Samstag, 21. Januar 2017


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Diabetes mellitus auf dem Weg zur Volkskrankheit in der BRD

(lifePR) (Oberschöna, ) Im Schnitt nimmt jeder Bundesbürger täglich 90 Gramm Zucker zu sich. Präventionsexperten fordern daher eine nationale Strategie zur Senkung des Zuckerverbrauchs. Noch immer liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 32 Kilogramm Zucker im Jahr - laut Statistik des Bundesernährungs-ministeriums.

Dagegen empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, beim Zuckerverzehr unter 10 Prozent der Tagesenergiemenge zu bleiben - das entspricht bei einem Erwachsenen maximal etwa 50 Gramm Zucker täglich, bei Kindern rund 25 Gramm. Wir liegen hierzulande beim doppelten Pro-Kopf-Verbrauch.

Allein die direkten Kosten des Diabetes in Deutschland werden nach Angaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft auf mehr als Euro 22 Milliarden geschätzt. Vor diesem Hintergrund fordert der Präventionsexperte des AOK-Bundesverbandes eine nationale Strategie zur Senkung des Zuckerverbrauchs. Den Grundstein dafür könnte eine Allianz zwischen Krankenkassen, Ärzten, Kinderschutzorganisationen, Verbraucherzentralen, der Lebensmittelindustrie und dem Gesetzgeber legen.

Als Vorbild für Präventionsmaßnahmen eignet sich im Besonderen Großbritannien. Hier hat ein Bündnis von Gesundheitsexperten die so genannte "Action on Sugar" ins Leben gerufen, nachdem bereits eine Kampagne zur Salzreduktion Erfolg gezeigt hatte.

Die Franzosen setzen auf Steuern - etwa Euro 280 Millionen soll die neue Steuer auf Süßigkeiten dem Staat jährlich in die Kassen spülen. Dies entspricht der Summe, die Krankenkassen in Deutschland für die Umsetzung des neuen Präventionsgesetzes zusätzlich aufbringen wollen.

Die DDG setzt auf Aufklärung. So sollen zum Beispiel in der Schulung von Diabetes-Patienten im Rahmen des Disease Managements Weiterbildungsprogramme realisiert werden - mit dem Ziel für die Verbraucher, dass eine gesunde Wahl auch zur einfacheren Wahl wird, wenn es um den Zuckerverzehr des Einzelnen geht.

Die DEA wollte bereits 2005 - gemeinsam mit der AOK Bayern - ein Institut für Disease Management gründen, dessen zukünftiger Leiter bereits ins Auge gefasst wurde, doch leider war in den Augen der AOK Bayern dafür die Zeit noch nicht reif.

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