Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 135247

Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Aktienmärkte verbuchen wieder kräftige Kursgewinne. Das Debakel in Dubai scheint keinen Flächenbrand auszulösen, sondern sich ausschließlich in diesem Land abzuspielen, selbst die Nachbarländer sehen nicht gefährdet aus. Damit bleibt die Risikobereitschaft der Anleger nach wie vor auf hohem Niveau. Die freundliche Stimmung wird unterstützt durch positive USWirtschaftsdaten, und auch von der Veröffentlichung des Beige Book der amerikanischen Fed sind keine negativen Schlagzeilen zu erwarten. Auch die Notenbanken in Europa werden ihre Geldpolitik vorerst nicht verändern, wobei durchaus an eine Exitstrategie gedacht ist. Erste Schritte werden sicherlich erkennbar, wenn die EZB ihren kommenden Langfristtender und seine Konditionen bekannt gibt. Da von dieser Seite keine Belastungsfaktoren zu erwarten sind, konzentrieren sich die Aktienmärkte wieder auf das Thema vorhandene Liquidität, und diese ist unverändert hoch. Der DAX zeigt eine hohe Schwankungsbreite. Diese wirkt sich zurzeit in einer W-Formation aus mit der unteren Unterstützungslinie von 5.600 Punkten und dem Widerstand bei 5.850 Punkten. Der Euro Stoxx 50 befindet sich in einem breiten Seitwärtskanal zwischen 2.400 und 2.550 Punkten. Der Dow-Jones-Index kommt über die 10.500-Punkte- Marke bisher nicht hinaus, hier besteht eine starke Unterstützung bei 10.200 Punkten.

Die Investoren fühlten sich in den letzten Tagen stark verunsichert durch die Nachrichten aus Dubai. Hier zeigt sich deutlich, dass nicht nur die großen Märkte wie die USA oder China weltweit für Aufsehen sorgen können, sondern auch ein kleiner Golfstaat. Am meisten litten hier die Banken-, Bau- und Immobilienwerte. Das wird noch eine Weile anhalten, wobei nach aktuellen Erkenntnissen die Probleme innerhalb der Region geklärt werden können. Ein Aufatmen der Anleger könnte aber verfrüht sein. Die Krise im Golfstaat zeigt wieder einmal einen Schwachpunkt des Aufschwungs auf - die Banken. Eine Bereinigung sämtlicher Risiken scheint in dieser Branche nach wie vor nicht möglich. Der von der Liquidität getriebene Aufschwung könnte somit auch in den letzten Zügen stecken, wobei diese durchaus bis Jahresende andauern sollten. Für die Anleger bedeutet dies, dass trotz aller Turbulenzen eine Jahresendrallye nicht auszuschließen ist. Sollte es dem DAX möglich sein, die Widerstandslinie von 5.850 Punkten nachhaltig zu überschreiten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass innerhalb von wenigen Tagen, wahrscheinlich sogar bis Mitte Januar hinein, ein DAX-Stand von 6.200 bis 6.300 Punkten möglich ist. Danach sollte aber eine größere Verschnaufpause eintreten, die auch mit einer stärkeren Korrektur verbunden sein wird. Dies bedeutet, dass mittelfristig orientierte Anleger ihr Portefeuille nicht zusätzlich aufstocken sollten, während Tradingmöglichkeiten kurzfristig weiterhin gegeben sind. Wir bleiben positiv für die Branchen Gesundheitswesen/

Medizintechnik und Pharma. Bei den Einzelwerten sehen wir das Versorgungsunternehmen Fortum als kaufenswert sowie in der Branche der Grundstoffe die SKW.

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