Dienstag, 24. Januar 2017


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Forschungsförderung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: 200.000 Euro für eine bessere Versorgung Demenzkranker

(lifePR) (Berlin, ) Unter dem Motto "Aktiv für Demenzkranke" fand vom 9. bis zum 11. Oktober 2008 der 5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft mit mehr als 800 Teilnehmern in Erfurt statt. Zum Abschluss wurde die Forschungsförderung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vergeben. Heike von Lützau-Hohlbein, die 1. Vorsitzende, erklärte: "Wir freuen uns, insgesamt 200.000 ¤ aus zweckgebundenen Spenden und Erbschaften an zwei Projekte aus der Versorgungsforschung für Demenzkranke vergeben zu können."

Aus insgesamt 26 Projektanträgen hat der Vorstand unterstützt vom Fachlichen Beirat zwei Forschungsvorhaben ausgewählt, von denen er sich einen praktischen Nutzen für die bessere Versorgung Demenzkranker erhofft.

Sabine Kirchen-Peters vom ISO - Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. in Saarbrücken erhält 100.000 ¤ für das Projekt "Analyse von hemmenden und förderlichen Faktoren für die Verbreitung demenzsensibler Konzepte in Akutkrankenhäusern". Dabei geht es um eine bessere Versorgung von Demenzkranken, die z.B. wegen eines Knochenbruchs im Allgemeinkrankenhaus behandelt werden müssen. Demenzkranke erleben die fremde Umgebung als verwirrend und beängstigend. Das Personal ist auf diese Patienten meistens nicht eingestellt und weiß nicht, welche Hilfestellungen notwendig sind. Mit dem Forschungsprojekt von Sabine Kirchen-Peters, die Pflegepersonal, Patienten, Angehörige, Ärzte und Klinikleitungen befragen will, sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um diese Situation zu verbessern. Die Soziologin aus Saarbrücken möchte einen Leitfaden für Akutkrankenhäuser zum Umgang mit ihren demenzkranken Patienten entwickeln. Ferner soll ein Ratgeber entstehen, der es Angehörigen ermöglicht, zu einem guten Aufenthalt der Kranken in der Klinik beizutragen. Auch Forderungen an die Politik sollen formuliert werden, um die Rahmenbedingungen der Krankenhäuser entsprechend zu gestalten.

Eine Forschungsförderung in gleicher Höhe erhält Dr. Matthias Schützwohl von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, der in seinem Projekt das "Behandlungsbedürfnis und Inanspruchnahmeverhalten bei Demenzerkrankungen, Versorgungsforschung für Patienten und ihre pflegenden Angehörigen" untersuchen will. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass es bereits eine Reihe von Angeboten für Demenzkranke und ihre Angehörigen gibt, wie zum Beispiel Beratung, Gedächtnissprechstunden, Tagespflegeeinrichtungen oder Betreuungsgruppen, die teilweise aber nicht genutzt werden. Dr. Matthias Schützwohl möchte untersuchen, weshalb Demenzkranke bzw. ihre Angehörigen Angebote nicht in Anspruch nehmen. Liegt es daran, dass sie nicht bekannt sind, dass sie nicht zu dem tatsächlichen Hilfebedarf passen und oder dass die richtigen Angebote fehlen? Im Rahmen der Untersuchung sollen pflegende Angehörige von Demenzkranken sowie Patienten mit einer leichtgradigen Demenz befragt werden, um herauszufinden, wie die Hilfestrukturen so gestaltet werden können, dass sie den Bedürfnissen der Demenzkranken und ihrer Angehörigen besser gerecht werden.

Die Ergebnisse der Projekte sollen in drei Jahren vorliegen. "Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft wird sich dafür einsetzen, dass die Verbesserungsvorschläge nicht in den Schubladen verschwinden, sondern in der Öffentlichkeit bekannt und auf politischer Ebene umgesetzt werden.", so Heike von Lützau-Hohlbein.

5. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: "Aktiv für Demenzkranke", Erfurt, 9. bis 11. Oktober 2008, Messe Erfurt, Gothaer Str. 34, 99094 Erfurt.
Informationen im Internet: http://www.ctw-congress.de/alzheimer.

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