Sonntag, 11. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 62046

ARQUES verbessert Bilanzstruktur und Cashflow

(lifePR) (Starnberg, ) .
- Konzernumsatz zum 30. Juni auf über EUR 2,63 Mrd. vervierfacht
- EBITDA im 2. Quartal plus 67% auf EUR 29,9 Mio.
- Free Cashflow auf EUR 39,1 Mio. erhöht
- Finanzverbindlichkeiten um EUR 68,5 Mio. reduziert
- Negative Einmaleffekte aus dem Verkauf von Schöps
- Ergebnisprognose für 2008 auf Grund Marktumfeld angepasst

Die ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004) konnte im zweiten Quartal 2008 bei Umsatz und EBITDA deutlich zulegen. So sprang der Konzernumsatz um 284% auf EUR 1,28 Mrd. Das EBITDA konnte bedingt durch verbesserte operative Ergebnisse der Beteiligungen und die erfolgreichen Exits von Oxiris und Jahnel-Kestermann im zweiten Quartal um 67% auf EUR 29,9 Mio. gesteigert werden. Zum Halbjahr weist ARQUES beim Umsatz eine Verbesserung um 318% auf EUR 2,63 Mrd. aus. Das EBITDA lag wegen des schwächeren ersten Quartals mit EUR 45,2 Mio. unterhalb des Vorjahreswertes (EUR 50,8 Mio.). Ein gutes Indiz für die verbesserte Ergebnisqualität ist, dass im ersten Halbjahr 2007 "Bargain Purchase"-Erlöse von EUR 48,3 Mio. realisiert wurden, denen in dieser Berichtsperiode nur EUR 10,1 Mio. gegenüberstehen.

ARQUES fokussiert sich in 2008 stark auf die Verbesserung der Bilanzstruktur und des Cashflows. In diesem Zusammenhang ist es gelungen, die Finanzverbindlichkeiten in den ersten sechs Monaten von EUR 339,5 Mio. um rund 20% auf EUR 271,0 Mio. zurückzuführen. Der Free Cashflow legte von EUR -18,3 Mio. auf EUR 39,1 Mio. zu und verbesserte sich damit um EUR 57,4 Mio. Akquisitionsseitig lag der Schwerpunkt der Aktivitäten klar auf dem Erwerb der SHC von Siemens. Diese Großakquisition wird voraussichtlich ab dem vierten Quartal konsolidiert.

Angesichts weiter schwieriger Rahmenbedingungen passt ARQUES seine Jahresziele für das Gesamtjahr 2008 an. Der Konzernumsatz soll unverändert bei mehr als EUR 6 Mrd. liegen. Das Ergebnisziel (EBITDA) wird von EUR 275 Mio. auf EUR 200 Mio. reduziert, womit das hohe Vorjahresniveau erreicht wird. Zudem soll im Gesamtjahr die Verschuldung weiter abgebaut und der Free Cashflow weiter erhöht werden.

"ARQUES fokussiert 2008 angesichts schwieriger Rahmenbedingungen auf eine Verbesserung der Bilanzstruktur und des Cashflows. In diesem Zusammenhang sind wir im ersten Halbjahr bereits deutlich vorangekommen. Weiterhin führen wir natürlich viel versprechende Gespräche bei einigen Akquisitions- und Exit-Kandidaten", so der Vorstandsvorsitzende der ARQUES Industries AG, Dr. Michael Schumann.

Einmaleffekte belasten Ergebnisse unterhalb des EBITDA

Ein Großteil des starken Umsatzanstieges basierte auf den in den vergangenen zwölf Monaten getätigten Akquisitionen. Allein der Erwerb des IT-Distributors Actebis sorgte zum Halbjahr für ein zusätzliches Umsatzvolumen von über EUR 1,7 Mrd. Ausschlaggebend für die Verschlechterung der Ergebniskennziffern unterhalb des EBITDA waren Belastungen von insgesamt EUR 24,6 Mio. für Impairments des Goodwills, des Markennamens und der Assets der Mitte August veräußerten Beteiligung Schöps, die laut IFRS bereits im zweiten Quartal berücksichtigt werden mussten. Daher und auf Grund von akquisitionsbedingt deutlich höheren normalen operativen Abschreibungen sank das Quartals-EBIT von EUR 9,2 Mio. auf EUR -15,6 Mio. Bereinigt hätte das EBIT EUR 9,0 Mio. im zweiten Quartal betragen. Vor- und Nachsteuergewinn rutschen auf Grund der Impairments ins Minus.

