Samstag, 10. Dezember 2016


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Jobcenter Leipzig: Neues Projekt zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit gestartet

(lifePR) (Leipzig, ) .
- optimales Betreuungsverhältnis
- jeder Teilnehmer bekommt einen Coach
- Betriebsakquisiteure werben im Außendienst gezielt Stellen ein
- Jobcenter appelliert an Unternehmen, Langzeitarbeitslose einzustellen

Im Jobcenter Leipzig hat dieser Tage ein neues Projektteam die Umsetzung des Bundesprogramms zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit gestartet. In den nächsten zwei Jahren begleitet das Team zusätzlich zu den originären Vermittlerteams des Jobcenters langzeitarbeitslose Menschen auf dem Weg in dauerhafte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das Projekt wird bundesweit vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt und in Leipzig mit 9,5 Mio. € gefördert.

"Wir freuen uns, den Zuschlag auf unsere Bewerbung erhalten zu haben. Das Projekt ist speziell für langzeitarbeitslose Menschen, ohne Berufsabschluss und mit ungünstiger Prognose zur Beschäftigungsaufnahme zugeschnitten", beschreibt Dr. Simone Simon, Geschäftsführerin des Jobcenters Leipzig die Rahmenbedingungen. "Auf diesem Weg wollen wir etwa 230 zusätzliche und vor allem stabile, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse erreichen", so Dr. Simon weiter.

Das Projekt setzt auf vier erfolgsversprechende Elemente:

- Mit einem besonders niedrigen Betreuungsverhältnis von 1:40 richtet sich das Projekt an Menschen, die ohne Unterbrechung länger als zwei Jahre arbeitslos sind, keinen verwertbaren Berufsabschluss und eine ungünstige Prognose zur Beschäftigungsaufnahme haben. Zusätzlich, in wesentlich kleinerem jedoch noch intensiverem Rahmen, werden auch Personen begleitet, die länger als fünf Jahre arbeitslos sind und deren persönliche Situation eine Arbeitsaufnahme bisher sehr schwer gemacht hat (Bsp.: gesundheitliche Einschränkungen, fehlender Schulabschluss, Schwerbehinderung, fehlende Sprachkenntnisse).

- Neben dem niedrigen Betreuungsschlüssel und der damit verbundenen hohen Kontaktdichte ist das Jobcenter mit Betriebsakquisiteuren unterwegs und wirbt, in enger Kooperation mit dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Jobcenter und Arbeitsagentur, bei den Unternehmen der Region möglichst passende Arbeitsstellen in Teilzeit oder Vollzeit ein.

- Bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bekommt jede Person einen externen Coach an die Seite gestellt, der zu Fragen und Problemen rund um die Arbeitswelt und der persönlichen Situation berät, zwischen den Partnern vermittelt und gern auch motiviert und den Rücken stärkt. Regelmäßig können auftretende Schwierigkeiten mit den Sozialarbeitern/-innen direkt vor Ort im Betrieb besprochen werden.

- Die vierte Säule des Projektes richtet sich an die Unternehmen. Neben der arbeitsplatzbezogenen Qualifizierung der Bewerber/-in sind langfristig angelegte und in der Höhe gestaffelte Lohnkostenzuschüsse zwischen 25 und 75 Prozent für die Unternehmen vorgesehen.

- "Wir setzten auf die Bereitschaft der Wirtschaft, langzeitarbeitslose Menschen einzustellen und unterstützen individuell mit Qualifizierungen, finanziellen Zuschüssen und unseren Coachs vor Ort. Unser Projektteam besteht aktuell aus sieben erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, die sich auch als Brückenbauer zwischen den Bewerbern und den Unternehmen verstehen und alle Möglichkeiten ausschöpfen werden, die beiden Seiten zusammenzubringen," appelliert die Jobcenter-Chefin an die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hier in Leipzig.

Überblick:

Neben den originären Vermittlerteams arbeitet das Jobcenter Leipzig in der Arbeitsvermittlung an folgenden, kundenspezifischen Integrationsprojekten:

1. Bundesprogramms zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit
2. Projekt Mehrwert 50plus
3. ArbeitDIREKT
4.Fachvermittlung für Ärzte und Ingenieure
5. Mini-Job-Vermittlung

Situation Arbeitsmarkt: Arbeitsmarktentwicklung nach Rechtskreisen SGB III und SGB II

Im Mai waren 6.023 Menschen im Rechtskreis SGB III in der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Das waren -232 weniger als im Vormonat und -88 weniger als im Mai 2014. Im Rechtskreis SGB II waren 22.184 Menschen im Jobcenter Leipzig arbeitslos registriert. Das waren +252 mehr als im April 2015 und -215 weniger als vor einem Jahr. 78,6 Prozent aller arbeitslosen Leipziger wurden vom Jobcenter und 21,4 Prozent von der Arbeitsagentur betreut. In Leipzig gab es im Mai 42.403 Bedarfsgemeinschaften. Das sind +92 mehr als im Vormonat, aber -797 weniger als im Mai des Vorjahres. Das Jobcenter Leipzig betreut aktuell 52.806 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Im Vergleich zum Vormonat betrug der Anstieg +72. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl um -917 Personen.

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