Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Heumilch: Startschuss für neue Weidesaison

Fütterung der österreichischen Heumilch-Kühe ist dem Jahreslauf angepasst - Experte Helmut Pechlaner: "Rinder als Wiederkäuer benötigen Heu, Gräser und Kräuter als Futter für optimale Verdauung."

(lifePR) (Wien, ) Wenn der Schnee von den Wiesen geschmolzen ist und diese wieder grün werden, beginnt für die heimischen Heumilch-Bauern die neue Weidesaison. "In den vergangenen Monaten wurden die Kühe mit Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot gefüttert. Futter aus Silage wie vergorenes Gras oder Mais ist strengstens verboten", erläutert Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch Österreich. Im Frühjahr warten wieder bis zu 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern als Nahrungsquelle auf den heimischen Wiesen.

Artgemäßes Futter

"Heu und Gras sind eine artgemäße Futtergrundlage für Milchkühe. Rinder als Wiederkäuer benötigen diese rohfasrige Kost für die optimale Verdauung, da Kühe mit ihren vier Mägen die wertvollen Inhaltsstoffe sehr gut verarbeiten können", erklärt Tierexperte und Fachtierarzt Helmut Pechlaner, der ehemalige Direktor des Tiergartens Schönbrunn. "Heu und Gras als Futterbasis haben darüber hinaus den Vorteil, dass bei dessen Verfütterung im Gegensatz zu gärenden Futtermitteln nachweislich eine deutlich geringere Geschmacksbeeinträchtigung in der Milch auftritt."

Österreich ist Heumilch-Europameister

Die angepasste, natürliche Fütterungsart hat auch positive Auswirkungen auf die Verarbeitung des Rohstoffs Heumilch. Diese ist optimal für die Herstellung verschiedenster Käsespezialitäten geeignet. Das Spektrum reicht von Hart-, Schnitt-, Weich-, Frisch- bis zu Sauermilchkäse. Neben dieser Käsevielfalt bieten die heimischen Verarbeiter eine breite Palette an weiteren Milchköstlichkeiten an - von der Frischmilch über Topfen und Joghurt bis zu Butter und Sauermilch. Ebenso sind Bio-Heumilchprodukte als absolute Premiumartikel aus dem Kühlregal nicht mehr wegzudenken. Spezialitäten wie Ziegen- und Schafmilchprodukte runden das Sortiment ab. "Österreich ist damit das Land mit der größten Heumilch-Warenvielfalt - und das europaweit", sagt Neuhofer.

Heumilch punktet darüber hinaus mit einem besonders hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese gehören zu den ungesättigten Fettsäuren, die vom menschlichen Körper nicht selber produziert werden können. "Aufgrund ihrer großen Bedeutung für den Organismus müssen sie extern - zum Beispiel mit Heumilch - aufgenommen werden", weiß Pechlaner.

ARGE Heumilch

Die Arbeitsgemeinschaft vereinigt rund 8.000 Heumilchlieferanten sowie mehr als 60 Molkereien und Käsereien. Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent.

Die ARGE Heumilch Österreich im Internet: www.heumilch.at

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