- Pressemitteilung BoxID 343704
Diakonie fordert Mindestrente, die armutsfest ausgestaltet ist und die Situation von Frauen besonders berücksichtigt
Die Diakonie fordert, die Situation der Frauen besonders in den Blick zu nehmen. "Frauen haben im Rentenalter ein um drei Prozentpunkte höheres Armutsrisiko als Männer und liegen damit deutlich über der allgemeinen Armutsrisikoquote von 15,6 Prozent", so Stockmeier. Nach Erziehungs- oder Pflegezeiten verlieren viele Frauen im Beruf den Anschluss. Minijobs, für die keine Rentenbeiträge gezahlt werden müssen, sind oft die einzige Möglichkeit, das Einkommen wenigstens geringfügig aufzustocken. Frauen, die im Spagat zwischen Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen und Berufstätigkeit nur mit Mühe ihr Existenzminimum sichern können, können zudem nicht oder nicht voll in eine private oder betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Lücken in der Beitragszahlung und geringe Renten sind die Folge.
"Die Deckelung der Rentenzuwächse in den vergangenen Jahren und der fehlende Inflationsausgleich haben dazu geführt, dass das Rentenniveau real gesenkt wurde. Auch dies trifft Frauen mit Minirenten besonders hart", kritisiert Stockmeier. Die gesetzliche Mindestrente müsse so ausgestaltet sein, dass sie Altersarmut verhindert und insbesondere Frauen wirklich erreicht. "Wir brauchen Regeln, die Pflege, Erziehung und fehlende Betreuungsmöglichkeiten hinreichend berücksichtigen und Frauen eigenständige Mindestansprüche in der Rente sichern - ohne wenn und aber", fordert der Diakonie-Präsident.
Über den Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V.
Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland mit "Brot für die Welt" fusionieren im Jahr 2012 zum "Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung". Die neue Dachorganisation besteht aus den zwei Werken "Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst" und "Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband".
Beide Werke nehmen unter dem Dach des "Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung" ihre Arbeit im Oktober 2012 in Berlin auf. Die Standorte Bonn und Stuttgart werden zu diesem Zweck aufgegeben.
Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren
20 Jahre Deutsche Dystonie Gesellschaft e.V.
, Medien & Kommunikation, Deutsche Dystonie Gesellschaft e. V.
Zur Gründung am 13. März 1993 geschah eigentlich nichts Ungewöhnliches. Es wurde „nur“ ein Verein gegründet, der sich DDG nannte: Deutsche Dystonie-Gesellschaft...
humedica unterstützt betroffene Familien
, Medien & Kommunikation, humedica e.V
Es war ein verheerendes Unglück, das rund 1100 Menschen innerhalb kürzester Zeit das Leben kostete: Der Einsturz einer Textilfabrik Ende April in Dhaka (Bangladesch)...
Deutsche Welle: Aart De Geus at the Global Media Forum
, Medien & Kommunikation, Deutsche Welle
Economic policy should ensure the stability of the ecological, sociopolitical and economic systems, according to Aart De Geus, chairman of the Bertelsmann Stiftung....





