Samstag, 03. Dezember 2016


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DEHGA und Hotelverband unterstützen den Vorstoß Baden-Württembergs im Bundesrat: "Schluss mit der Wettbewerbsverzerrung"

Wirtschaftminister Pfister fordert reduzierten Mehr-wertsteuersatz für die Hotellerie

(lifePR) (Berlin, ) Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßen den Bundesratsvorstoß von Ernst Pfister, Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg. Dieser will am Donnerstag, 4. September 2008, einen Antrag zur Reduzierung der Mehrwertsteuer für die Hotellerie in den Wirtschaftsausschuss des Bundesrates einbringen. "Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie ist in Europa nicht die Ausnahme, sondern die Regel", sagt der Hotelverbandsvorsitzende Fritz G. Dreesen. Die Verbände appellieren an die Politik, endlich auch in Deutschland die Chancen niedriger Steuersätze zu nutzen.

22 von 27 Ländern Europas haben ihrer Hotellerie die Mehrwertsteuer gesenkt. Mit Ausnahme von Dänemark wenden alle Anrainerstaaten Deutschlands auf Beherbergungsleistungen ermäßigte Sätze zwischen drei bis zehn Prozent an. "Dies bedeutet für die Hotellerie in Deutschland einen massiven Wettbewerbsnachteil gegenüber den Beherbergungsbetrieben in den Nachbarstaaten", erklärt der Präsident des DEHOGA Bundesverbandes Ernst Fischer. "Deutschlands Hoteliers müssen für die gleiche Leistung zum gleichen Preis zwischen neun und 16 Prozentpunkte mehr Umsatzsteuer an den Fiskus abführen", rechnet Fischer vor. Mobilität sei heute für viele Privat- und Geschäftsreisende zur Selbstverständlichkeit geworden, vielfach entscheide allein der Preis darüber, ob in Lindau oder Bregenz, Ahlbeck oder winouj cie übernachtet und gespeist würde.

"Angesichts des wachsenden Kostendrucks für unsere Betriebe ist die langjährige Forderung der Branche aktueller denn je", so der DEHOGA-Präsident weiter. "Es liegt allein in der Hand des deutschen Gesetzgebers, den Mehrwertsteuersatz der Hotellerie sofort auf 7 Prozent zu senken und damit die ganz überwiegend mittelständisch geprägte Branche zu entlasten."

Ein mit den europäischen Nachbarn vergleichbarer Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie würde sich auch für Deutschland auszahlen: "Studien haben bewiesen, dass eine Senkung des Steuersatzes allenfalls vorübergehend zu Steuerausfällen führt", macht der IHA-Vorsitzende Dreesen deutlich. Mittelfristig würden die Staatshaushalte sogar entlastet, da nicht nur der Umsatz steige, sondern gleichzeitig der mit den Umsatzsteigerungen verbundene Anstieg der Beschäftigtenzahl in dieser sehr arbeitsplatzintensiven Branche zusätzliche Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge bewirke.

"Mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie kann der Tourismusstandort Deutschland weiter gestärkt, wettbewerbsfähiger und international besser positioniert werden", bringt Dreesen die Unterstützung für die Bundesratsinitiative Baden-Württembergs auf den Punkt.

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