Montag, 23. Januar 2017


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Sieben Fragen zu Wohn-Riester

Die neue Eigenheimrente

(lifePR) (Schwäbisch Hall, ) Seit rund einem Jahr gibt es in Deutschland ein neues Instrument zur Altersvorsorge: Die Eigenheimrente, auch "Wohn-Riester" genannt. Seitdem ist die eigene Immobilie in die Riester-Förderung integriert und steht gleichberechtigt neben anderen Formen der privaten Altersvorsorge. Annähernd 230.000 Wohn-Riester-Verträge wurden bereits abgeschlossen. Dennoch ist die "Rente aus Stein" für viele Sparer ein Buch mit sieben Siegeln. Schwäbisch Hall beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wer ist förderberechtigt?

Es gelten dieselben Voraussetzungen wie bei den bisherigen Riester-Verträgen: Anspruch auf die Förderung haben alle Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung, pflichtversicherte Selbstständige, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst sowie deren Ehepartner, wenn sie einen eigenen Vertrag haben. Einkommensgrenzen gibt es keine.

Wie viel legt der Staat beim Wohn-Riester oben drauf?

Wer 4 Prozent aus dem Bruttoeinkommen des Vorjahres auf einem Altersvorsorgevertrag anlegt (maximal 2.100 Euro inklusive Zulagen) erhält den vollen Riester-Bonus: 154 Euro Grundzulage bzw. 308 Euro bei Verheirateten mit zwei Verträgen. Pro Kind gibt es weitere 185 Euro, für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. Eine Familie, die 2008 ihr zweites Kind bekommen hat, kann beispielsweise jedes Jahr Riester-Zulagen von 793 Euro erhalten, wenn beide Ehepartner einen Altersvorsorgevertrag haben. Besonders interessant für junge Leute: Riester-Sparer unter 25 erhalten einen einmaligen Berufsanfängerbonus von 200 Euro.

Wofür kann ich die Eigenheimrente verwenden?

Wer einen Riester-Vertrag bespart, kann dreiviertel oder das gesamte angesparte Kapital für den Bau oder Kauf einer selbst genutzten Immobilie entnehmen. Wichtig: Das Haus bzw. die Wohnung muss in Deutschland liegen und nach 2007 gekauft oder fertig gestellt sein. Das Geld kann aber auch für den Erwerb von Wohnungsgenossenschaftsanteilen oder von Dauerwohnrechten, etwa in einem Seniorenheim, verwendet werden.

Ich habe schon einen Riester-Vertrag. Kann ich ihn in einen Wohn-Riester umwandeln?

Ein Wechsel von Geld- zu Wohn-Riester ist problemlos möglich. Dazu muss der Sparer den bestehenden Vertrag zunächst kündigen und z.B. einen Riester-Bausparvertrag abschließen. Das geförderte Kapital wird dann auf den neuen Vertrag übertragen.

Kann ich mit Riester auch modernisieren oder umbauen?

Nein, das geht nicht. Umbau-, Modernisierungs- oder Energiesparmaß-nahmen an bestehenden Eigenheimen fallen nicht unter die Riester-Förderung.

Welche Steuern fallen beim Wohn-Riester an?

Wie alle Riester-Verträge unterliegt auch der Wohn-Riester der nachgelagerten Besteuerung, d.h, die Beiträge in der Sparphase sind steuerfrei, die Auszahlungen im Rentenalter aber steuerpflichtig. Da das mietfreie Wohnen in einer schuldenfreien Immobilie im Alter zwar einer zweiten Rente gleichkommt, aber keine tatsächlichen Zahlungen fließen, hat der Gesetzgeber die Einrichtung eines so genannten Wohnförderkontos vorgesehen. Darauf werden das entnommene Kapital sowie die geförderten Tilgungsleistungen samt Zulagen verbucht und mit jährlich zwei Prozent verzinst. Mit Renteneintritt wird dieses fiktive Konto aufgelöst und die Summe einkommensteuerpflichtig. Vorteil für Riester-Sparer: Meist ist der individuelle Steuersatz im Alter niedriger als im Berufsleben. Jetzt hat man die Wahl: Entweder man zahlt die fällige Steuer jährlich (maximal bis zum 85. Lebensjahr) oder man tilgt zu Rentenbeginn seine gesamte Steuerschuld auf einen Schlag - dann mit einem 30-prozentigen Abschlag.

Was passiert mit meinem Geld, wenn ich später doch nicht bauen möchte?

Riester-Sparer bleiben flexibel: Wer später doch kein Wohneigentum erwerben möchte, kann vom Wohn- zum Geld-Riester wechseln. Dazu muss der Sparer den bestehenden Vertrag zunächst kündigen und einen neuen Riester-Altersvorsorgevertrag abschließen. Das geförderte Kapital wird dann auf den neuen Vertrag übertragen.

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