Freitag, 09. Dezember 2016


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Energie und Wasser für Kosovo

(lifePR) (Berlin, ) Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Kosovos mit 23 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis der deutsch-kosovarischen Regierungsverhandlungen, die heute in Pristina zu Ende gegangen sind. Nach der Anerkennung Kosovos durch die deutsche Bundesregierung sind dies die ersten offiziellen deutsch-kosovarischen Regierungsverhandlungen. Somit bekräftigt Deutschland seine bereits bei der Geberkonferenz für Kosovo im Juli 2008 zum Ausdruck gebrachte Unterstützung für das jüngste Land Europas.
Schwerpunkte der deutsch-kosovarischen Entwicklungszusammenarbeit sind die Versorgung der Menschen mit Strom und Wasser und die Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Ziel der Unternehmensförderung ist es, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu steigern, sie bei der Vermarktung ihrer Produkte im In- und Ausland zu unterstützen und ihnen Kleinkredite zur Verfügung zu stellen. So trägt die Bundesregierung dazu bei, die Wirtschaft im Kosovo anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und jungen Menschen eine Perspektive zu geben.

Darüber hinaus fördert Deutschland durch Bildungsprojekte die soziale und wirtschaftliche Integration der vielen jungen Menschen im Kosovo. Außerdem unterstützt die Bundesregierung Kosovo beim Aufbau der nationalen und lokalen Verwaltungseinheiten sowie bei der Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen, die die Wettbewerbsfähigkeit Kosovos als Wirtschaftsstandort stärken und demokratische und marktwirtschaftliche Reformen verankern.
Außerdem stellt das Bundesentwicklungsministerium über regionale Fonds bis zu 27 Millionen Euro für länderübergreifende Maßnahmen bereit. Mit Geldern dieser Fonds werden im westlichen Balkan Projekte finanziert, die zum Beispiel den Außenhandel oder die Energieeffizienz fördern.

Die Bundesregierung hat in den deutsch-kosovarischen Regierungsverhandlungen hervorgehoben, dass gute Regierungsführung und Korruptionsbekämpfung eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Landes sind. Ebenso betonte die Bundesregierung die Bedeutung des Minderheitenschutzes im Kosovo.
Trotz einiger Fortschritte steht der Wiederaufbau Kosovos noch immer vor massiven wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Dazu zählen die mangelhafte Versorgung mit Energie und Wasser, ein schwacher Verwaltungsapparat, Korruption, die hohe Arbeitslosigkeit (50%), die geringe Produktivität sowie die Abhängigkeit von Auslandsüberweisungen. Ziel der deutsch-kosovarischen Zusammenarbeit ist es, diese Herausforderungen einzudämmen.

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte bilaterale Geber im Kosovo. Seit Beginn der Zusammenarbeit kurz nach dem Ende des Bürgerkriegs 1999 hat die Bundesregierung rund 240 Millionen Euro für den Wiederaufbau Kosovos eingesetzt.

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