Dienstag, 24. Januar 2017


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Weltwassertag: Klimaerwärmung verschärft Konflikte um Wasser

(lifePR) (Berlin, ) Anlässlich des Weltwassertages am 22. März hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor zunehmenden Konflikten um begrenzte Wasservorräte gewarnt. Der bis Ende dieses Jahrhunderts zu erwartende Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um bis zu fünf Grad Celsius führe zusammen mit expandierenden Wüsten, austrocknenden Flüssen und der Verschmutzung des Oberflächen- und Grundwassers zu vermehrten Streitigkeiten um die Ressource Wasser, sagte der BUND-Wasserexperte Sebastian Schönauer.

"Schon heute haben rund eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Wenn Industrie und Landwirtschaft die Wasserreservoirs übernutzen und verschmutzen wie bisher, eine wachsende Weltbevölkerung immer mehr Wasser braucht und die Konflikte um knappe Wasservorräte zunehmen, wird sich diese Zahl noch erhöhen", so Schönauer. Bereits in fünfzehn Jahren könnten bis zu drei Milliarden Menschen vor allem in Afrika und Asien unter Trinkwasserknappheit leiden.

Kleinbauern und Viehzüchter in Nordafrika und der Sahel-Zone litten schon jetzt unter Wassermangel. So in Nigeria, Darfur, dem Tschad, Kenia, Somalia, Mali und Burkina Faso. Zu politischen Spannungen komme es vor allem in Regionen, wo große Flüsse von mehreren Ländern genutzt würden. Pakistan, Indien und Bangladesh nutzten gemeinsam das Wasser von Indus bzw. Ganges und führten zugleich erbitterte Auseinandersetzungen. Ägypten streite seit Jahren mit neun Ländern um das Nilwasser. Die Türkei, der Irak und Syrien wiederum teilten sich in der spannungsgeladenen Euphrat- und Tigris-Region das Wasser. Im Nahen Osten stritten der Libanon und die Palästinenser mit Israel und Jordanien um die Nutzung des Jordan und seiner Zuflüsse. Zwischen China, Thailand, Laos und Malaysia gebe es Konflikte um das Wasser des Mekong.

Schönauer: "Das Motto des diesjährigen Weltwassertages - sauberes Wasser für eine gesündere Welt - beschreibt ein schönes Ziel. In der Realität ist verunreinigtes Wasser weltweit die häufigste Ursache für Krankheiten und Todesfälle. Seit zehn Jahren wollen die Vereinten Nationen die Zahl derjenigen halbieren, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Wenn die Wasserressourcen nicht ökologisch nachhaltig bewirtschaftet und geschont werden, ist die politische Stabilität in vielen Teilen der Welt gefährdet."

In den kommenden fünfzehn Jahren werde der globale Wasserverbrauch um weitere 40 Prozent steigen. Um diesen Bedarf zu decken, müsse vor allem in Wasserspartechniken und die Aufbereitung und Speicherung von Trinkwasser investiert werden. Um die Auswirkungen des Klimawandels auf natürliche Wasserkreisläufe zu begrenzen sei die Erhaltung von Flussauen, Seen und Mooren als Kohlendioxid-Speicher sowie der Schutz der Bodenfruchtbarkeit entscheidend.

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