Sonntag, 04. Dezember 2016


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Zahl der Minijobber in Privathaushalten steigt weiter

Minijob-Zentrale verzeichnet nur geringen Anstieg im gewerblichen Bereich

(lifePR) (Bochum, ) Um 14,6 Prozent ist die Zahl der von Privathaushalten angemeldeten Minijobber im vierten Quartal 2009 gegenüber Dezember 2008 gestiegen. So waren zum 31. Dezember 2009 gut 198.000 Minijobber in Privathaushalten beschäftigt. Dies geht aus dem aktuellen Bericht der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) für das vierte Quartal des vergangenen Jahres hervor.

Gegenüber dem dritten Quartal 2009 stieg die Zahl der Minijobber in Privathaushalten um 8,2 Prozent. Im Jahresvergleich entwickelte sich ihre Zahl permanent steigend. Von Dezember 2006 bis Dezember 2009 erhöhte sie sich um rund 68.000 Beschäftigte, was einem Plus von 51,9 Prozent entspricht.

Im Bereich der gewerblichen Minijobs zählte die Minijob-Zentrale zum 31. Dezember 2009 rund 6,8 Millionen Beschäftigte - etwa 0,6 Prozent mehr als im September 2009. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich zwar seit Dezember 2006 um insgesamt 9,9 Prozent an, jedoch verringerten sich die Zunahmen von Jahr zu Jahr.

Leichte Rückgänge gegenüber September 2009 waren in Schleswig-Holstein (minus 0,9 Prozent), Rheinland-Pfalz (minus 0,5 Prozent) sowie in Niedersachsen (minus 0,4 Prozent) festzustellen; die stärksten Zunahmen gab es in Brandenburg (plus 3,7 Prozent), Sachsen (plus 2,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 2,6 Prozent).

Bremen hat die meisten Minijobber im Verhältnis zur Einwohnerzahl

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl war Bremen mit 101,5 Minijobbern je 1.000 Einwohnern das Bundesland mit den meisten geringfügig entlohnten Beschäftigten, die geringste Zahl wies Sachsen-Anhalt mit 45,8 Minijobbern je 1.000 Einwohnern auf.

Weiter gestiegen ist die Zahl der Minijobber mit Beitragsaufstockung zur Rentenversicherung. Nahezu 321.000 geringfügig entlohnte Beschäftigte, dies entspricht 4,7 Prozent, nutzten die Möglichkeit, mit freiwilliger Eigenleistung den 15-prozentigen Pauschalbeitrag des Arbeitgebers um 4,9 Prozent auf den allgemeinen Beitrag zur Rentenversicherung von 19,9 Prozent anzuheben.

Minijobs sind meist Frauensache

Minijobs im gewerblichen Bereich werden mehrheitlich - zu 63 Prozent - von Frauen erledigt, wobei der Männeranteil im vierten Quartal 2009 mit plus 0,8 Prozent stärker gestiegen ist als der Frauenanteil mit plus 0,4 Prozent. Rund die Hälfte der Minijobber war den Altersgruppen zwischen 30 und 55 Jahren zuzuordnen. Am stärksten gewachsen ist mit plus 5,3 Prozent die Gruppe der unter 20-jährigen, während die Zahl der Minijobber ab 65 Jahren um 2,7 Prozent zurückgegangen ist. Anteilmäßig sind die meisten Minijobber im Einzelhandel, in der Gastronomie, in der Gebäudebetreuung sowie im Garten- und Landschaftsbau beschäftigt.

Mit einem Plus von 11,2 Prozent hat Bayern den stärksten Zuwachs der im Haushaltsscheckverfahren gemeldeten Minijobber zu verzeichnen, gefolgt von Baden-Württemberg (plus 11,0 Prozent) und Sachsen (plus 9,2 Prozent). Minijobs in Privathaushalten sind nach wie vor fast reine Frauensache. Der Frauenanteil stieg im vierten Quartal 2009 von 91,7 auf 92,0 Prozent an. Mit rund 60 Prozent war der Großteil der Minijobber in Privathaushalten den Altersgruppen von 40 bis 60 Jahren zuzuordnen.

Weitere Informationen und der komplette Quartalsbericht stehen im Internet unter www.minijob-zentrale.de zum Download zur Verfügung.

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