden Fachkräftemangel der IT-Industrie zu begegnen und eine umfassende Medienkompetenz von Anwendern und IT-Spezialisten zu gewährleisten. Als Akkreditierungsagentur für IT-Zertifikate wie den Europäischen Computerführerschein ECDL (European Computer Driving Licence) und Certified Tester konzentriert sie sich auf die Verbreitung herstellerunabhängiger Qualifikationsnachweise in der Informationstechnologie. Auf der Basis eines weltweiten Netzwerkes besitzen die Zertifikate der DLGI hohe internationale Anerkennung und Unterstützung von den Sozialpartnern und der Politik. Bundesweit arbeitet die DLGI mit über 1.300 autorisierten Prüfungszentren zusammen.

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