Dienstag, 06. Dezember 2016


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1. Dezember - Welt-AIDS-Tag 2009: Gemeinsam gegen Aids

Zahl der Neuinfektionen bei "Männern, die mit Männern Sex haben" steigt auf 56 Prozent an / Brigitte Lösch: "Hier muss die zielgruppenspezifische Prävention ausgebaut werden"

(lifePR) (Stuttgart, ) "Die Zunahme der Neudiagnosen bei "Männer die mit Männer Sex haben" (MSM) ist alarmierend: Waren es im Jahr 2004 noch 35 Prozent, so sind es im November 2009 schon über 56 Prozent", so Brigitte Lösch, die sozialpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Dies teilte das Sozialministerium in der Antwort auf die aktuelle Anfrage der Grünen mit.

Zwar haben die meisten Menschen etwas über HIV/Aids gehört, aber immer weniger nehmen HIV als ein Risiko wahr, was sich dann auch in großer Verhütungsmüdigkeit niederschlägt. "Nach 25 Jahren safer-sex - Botschaften müssen wir in der Prävention neue Wege gehen", fordert Lösch.

Gerade die Aufklärungsarbeit der Aids-Hilfen setze an den spezifischen Zielgruppen an und beruhe auf einer die Lebensweisen und Milieus berücksichtigenden und stützenden Strategie, so Lösch. "Keinesfalls darf die finanzielle Unterstützung des Landes, aber auch der Städte und Kommunen für die Aids-Hilfen reduziert werden!" appelliert Lösch.

Sie weist weiterhin darauf hin, dass die Anzahl der Personen, die mit HIV leben, in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, da die Lebenserwartung durch die therapeutischen Erfolge erheblich steigt. Mit der Vielzahl der Medikamente, dem steigenden Alter und den damit einhergehenden möglichen Krankheiten ist die Beratung der Aids-Hilfen anspruchsvoller und zeitintensiver geworden. Dadurch verändert sich auch der Beratungsbedarf. Dies zieht bei den AIDS-Hilfen personelle Änderungen nach sich, da diese Arbeit nicht von Ehrenamtlichen geleistet werden kann, sondern durch qualifiziertes Personal abgedeckt werden muss.

Diese strukturellen Änderungen im Angebot der AIDS-Hilfen bedeutet jedoch, dass nicht mehr alle Anfragen zu Präventionsveranstaltungen nachgegangen werden können. " Wer nicht bereit ist, diese Präventionsarbeit entsprechend auszugestalten, nimmt bereitwillig eine Zunahme von Neuinfektionen in Kauf," kritisiert Lösch, "gerade in einer Zeit, in der Verhütungsmüdigkeit herrscht und sich die safer-sex-Botschaften abgenützt haben, muss die Präventionsarbeit intensiviert werde."

"In diesem Zusammenhang ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet einem seit zwei Jahren erfolgreichen und niedrigschwelligen gemeinsamen Projekt des Gesundheitsamtes Stuttgart und der Aids-Hilfe für Männer, die mit Männer Sex haben, aus Spargründen eingestellt werden soll. Gerade in dem Bereich zu kürzen, in dem die Neuinfektionen zu nehmen, zeigt nicht von sonderlichem Sachverstand", kritisiert Brigitte Lösch die Stadt Stuttgart.

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