Montag, 05. Dezember 2016


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Ständige Erreichbarkeit macht krank

(lifePR) (Eisenberg, ) Burnout ist ein aktuelles Thema, beruflich wie privat. Immer mehr Menschen leiden unter stressbedingter Überlastung und psychischen Erkrankungen. Der jetzt vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) veröffentlichte Fehlzeitenreport 2012 beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von flexibler Arbeit und psychischen Belastungen. Danach berichten vermehrt diejenigen Beschäftigten über psychische Beschwerden, die Schichtarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit leisten, häufig Überstunden machen oder Probleme haben, Beruf und Freizeit zu trennen.

"Seit 2004 ist die Zahl der AOK-Versicherten, die aufgrund einer psychischen Erkrankung in Behandlung sind, um 40 Prozent gestiegen ", sagt Walter Bockemühl, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland - Die Gesundheitskasse. Die Behandlungskosten beliefen sich bei der AOK bundesweit im Jahr 2011 auf 9,5 Milliarden Euro. Eine aktuell durchgeführte repräsentative Befragung des WIdO bei 2000 Beschäftigten zeigt deutliche Zusammenhänge zwischen ständiger Erreichbarkeit und psychischer Belastung. "Arbeitnehmer, die ständig erreichbar sind, die immer am oberen Limit arbeiten oder lange Anfahrtswege zur Arbeit in Kauf nehmen, sind großen psychischen Belastungen ausgesetzt", erläutert Walter Bockemühl.

Deshalb müssen die Menschen stärker zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit ihren Ressourcen befähigt und jeder Einzelne in die Lage versetzt werden, seine eigenen Grenzen zu erkennen. Gefährdete Personen sollen sich selbst Zeit und Raum zum Ausruhen und Regenerieren geben und einen Ausgleich suchen wie Sport, Musik oder andere Hobbys. Zudem ist es wichtig, die notwendige Distanz zur Arbeit zu behalten oder zu schaffen. Bewährte Präventionsmaßnahmen sind Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Achtsamkeitsübungen.

Die AOK handelt

Die Gesundheitskasse ist in der Prävention schon jetzt besonders aktiv. Mit jährlich mehr als 4500 Kursen ist sie unter den Krankenkassen Marktführer im Bereich der Prävention. Neben Kursangeboten zur Entspannung bietet die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in diesem Halbjahr erstmals flächendeckend Kurse zur Burnoutprävention an. Die Termine und Orte der Veranstaltungen findet man im Internet unter www.aok.de/rps. (AOK-Programme > Gesundheitsprogramm)

Auch für Personen, die aus Zeitgründen nicht an einem Kurs teilnehmen können, hält die AOK mit dem online-Programm Stress im Griff ein entsprechendes Angebot bereit. Näheres unter www.stress-im griff.de.

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