Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Postbank schliesst erstes Halbjahr 2015 erfolgreich ab

(lifePR) (Bonn, ) .
- Bereinigtes Vorsteuerergebnis steigt deutlich um 7,2 Prozent auf 296 Millionen Euro
- Harte Kernkapitalquote und RoE auf erfreulichem Niveau
- Erhebliches Wachstum im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden
- Absatzkanal Online weiterhin mit deutlichem Zuwachs

Die Postbank hat den guten Start ins Jahr 2015 über die ersten sechs Monate verstetigen können.

Das um wesentliche Sondereffekte im Vorjahreszeitraum bereinigte Konzernergebnis vor Steuern stieg um 7,2 Prozent von 276 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014 auf 296 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2015.

Dabei konnten die Ergebnisbelastungen aus der Zinsentwicklung und den veränderten Vertragsbedingungen mit der Deutsche Post AG durch die gute Entwicklung des operativen Geschäfts, insbesondere im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden, mehr als ausgeglichen werden.

Das Ergebnis nach Steuern aus den fortgeführten Geschäftsbereichen stieg um 16,3 Prozent von 209 Millionen Euro auf 243 Millionen Euro.

Die harte Kernkapitalquote Core Tier I verringerte sich von 10,5 Prozent im Vorjahr zum 30. Juni 2015 auf pro forma 10,1 Prozent. Hierfür waren im Wesentlichen die positive Entwicklung im Kundengeschäft, ein Anstieg der operationellen Risikopositionen sowie der Rückgang der Neubewertungsrücklage ursächlich. Die Bilanzsumme konnte erneut verringert werden und sank im Vergleich zum Jahresende 2014 von 155,5 auf 154,1 Milliarden Euro. Die Leverage Ratio lag bei 2,9 Prozent. Beim Return-on-Equity (RoE) vor Steuern wies die Postbank mit 7,8 Prozent einen im Branchenvergleich guten Wert auf.

In Anbetracht des anhaltenden Niedrigzinsniveaus kommt dem Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden eine besonders große Bedeutung zu. Beim Ratenkreditgeschäft mit Privatkunden konnte die Postbank im ersten Halbjahr 2015 die positive Entwicklung fortschreiben und im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro wachsen. Bei der Baufinanzierung stieg das Neugeschäft ebenfalls deutlich um 26 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro an.

Mit einem starken Wachstum im Neugeschäft bei der Kreditvergabe an Firmenkunden von 30 Prozent (881 Millionen Euro) untermauerte die Postbank ihre Bedeutung als wichtiger Partner des deutschen Mittelstands. Bei der gewerblichen Immobilienfinanzierung ("Commercial Mortgages") in Deutschland konnte die Postbank um rund 545 Millionen Euro oder 65 Prozent im Vorjahresvergleich zulegen.

Insgesamt verzeichnete die Postbank im ersten Halbjahr 2015 rund 220.000 Neueröffnungen von Girokonten. Starken Anteil daran hatte der Vertriebskanal Direktbank, über den allein 55.000 neue Girokonten eröffnet wurden. Der Bestand an onlinefähigen Girokonten stieg erfreulicherweise um 190.000 auf 4,11 Millionen und damit von 75 Prozent auf 78 Prozent an. Der Anteil der Online abgeschlossenen Ratenkredite betrug 26 Prozent. Sehr vielversprechend verlief das im Rahmen der Postbank Agenda "digital und persönlich" im ersten Halbjahr 2015 gestartete Pilotprojekt unter dem Leitsatz "Bauen - Kaufen - Wohnen". Hierbei wurde der gesamte Prozess für Kunden in der Baufinanzierung soweit neu aufgesetzt, dass diese im für sie passenden Zusammenspiel zwischen Online und persönlicher Beratung schnellstmöglich zu einer geeigneten Immobilienfinanzierung gelangen können. In nur wenigen Wochen konnte bei hoher Kundenzufriedenheit so ein Neugeschäftsvolumen in mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Höhe abgeschlossen werden.

Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Postbank, sagte: "2015 ist ein bedeutsames Jahr in der Geschichte der Postbank. Wir legen die Basis für unseren geplanten Börsengang. Das erste Halbjahr zeigt deutlich, dass wir mit unserer Strategie 'digital und persönlich' auf dem richtigen Weg sind, auch wenn wir auf einigen Feldern noch Hausaufgaben zu erledigen haben. Unsere Ergebnisentwicklung ist in Anbetracht des herausfordernden Marktumfelds erfreulich. Besonders positiv sind die Zuwächse im Kreditgeschäft mit unseren Privatkunden und unseren Firmenkunden. Gleiches gilt für den Ausbau unserer Position als führende Digitalbank in Deutschland. Dementsprechend zufrieden bin ich mit dem Verlauf des ersten Halbjahrs."

Erfolgsrechnung

Ohne Berücksichtigung der wesentlichen Sondereffekte aus der Entkonsolidierung der Servicegesellschaften, Integrationsaufwendungen und einer Nachzahlung der Bankenabgabe im Vorjahreszeitraum stieg das bereinigte Konzernergebnis vor Steuern um 7,2 Prozent von 276 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014 auf 296 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2015. Dabei konnten die Ergebnisbelastungen aus der Zinsentwicklung und den veränderten Vertragsbedingungen mit der Deutsche Post AG durch die gute Entwicklung des operativen Geschäfts, insbesondere im Kreditgeschäft mit privaten Kunden, mehr als ausgeglichen werden.