Bilanzstruktur und Free Cashflow deutlich verbessert

Vor allem die verbesserten operativen Ergebnisse und die Beteiligungsverkäufe haben zur deutlichen Verbesserung des Cashflows und Reduzierung der Verschuldung geführt. So wurde beim operativen Cashflow eine signifikante Verbesserung von EUR -15,8 Mio. auf EUR 57,1 Mio. (plus EUR 72,9 Mio.) erzielt. Auch beim Free Cashflow gelang der Turnaround von EUR -18,3 Mio. auf plus EUR 39,1 Mio. Zum 30. Juni 2008 verfügt ARQUES mit EUR 81,9 Mio. über eine um EUR 3,8 Mio. höhere Liquidität als zum Ende der ersten Quartals 2008 (31.03.2008: EUR 78,1 Mio.). Der Liquiditätszufluss durch den Verkauf der Actebis-Immobilie in Höhe von EUR 32 Mio. ist in dieser Zahl noch nicht enthalten, da dieser erst am 9. Juli realisiert wurde. Zudem wurde die Finanzverschuldung signifikant um rund 20% von EUR 339,5 Mio. auf EUR 271,0 Mio. und das Net Debt von EUR 255,0 Mio. um rund 25% auf EUR 189,1 Mio. abgebaut. Die Eigenkapitalquote stieg von 21,8% auf 22,1%. Der Net Asset Value des bestehenden Portfolios hat sich gegenüber März 2008 geringfügig von EUR 540,3 Mio. auf EUR 545,7 Mio. erhöht.

Ergebnisguidance für 2008 angepasst, Verschuldungsabbau weiter im Fokus

Das dritte Quartal 2008 war bislang ganz klar geprägt von der Übernahme von 80,2% an der Siemens Home and Office Communication Devices (SHC) von der Siemens AG. ARQUES erwirbt die Beteiligung (Kennzahlen 2006/07: Umsatz EUR 792 Mio., EBIT: EUR 13 Mio.) zu sehr günstigen Konditionen. Die Bilanzrelationen im ARQUES Konzern werden sich durch die Transaktion verbessern. Die Konsolidierung wird nach dem Closing voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2008 erfolgen.

Obwohl für das Gesamtjahr mit einem verbesserten operativen Ergebnisbeitrag gegenüber dem Vorjahr gerechnet wird, hat ARQUES angesichts weiter schwieriger Rahmenbedingungen seine Gesamtjahres-Guidance beim Ergebnis nach unten angepasst. Während der Konzernumsatz unverändert bei über EUR 6 Mrd. erwartet wird, wird beim EBITDA das Vorjahresniveau von EUR 200 Mio. - nach zuvor avisierten EUR 275 Mio. - angestrebt. Dabei werden vor allem die Bargain-Purchase-Erlöse nicht mehr den hohen Wert des Vorjahres (EUR 214,7 Mio.) erreichen. Auch die Exit-Erlöse dürften das Vorjahresniveau (EUR 51,0 Mio.) nicht erreichen. Vor- und Nachsteuergewinn werden durch die Einmalbelastungen des ersten Halbjahres, höhere Abschreibungen und das gestiegene negative Finanzergebnis beeinträchtigt. Die genaue Höhe von Umsatz und Ergebnis wird jedoch stark von der zu realisierenden Zahl von Firmenverkäufen und Akquisitionen und dem Zeitpunkt der Konsolidierung der SHC abhängen. Für den Verkauf der Actebis werden weiter alle Optionen geprüft. Auf Grund der schwierigen Situation im M&A-Markt und der Tatsache, dass ARQUES seit Beginn des Geschäftsjahres nur noch Käufe von Unternehmen mit einem Umsatz von über EUR 30 Mio. prüft, reduziert ARQUES seine Erwartungen von bislang 10-15 Unternehmenskäufen im laufenden Geschäftsjahr auf 7-10, während weiterhin 5-7 Unternehmen verkauft werden sollen.

ARQUES rechnet 2008 mit einem signifikanten Abbau der Verschuldung und einer deutlichen Verbesserung des Cashflows. So werden diese Kennziffern im dritten Quartal unter anderem durch die bereits erfolgte Veräußerung zweier Immobilien weiter verbessert.

Den Bericht zum 1. Halbjahr 2008 finden Sie auf den Internetseiten www.arques.de <http://www.arques.de/> .

Gigaset AG

Die ARQUES Industries AG, Starnberg, (www.arques.de <http://www.arques.de/> ) ist Partner von Großkonzernen bei Konzernabspaltungen und ein Turnaround-Spezialist, der sich auf den Erwerb und die aktive Restrukturierung von Unternehmen in Umbruchsituationen konzentriert, um sie mit einem eigenen Team und aus eigener Kraft zu wettbewerbsfähigen und ertragsstarken Unternehmen zu entwickeln. ARQUES revitalisiert das Wertschöpfungspotenzial seiner Beteiligungsunternehmen zum Nutzen aller ihrer Stakeholder unter Wahrnehmung der damit verbundenen sozialen Verantwortung. Die Aktien der ARQUES Industries AG werden im Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol "AQU" (ISIN: DE0005156004) gehandelt und notieren seit dem 1. Oktober 2007 im MDAX.

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