Sonntag, 04. Dezember 2016


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Das Überleben sichern – Dorfentwicklung mit der Stammesbevölkerung der Nilgiris-Berge in Indien

8. August – Tag der indigenen Völker

(lifePR) (Köln, ) Sie selbst nennen sich Panniyas und haben eine eigene Sprache und Kultur. Ihre Hütten bestehen aus Lehmwänden und grasgedeckten Dächern. Wo die Wände zerfallen und die Dächer verrotten, werden zerfetzte Plastikplanen eingezogen. Ihre Arbeit und ihr Einkommen ist der karge Pflückerlohn in den Teeplantagen fremder Besitzer. Ihr Tageslohn ist jämmerlich und wandert von der Hand in den Mund. So können die Besitzer sicher sein, dass die Arbeiter morgen wiederkommen. Ihr Leben in Abgeschiedenheit und Unwissenheit bedeutet schlechte Gesundheitsversorgung, wenig Bildung und Wissen von der Welt. Die Panniyas sind die perfekten Opfer der AUsbeutung durch Plantagenbesitzern und Händler, die sich bereits im letzten Jahrhundert einen Großteil des indigenen Landbesitzes ergaunert haben – gegen Tabak, Betelnüsse und Schnaps.

Zum Tag der indigenen Völker wird die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. mit der Organisation Centre For Tribals And Rural Development Trust (CTRD) letzte Hand an die Planungen für ein Dorfentwicklungsprojekt mit der indigenen Bevölkerungsgruppe der Panniyas und anderer Stämme legen. Es umfasst den Bau von 168 Häusern in einer verbesserten Lehmbauweise mit brandsicherem Ziegeldach, die Einrichtung von Gemeinschaftszentren für Versammlungen und die Früherziehung von Kindern. Zur Verbesserung der Einkommen werden Gartenbau, Kleinviehzucht und die Modernisierung kleiner selbständig bewirtschafteter Teeplantagen gefördert. Die Organisation CTRD legt großen Wert auf die eigenständige Projektplanung und durchführung.
„Die Panniyas haben durchaus eigene Vorstellungen, wie sie in ihrer Gemeinschaft wohnen und leben wollen“, stellt der Projektleiter Mr. R. S. Ranganathen klar, „sie sind kritische Mitgestalter des Projektes und haben eine Bevormundung der Regierung bei Gestaltung ihrer Häuser entschieden zurückgewiesen. Sie stehen zu ihren ursprünglichen Werten des Wohnens in Häusern mit offenen Außenbereichen und kommunikativer Nachbarschaft der Familien.“

Das Projekt soll von der DESWOS mit einem Spendenaufwand von ca. 100.000 EURO und einer Bezuschussung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt werden.

DESWOS e.V.

Seit 1969 verwirklicht die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V., Köln, gemeinsam mit Partnern in Entwicklungsländern Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Jahr 2007 wurden 26 Hilfsprojekte mit einem Finanzvolumen von etwa 1,4 Mio. Euro gefördert.

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