Sonntag, 04. Dezember 2016


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Ergebniszahlen der Austrian Airlines Group 2009: Krise und Kosten für die Sanierung prägen Ergebnis

(lifePR) (Wien, ) .
- Jahresergebnis beträgt minus 325,9 Millionen Euro
- Sondereffekte - hauptsächlich verursacht durch Flugzeugabwertungen und Sanierungskosten - belasten Ergebnis mit 200,1 Millionen Euro
- Die Sanierungsmaßnahmen beginnen zu greifen: bereinigtes EBIT im zweiten Halbjahr deutlich verbessert

Die Krise der internationalen Luftfahrtindustrie und die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen prägen die Ergebniszahlen der Austrian Airlines Group im Jahr 2009. Das Unternehmen weist für 2009 ein Jahresergebnis von minus 325,9 Millionen Euro aus (2008: minus 429,5 Millionen Euro). In diesem Ergebnis sind große nicht cash-wirksame Sondereffekte enthalten: Abwertungen von Flugzeugen in der Höhe von minus 78,8 Millionen Euro und eine Restrukturierungsvorsorge für den geplanten Personalabbau in der Höhe von minus 145,1 Millionen Euro. Das bereinigte Operative Ergebnis (EBIT) liegt bei minus 93,8 Millionen Euro (2008: minus 35,2 Millionen Euro), wobei sich im zweiten Halbjahr eine Verbesserung abzeichnet: Mit minus 5,4 Millionen Euro lag das bereinigte EBIT im zweiten Halbjahr über dem Vorjahreswert (2008: minus 13,0 Millionen Euro).

Die Austrian-Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik: "Das Ergebnis ist natürlich alles andere als befriedigend. Es verdeutlicht, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Wir sehen, dass unsere Maßnahmen in der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnen haben zu greifen. Aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen unser Sanierungsprogramm in 2010 weiter konsequent umsetzen."

Austrian Airlines setzen unter dem Namen "Austrian Next Generation" ein Konzept um, mit dem das Unternehmen umfassend neu ausgerichtet wird. Dieses Konzept besteht aus drei Säulen:

1. Die neue Markstrategie im Europaverkehr: Austrian bleibt eine Qualitätsairline. Wir bieten gutes Essen, erstklassigen Service und hohe Zuverlässigkeit - Austrian bleibt Austrian. Wir steigern die Qualität dort, wo es relevant ist, indem wir auf wichtigen Strecken mit hohem Passagiervolumen die Zahl der Flüge erhöhen und größere Flugzeuge einsetzen. Wir produzieren diese relevante Qualität billiger und können daher attraktivere Preise anbieten.

2. Die kostenseitige Sanierung: Wir erhöhen unsere Wettbewerbsfähigkeit, indem wir die Kosten massiv senken. Wir schaffen neue Prozesse und verschlanken das Unternehmen. Wir senken den Personalstand auf rund 6.000 Vollzeitstellen bis Ende 2010. Wir reduzieren die Lieferantenpreise. Wir senken die Lohnkosten, indem wir die mit den Betriebsräten vereinbarten Maßnahmen umsetzen und verhandeln über eine Reform der KV-Regelungen, um unsere Produktivität zu erhöhen.

3. Die Synergien mit der Lufthansa: Wir arbeiten gezielt mit Schwestereinheiten im Lufthansa-Konzern zusammen, um Synergien zu realisieren. So legen wir die Vertriebseinheiten mit der Lufthansa zusammen und nutzen die gemeinsamen Sales Tools. Ein ähnliches Konzept setzen wir im Bereich Ground Operations um. Im Einkauf nutzen wir die Marktstärke des Lufthansa-Konzerns und erhöhen unsere Einkaufskraft.

Austrian Airlines haben sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2010 einen positiven Cash-flow zu erwirtschaften. In 2011 wollen wir ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erzielen.

Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2009

Betriebsleistung

Die extrem schwache Nachfrage auf den Märkten und der Druck auf die Einheitserträge im Jahr 2009 zeigen sich in der Erlösentwicklung: Die Umsatzerlöse sanken um 20,3 Prozent auf 1.963,4 Millionen Euro (2008: 2.462,3 Millionen Euro). Die gesamte Betriebsleistung ging um 18,6 Prozent auf 2.060,1 Millionen Euro zurück (2008: 2.530,6 Millionen Euro).

Betriebsaufwand

Austrian Airlines haben entschlossen gegengesteuert: Wir haben die Produktion zurückgenommen und damit an die schwache Nachfrage angepasst, und wir haben umfassende Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Dadurch haben wir den Betriebsaufwand um 17,2 Prozent oder fast 500 Millionen Euro auf 2.354,0 Millionen Euro gesenkt (2008: 2.842,7 Millionen Euro).

Operatives Ergebnis

Das Operative Ergebnis (EBIT) betrug minus 293,9 Millionen Euro (2008: minus 312,1 Millionen Euro). In diesem Ergebnis sind, wie erwähnt, erhebliche Sondereffekte enthalten: vor allem 78,8 Millionen Euro für die Abwertung von Flugzeugen und 145,1 Millionen Euro Restrukturierungsvorsorge für den geplanten Personalabbau. Bereinigt man das EBIT um die Summe der Sondereffekte, dann ergibt sich das bereinigte EBIT, das Auskunft über die operative Ertragskraft des Unternehmens im engeren Sinn gibt. Es betrug minus 93,8 Millionen Euro (2008: minus 35,2 Millionen Euro) für das Gesamtjahr 2009. Das zweite Halbjahr 2009 verlief spürbar besser als das erste: Lag das bereinigte EBIT im ersten Halbjahr noch bei minus 88,4 Millionen Euro, so verbesserte es sich im zweiten Halbjahr mit minus 5,4 Millionen Euro deutlich.

Jahresergebnis

Inklusive Finanzergebnis in Höhe von minus 45,0 Millionen Euro (2008: minus 32,5 Millionen Euro) und dem Ergebnis aus zur Veräußerung bestimmten Geschäftsbereichen (10,6 Millionen Euro) betrug das Ergebnis nach Steuern somit minus 325,9 Millionen Euro, nach 429,5 Millionen Euro im Jahr 2008.

Verkehrszahlen

Austrian Airlines haben im 2009 rund 9,9 Millionen Passagiere befördert und lagen damit 10,2 Prozent unter dem Vorjahr. Die Auslastung lag mit 74,0 Prozent nur leicht um 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Austrian Airlines haben die Angebotenen Sitzkilometer (ASK) um 11,2 Prozent auf 22,7 Milliarden reduziert. Die Ausgelasteten Passagierkilometer (RPK) sanken um 12,3 Prozent auf 16,8 Milliarden.

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