Sonntag, 04. Dezember 2016


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Grenzübergreifend Architektur studieren

(lifePR) (Senftenberg, ) Auslandsstudien und Fremdsprachenkenntnisse sind heute für Architektinnen und Architekten ein Muss. Um beides und dazu noch zwei Abschlüsse zu erwerben, hat die Fachhochschule Lausitz ab dem kommenden Wintersemester den binationalen Studiengang Architektur und Städtebau eingerichtet. Die Studierenden absolvieren ein Studium an zwei Standorten, an der FH Lausitz in Cottbus und der Partnerhochschule Nysa in Polen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Auslandsjahr, Fremdsprachenkenntnisse und Kultur des jeweiligen Gastlandes sind "automatisch" im Studium integriert, nach sieben Semestern haben die Studentinnen und Studenten den polnischen und den deutschen Abschluss als Bachelor of Arts der Architektur erworben. Gefördert wird das neue Studium vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), und virtuelle Ateliers sowie Workshops und Praktika ermöglichen eine enge Zusammenarbeit der binationalen Studentengruppe vom ersten Semester an. Dabei kommen vor allem die unterschiedlichen Profile der beiden Hochschulen zum Tragen, die FH Lausitz bildet eher den konstruktiv-gestalterisch Teil, die polnische Hochschule in Nysa verstärkt den künstlerisch- städtebaulichen Aspekt der Architekturausbildung.

Zwei Abschlüsse in einem Studium In sieben Semestern in Deutschland und Polen den Bachelor of Arts der Architektur erwerben

Auslandsstudium und Mobilität werden von Absolventen der Hochschulen heute erwartet, in der Architektur ist es ein Muss, wenigstens für ein Semester im Ausland gewesen zu sein und fremdsprachliche Kompetenzen aufzuweisen. In einem herkömmlichen Studiengang zum Bachelor of Arts in der Architektur ist dazu oft eine längere Studiendauer vonnöten, und der Berufseintritt verschiebt sich dementsprechend nach hinten.

Weil es gerade im grenznahen Cottbus vielen deutschen und polnischen Studierenden so geht, die den Anspruch auf eine breit gefächerte und um ein Auslandsjahr bereicherte Studienausbildung haben, entwickelte die FH Lausitz den neuen Bachelor-Studiengang "Architektur und Städtebau" binational.

In sieben Semestern können Studierende ab dem kommenden Wintersemester an der FH Lausitz beides verbinden - ein fachlich fundiertes Studium der Architektur und des Städtebaus und Auslandserfahrung sowie den Erwerb von Sprachenkenntnissen. Das Neue daran: Es ist ein Studiengang, der an zwei Hochschulen stattfindet, der FH Lausitz in Cottbus und der polnischen Partnerhochschule in Nysa, einer Stadt, die sich zwischen Wroclaw und Krakow befindet.

Deutsche und polnische Studienanfänger studieren zunächst drei Semester in ihren jeweiligen Heimatländern, im vierten Semester kommen die polnischen Studierenden nach Cottbus, um gemeinsam mit den deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu lernen. Für die folgenden beiden Semester gehen Studierende aus Deutschland nach Polen, und ob das siebte Semester in Deutschland oder Polen absolviert wird, bleibt den Studierenden überlassen.

"Ab dem ersten Semester lernen die Studentinnen und Studenten hier Polnisch, die polnischen Deutsch, das Studium findet in der jeweiligen Sprache der Standorte statt", erklärt Hanne Sommer, die an der FH Lausitz lehrt und Auslandsbeauftragte des Studiengangs Architektur ist. Die Architektin ist überzeugt, dass die Absolventen des Bachelorstudienganges erheblich bessere Berufschancen erwerben.

"Neben der fachlichen Qualifikation prägt die Erfahrung eines Auslandsaufenthaltes auch die Persönlichkeit", sagt Hanne Sommer.

Zuständig für die Entwicklung des neuen Studienganges und deren Organisation ist Karolina Hettchen.

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin der FH Lausitz freut sich, dass der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eine Anschubfinanzierung für die Erprobungsphase des Binationalen Bachelors gewährt hat und so auch die Studierenden einen Beitrag für Krankenversicherung, Bücher und Reisen bekommen. "Das Schöne und Besondere an dem Studiengang ist es, dass die Studierenden vom ersten Semester an in einem virtuellen Atelier gemeinsam arbeiten und sich auch in den Projektwochen schon während der ersten Semester gut kennenlernen. Der Studienplan wird an beiden Hochschulen umgesetzt."

Dabei profitieren die Studentinnen und Studenten vor allem von den unterschiedlichen Profilen der Hochschulen.

Jana Wieduwilt

Weitere Informationen:
www.fh-lausitz.de
Persönliche Beratung zu Studienplänen, Zugangsvoraussetzungen und
Stipendien: Karolina Hettchen, wissenschaftliche Mitarbeiterin und verantwortlich für den binationalen Studiengang "Architektur und Städtebau"
Telefon: 0355 5818-536, E-Mail: k.hettchen@fhl-architektur.de

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