Dienstag, 06. Dezember 2016


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BetonBauwerke im Untergrund

Fünf Fachtagungen über Bauweisen und Konstruktionen mit Beton im Baugrund

(lifePR) (Berlin, ) BetonBauwerke im Untergrund erfordern besondere Bauverfahren mit speziellen Baustoffen sowie eine hochleistungsfähige Gerätetechnik. Diese Anforderungen erfüllt der Spezialtiefbau mit Betonen, deren Zusammensetzung konkret auf die nötige Verarbeitbarkeit für die Einbauverfahren der jeweiligen Bauprojekte angepasst wird. Die Veranstaltungsreihe "BetonBauwerke im Untergrund" der BetonMarketing Ost gab kürzlich einen Überblick über den Stand der Technik beim Bauen unter Erdniveau. Mehr als 500 Planer, Bauherren und Firmen aus dem Hoch- und Tiefbau sowie Mitarbeiter aus Forschung, Lehre und Verwaltung informierten sich über betontechnische Grundlagen, Normen und Richtlinien des Spezialtiefbaus und seine Bauelemente und Bauweisen.

BetonMarketing Ost veranstaltete die Fachtagungen gemeinsam mit der Brandenburgischen Ingenieurkammer, der Baukammer Berlin sowie den Ingenieurkammern Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt am 8. September in Berlin, am 24. September in Rostock, am 10. November in Erfurt, am 26. November in Dresden sowie am 8. Dezember in Magdeburg.

Einen Überblick zu Bauverfahren im Untergrund gab Dr.-Ing. Karsten Beckhaus, Bauer Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen. In seinem Vortrag erläuterte er, wie Spezialtiefbau-Beton in sehr großen Tiefen und oft unter Wasser oder unter Stützflüssigkeit eingebaut wird. Dabei muss der vorhandene Boden als Schalung dienen. "Die Eigenschaften des erhärteten Betons in Bezug auf Festigkeit und Dauerhaftigkeit sind so zu wählen, wie es die geforderte Verarbeitbarkeit erlaubt", so Beckhaus. Die Qualität des Frischbetons spiele dabei eine besondere Rolle.

Dipl.-Ing. Wolfgang Schäfer, Berater für Bautechnik der BetonMarketing Ost (BMO) in Berlin, referierte über "Baukörper aus WU-Beton: Weiße Wanne und ihre Vorteile gegenüber konventioneller Abdichtung. Wasserundurchlässige (WU-)Betonbauwerke sind Konstruktionen, die ohne zusätzliche äußere flächige Abdichtung erstellt werden und allein aufgrund des Betons und konstruktiver Maßnahmen wie Fugenabdichtung und Rissbreitenbegrenzung einen Wasserdurchtritt in flüssiger Form verhindern. "Der Vorteil dieser Bauweise ist die einfache, monolithische Konstruktion der Wand, die gegenüber mechanischen Angriffen von außen unempfindlich ist", so Dipl.-Ing. Schäfer.

Alle Teilnehmer der Fachtagung erhielten das Zement-Merkblatt H 10: Wasserundurchlässige Betonbauwerke, in dem wertvolle Infos über Regelwerke, Begriffe, Wasser- und Feuchtetransport, WU-Planung sowie fachgerechte Ausführung gegeben werden. Zement-Merkblätter zu verschiedenen Themen können jederzeit unter www.beton.org -> Service -> Zement-Merkblätter kostenfrei heruntergeladen werden.

Nach diesen Grundlagen über Weiße Wannen ging Dr.-Ing. Thomas Richter, Leiter Technik der BMO, in seinem folgenden Vortrag auf die Besonderheiten Weißer Wannen für hochwertige Nutzungen im Wohnungs- und Gewerbebau ein. Die Zuhörer erhielten einen Überblick zu Nutzungsklassen, bauphysikalischen Eigenschaften Weißer Wannen, Wärmedämmung, Innendämmung und Feuchtebilanz entsprechender Bauweisen. Der von BMO zur Verfügung gestellte Sonderdruck aus beton 4/2008 "Bauphysikalische Bewertung von Weißen Wannen im Wohnungsbau" kam beim Publikum gut an.

BetonBauwerke im Untergrund, die nach heutigem Stand der Technik geplant und ausgeführt werden, setzen die Anwendung aktueller Normen und Richtlinien des Spezialtiefbaus voraus. Über die derzeit aktuellen Ausführungsnormen referierte Dr.-Ing. Wolf-R. Linder von der Brückner Grundbau GmbH in Essen. In seinem Vortrag ging er auf Anwendungsbereiche für Bohrpfähle und Stützwände, Unterschiede zu sonstigen Ingenieurbauwerken, Herstellphasen und Gefahren ein. "Die DIN 1045-2 und -3 ergänzenden Anforderungen der Spezialtiefbaunormen dienen dem Zweck, den besonderen Ausführungsbedingungen Rechnung zu tragen und das Betonbluten zu minimieren", so Dr.-Ing. Linder, der als Normen-Fachmann in internationalen Fachgremien tätig ist.

Weitere Themen der Fachtagung waren Leitungsgänge und Infrastrukturkanäle, WU-Keller aus Betonfertigteilen, "weiche Betone für den Spezialtiefbau" sowie haftungs- und versicherungstechnische Aspekte bei erdberührten Bauteilen. Der Vortrag zum City-Tunnel Malmö in Schweden rundete das Programm gelungen ab.

Die Fachtagung wird von der Brandenburgischen Ingenieurkammer und der Brandenburgischen Architektenkammer als Weiterbildung anerkannt.

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