Sonntag, 22. Januar 2017


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Krankenkassen müssen nachbessern

(lifePR) (Köln/Berlin, ) Die deutschen Hausärzte werden die geplanten Honorarsenkungen nicht hinnehmen. Protestmaßnahmen der Fachgruppen haben die Unterstützung der Hausärzte. Dort, wo Selektivverträge nach § 73b SGB V gelebt werden, ist Protest allerdings nicht notwendig.

Auch wenn der Deutsche Hausärzteverband Praxisschließungen bisher nicht propagiert hat, sollte sich der GKV-Spitzenverband nicht zu sicher sein, dass die Hausärztinnen und Hausärzte die jetzt verordnete Honorarsenkung klaglos hinnehmen. Sie werden gegebenenfalls ab morgen die Protestmaßnahmen anderer Fachgruppen bundesweit unterstützen. Dort wo Krankenkassen freie Verträge (nach § 73b SGB V) mit den Hausärzten leben, gibt es allerdings keinen Grund, die Praxen zu schließen. Denn hier werden ausgehandelte Honorare in Euro und Cent gezahlt und es muss nicht über komplizierte Orientierungspunktwerte gestritten werden. "Der Ball liegt jetzt im Feld von Köhler und Feldmann", sagt Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes. "Wenn sie den jetzt offensichtlich notwendigen Systemwechsel erkämpfen wollen, werden sich die Hausärzte dem nicht verschließen."

Wo Krankenkassen wie in NRW nach wie vor mit allen Mitteln die Vertragsumsetzung verweigern, wird allein das schon zu Protestmaßnahmen führen. "Allerdings erwarten wir von Gesundheitsminister Bahr angesichts des Debakels in der Selbstverwaltung eine klare Förderung der Vertragsalternative für Hausärzte und Fachärzte und eine sofortige Rücknahme der mit dem GKV-FinG vorgenommenen Änderungen", fordert Weigeldt.

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