Das Konzernergebnis vor Steuern einschließlich des aufgegebenen Geschäftsbereichs lag mit 259 Millionen Euro um 279 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum. Wesentlicher Grund hierfür war die im Vorjahr vorgenommene Bündelung der Servicegesellschaften im Konzern Deutsche Bank, die sich im zweiten Quartal 2014 mit einem positiven Entkonsolidierungseffekt von 349 Millionen Euro sowie dem Abgang von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 12 Millionen Euro im Finanzanlageergebnis niedergeschlagen hatte.

Nach Berücksichtigung der Ertragssteuern in Höhe von -16 Millionen Euro (Vorjahr: -110 Millionen Euro) ergibt sich für die fortgeführten Geschäftsbereiche ein Ergebnis nach Steuern von 243 Millionen Euro nach 209 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Steuern in den fortgeführten Geschäftsbereichen ging, vor allem getrieben von den im Vorjahr enthaltenen anteiligen Sondereffekten aus der Bündelung der Servicegesellschaften, um 60 Millionen auf 259 Millionen Euro zurück.

Dem aufgegebenen Geschäftsbereich (insbesondere den verkauften Servicegesellschaften) war dabei ein Entkonsolidierungseffekt in Höhe von 199 Millionen Euro zuzuordnen und er erzielte im ersten Halbjahr 2014 ein Ergebnis vor Steuern von 219 Millionen Euro.

Die Gesamterträge gingen aufgrund dieser Faktoren von 1.925 Millionen Euro auf 1.720 Millionen Euro zurück. Bereinigt um die wesentlichen Einmaleffekte in den jeweiligen Zeiträumen war die Ertragsentwicklung trotz der anhaltend schwierigen Marktbedingungen nur leicht rückläufig. Dem gestiegenen Zinsüberschuss standen zum einen die Übertragung der Servicegesellschaften zum 1. April 2014 gegenüber. Zum anderen gelten seit Jahresbeginn 2015 neue Vertragsbedingungen für die Zusammenarbeit mit der Deutschen Post AG, die bei geringeren Provisionserträgen für die Erbringung von Postdienstleistungen verminderte Verwaltungsaufwendungen für die Leistungen der Postagenturen und weiterer Serviceleistungen vorsehen. Die fortgeführten Geschäftsbereiche verzeichneten aus den genannten Gründen einen Ertragsrückgang von 48 Millionen Euro.

Der Zinsüberschuss stieg leicht um 0,4 Prozent bzw. 5 Millionen Euro auf 1.255 Millionen Euro mit einem positiven Trend vom ersten zum zweiten Quartal 2015. Das anhaltend niedrige Zinsniveau stellt für alle einlagenstarken Banken eine Herausforderung dar, wirkte sich jedoch auch positiv auf die Entwicklung der Zinsaufwendungen aus, die auch als Folge der De-Risking-Strategie der Postbank im Jahresvergleich um 18 Prozent zurückgingen.

Das Handelsergebnis verbesserte sich von -10 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014 auf 25 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Im Vorjahreszeitraum war das Ergebnis primär durch eine veränderte Bewertung von Derivatepositionen geprägt, während im laufenden Jahr u.a. positive Wechselkurseffekte verzeichnet wurden, denen ein negativer Effekt aus der weiterentwickelten Abzinsung von Derivaten gegenüber stand.

Der Provisionsüberschuss reduzierte sich um 88 Millionen Euro bzw. 17 Prozent auf 396 Millionen Euro. Ursächlich hierfür waren die seit Jahresbeginn 2015 geltenden neuen Vertragsbedingungen für die Zusammenarbeit mit der Deutschen Post AG. Hier stehen geringeren Provisionserträgen für die Erbringung von Postdienstleistungen verminderte Verwaltungsaufwendungen für die Leistungen der Postagenturen und sonstige Serviceleistungen gegenüber.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft reduzierte sich um weitere 39 Millionen Euro auf 81 Millionen Euro. Darin spiegelt sich einerseits der positive Verlauf im Kundengeschäft, insbesondere die hohe Stabilität aus dem Privatkundenkreditgeschäft mit einem signifikanten Anteil an hoch besicherten deutschen Immobilienfinanzierungen sowie das vorteilhafte makroökonomische Umfeld wider.

Der Verwaltungsaufwand fiel im Berichtszeitraum um 57 Millionen Euro auf 1.282 Millionen Euro nach 1.339 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014. Grund hierfür sind im Wesentlichen wiederum die seit Jahresbeginn geltenden Vertragsbedingungen für die Zusammenarbeit mit der Deutsche Post AG.

Der Saldo der Sonstigen Erträge und Aufwendungen betrug -98 Millionen Euro nach -147 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014. Im Vorjahr waren außergewöhnliche Belastungen in Höhe von -74 Millionen Euro enthalten, die sich unteranderem aus Klagen und Beschwerden im Bereich der Anlageberatung, dem vorfristigen Rückkauf von Passivpositionen sowie Aufwendungen für erwartete bzw. bereits erfolgte Rückerstattungen von Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherdarlehen und einer Steuernachzahlung für vorhergehende Geschäftsjahre resultierten.

Die gesamte Eigenkapitalrendite vor Steuern belief sich auf 7,8 Prozent.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Postbank lag zum 30. Juni 2015 bei 154,1 Milliarden Euro nach 155,5 Milliarden Euro zum 31. Dezember 2014. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die fortgesetzte Fokussierung des Geschäftes mit dem weiteren Abbau von Risikopositionen in Verbindung mit dem Auslaufen langfristiger Passivpositionen zurückzuführen.

Ausblick

Im Hinblick auf den Geschäftsverlauf des Postbank Konzerns im Geschäftsjahr 2015 bleiben die Erwartungen per 30. Juni 2015 weitgehend unverändert gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014.

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