Dienstag, 06. Dezember 2016


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Fahrradindustrie möchte Lobbyarbeit stärken

Hochrangige Gäste beim Advocacy Summit auf der Eurobike

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Fahrradindustrie ist bereit, die Lobbyarbeit noch stärker zu unterstützen, sowohl finanziell wie auch ideell. Spitzenvertreter aus Industrie und Verbänden trafen sich gestern im Rahmen des Advocacy Summit auf der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen und bekräftigten, in Zukunft noch mehr zusammenzuarbeiten. Zum Fahrradgipfel luden der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), der Europäische Radfahrerverband ECF sowie deren Unterstützer aus dem ADFC-Förderkreis und dem Cycling Industry Club (CIC).

ADFC und ECF verdeutlichten, dass Lobbyarbeit sich nachhaltig auf die Verkaufszahlen auswirken wird. Wäre der Radverkehrsanteil überall in Europa so hoch wie in Dänemark, ließen sich jährlich 30 Millionen Fahrräder mehr verkaufen. Selbst wenn sich der Radverkehr in Europa "nur" verdoppeln würde, nähme der Verkauf von Fahrrädern um zehn Millionen Stück zu.

Tim Blumenthal, Chef der amerikanischen Lobbyorganisation Bikes Belong zeigte anschaulich, dass 60 Prozent der Bevölkerung grundsätzlich auch im Alltag das Fahrrad nutzen würden, wenn sie sich sicherer fühlten. "Hier muss Lobbyarbeit ansetzen und diese 60 Prozent aufs Fahrrad bringen", sagte auch ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork. "Soviel Downhill-Mountainbikes kann die Industrie gar nicht verkaufen, wie sie an 50 Prozent mehr Pendlern verdient, die aufs Rad umsteigen."

Nach einer Analyse von ECF und ADFC verkaufen Länder mit dem höchsten Anteil an Fahrradtransport in öffentlichen Verkehrsmitteln auch die meisten Fahrräder. Stiege der Fahrradtransport in Deutschland um vier Prozent wie im Entwurf des Nationalen Radverkehrsplans 2020 vorgesehen, ließen sich hierzulande 800.000 Fahrräder mehr verkaufen, schätzen ADFC und ECF.

Auf dem Advocacy Summit kamen hochrangige Vertreter aus Fahrradindustrie und -verbänden zusammen. Rund 120 Gäste aus Industrie und Handel folgten der Einladung von ADFC und ECF. René Takens, Geschäftsführer von Europas größtem Fahrradhersteller, der Accell Group, Stan Day, Präsident von Sram und Initiator des Sram Cycling Fund, und auch Tony Lo, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Giant, bekräftigten auf dem Podium ihr finanzielles Engagement für die Lobbyarbeit.

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