Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Bundesweit Spitze!

Sieger des 32. Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend gekürt

(lifePR) (Berlin, ) Knifflige Berufstheorie war genauso gefragt wie das nördlichste Land im Baltikum. Wer da Bescheid wusste, war beim Finale des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend vorn dabei. Aber natürlich mussten sich die bundesweit besten angehenden Winzer, Hauswirtschafter, Land-, Forst- und Tierwirte vor allem in der Berufspraxis messen. Nach einem spannenden Wettkampf in Rendsburg und Nierstein stehen seit Donnerstagabend die Sieger fest.

"Der Berufswettbewerb - das ist nicht nur Landwirtschaft, sondern auch Weinbau, Forst- und Hauswirtschaft", stellen Katrin Fischer und Henrik Schweder, stellv. Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), klar. Insgesamt hatten sich 115 junge Frauen und Männer aus der grünen Berufsbranche für den Bundesentscheid qualifiziert und waren nach Rendsburg und Nierstein gereist.

Genau 22 Auszubildende traten in der Sparte Landwirtschaft, Leistungsgruppe I, an. Im Finale des 32. Berufswettbewerbs mussten sie einen Getreideschlag u.a. auf Schädlinge und Krankheiten kontrollieren, sich im Geschicklichkeitsfahren und beim Greening beweisen. In der Reihenfolge der Nennung gewannen Erik Kamerichs und Jan Große-Kleimann (beide Nordrhein-Westfalen) sowie der Schleswig-Holsteiner Sören Schütte.

Die Leistungsgruppe II (Landwirte in Fortbildung) trat im Doppel an. In nur einer Stunde fertigten sie zum Beispiel einen Zählrahmen an oder standen vor der Aufgabe, Auszubildende an der Sämaschine zu unterweisen. Im Finale starteten 23 Landessieger und drei Landessiegerinnen. Die drei führenden Teams setzen sich wie folgt zusammen: Lukas Gleichauf und Louis Scherzinger (Baden-Württemberg) kamen auf den ersten Platz. Johannes Bayer und Johannes Maurer (Bayern) folgten auf dem zweiten sowie Sven Berensmeier und Benjamin Zinsler-Ebel (Brandenburg) auf dem dritten Platz.

In der Hauswirtschaft ging es für die zehn jungen Frauen in der Landfrauenschule Hademarschen beispielsweise darum, Produkte für einen Hofladen zuzubereiten oder im Team, Besuchern verschiedene, praktische hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu vermitteln - beim Bügeln von Oberhemden oder im Umgang mit Reinigungstüchern. Maria Schröder (Bayern, 1. Platz), Melina Dohrn (Schleswig-Holstein, 2. Platz) und Eva-Maria Wulf (Niedersachsen, 3. Platz) überzeugten.

Die 21 angehenden Forstwirte maßen sich im Zielfällen und Entasten. Sie pflanzten Ahorn in Linie und bauten einen Fledermauskasten etc. Gregor Quapp siegte (Thüringen) vor Patricio Frohs (Sachsen) und Sebastian Basel (Baden-Württemberg).

In der Tierwirtschaft traten sechs junge Frauen und vier Männer an. Punkten konnten sie, wenn sie z.B. Fütterungsfehler samt ihrer Auswirkungen auf die Tiergesundheit wussten oder Futtermittel erkannten. Im Stall ging es darum, seinen Tierkomfort zu beurteilen oder frisch geborene Ferkel zu versorgen. Am Ende stand Rebecca Harnack (Brandenburg) ganz oben auf dem Treppchen, gefolgt von Sabine Eidam (Sachsen) und Yvonne Holzer (Sachsen-Anhalt).

Die 15 Jungwinzer, darunter drei Frauen, standen in Nierstein u.a. vor der Aufgabe, mit Journalisten eine fiktive Weinbergswanderung in Rheinhessen zu unternehmen und den Sommerboden eines Weinbergs zu bearbeiten. Nach der Lösung aller Aufgaben setze sich Julian Schreieck (Rheinland-Pfalz) vor Alexander Luff (Rheinland-Pfalz) und Andreas Birk (Baden-Württemberg) durch.

In der Leistungsgruppe II gingen in dieser Sparte neun junge Winzer und eine Winzerin an den Start. Während des Finales mussten sie zum Beispiel fünf Weine analysieren, die falsch etikettiert worden sind, oder ein Konzept für die Umstellung eines Familienbetriebes auf ökologische Wirtschaftsweise erstellen. Als Sieger gingen Karsten Horter (1.Platz, Rheinland-Pfalz) und Lucas Janneck (2. Platz, Rheinland-Pfalz) sowie Simon Maier (Baden-Württemberg) aus dem Berufswettbewerb hervor.

Und eins ist klar: Der Berufswettbewerb kennt nur Gewinner. Er hat den Teilnehmern nicht nur neues Wissen und Selbstbewusstsein gebracht, sondern auch ein Netzwerk, mit dem sich die Herausforderungen der Zukunft besser meistern lassen. Gemeinsam zeigten die angehenden Forst- und Tierwirte, die Landwirte, Hauswirtschafterinnen und Winzer, wie vielseitig, anspruchsvoll und modern diese Berufe sind.

"Das Leistungsniveau beim Bundesentscheid war enorm. Viel beeindruckender waren aber der Zusammenhalt und das Miteinander bei diesem Wettbewerb", lobt die stellv. BDL-Bundesvorsitzende Katrin Fischer die fitten Nachwuchskräfte.

Der Berufswettbewerb wurde erstmals 1953 veranstaltet. Er zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Deutschlands und wird vom BDL gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und ihren Landesverbänden sowie der Schorlemer-Stiftung und dem Deutschen LandFrauenverband ausgerichtet. Der Wettbewerb wird vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert. Als Schirmherr des Wettbewerbs wird der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Sieger beim Deutschen Bauerntag in Erfurt ehren.

Mehr zum Bundesentscheid des Berufswettbewerbes 2015 gibt es unter www.landjugend.de.

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