Donnerstag, 08. Dezember 2016


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"Berührungen - Die fühlbar andere Ausstellung" in Vorbereitung

Jury wählt Kunstwerke aus

(lifePR) (Lichtenstein, ) Neuland betritt das Daetz-Centrum ab Juli. Erstmalig wird gegenwärtig eine Ausstellung konzipiert, die sich gleichermaßen an blinde und sehbehinderte Menschen und an Sehende wendet. "Berührungen - Die fühlbar andere Ausstellung" soll eine Präsentation werden, bei der die Kunststücke bewusst auch ertastet werden sollen. Die Schirmherrschaft für die Sonderausstellung hat Stephan Pöhler, der Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen übernommen.

28 Skulpturen und 5 Reliefs - das ist das Resultat einer ganztägigen Jurysitzung im Daetz-Centrum in Vorbereitung der Sonderausstellung. Eine besondere Herausforderung unter anderem für Angela Fischer, Landesvorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen, die erstmalig an einer solchen Jurysitzung teilnahm. Aus mehr als 80 eingereichten Arbeiten mussten die Juroren auswählen. Besonderen Einruck bei Frau Fischer hinterließ unter anderem das Stück "Geborgenheit" von Dario Malkowski. Der 83jährige Künstler aus Schönebeck ist selbst blind. Sein Exponat kam beim gesamten Auswahlgremium sehr gut an, wurde ohne Gegenstimme in die Ausstellung gewählt. Gleiches gilt auch für eine Tierreliefgruppe, eingereicht von der Bildhauerin Susanne Elskamp aus Lahr.

"Man hat gemerkt, dass eine besondere Herangehensweise bei der Gestaltung eines Kunstwerkes nötig ist, dass gleichermaßen Kunstinteressierte ohne Handicap ansprechen soll, wie Sehschwache und Blinde", so die Architektin Susanne Trabandt, die ebenfalls der Jury angehörte. "Nicht alle eingereichten Arbeiten entsprachen dieser Voraussetzung." Besonders auf kontrastreiche Arbeiten wurde seitens der Juroren Wert gelegt, die vor allem extrem sehschwache Gäste ansprechen sollen. "Berührungen - Die fühlbar andere Ausstellung" öffnet am 9. Juli ihre Pforten und kann täglich bis 12. September gesucht werden.

Das Daetz-Centrum hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere barrierefreie Angebote entwickelt. So gibt es Führungen in der Dauerausstellung "Meisterwerke in Holz" in Gebärdensprache, in leichter Sprache und als Blindenführung. Alle Etagen sind für Rollstuhlfahrer ausgelegt. Ein Rollstuhl und ein Rollator stehen für Gäste mit Behinderungen oder ältere Gäste kostenfrei zur Verfügung.

Unterstützt wird das Projekt durch die Landesdirektion Chemnitz, den Kulturraum Vogtland-Zwickau, die Sparkasse Chemnitz und KMZ Kullen-Müller-Zinser sowie durch den Förderverein Daetz-Centrum Lichtenstein e.V.

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