Sonntag, 11. Dezember 2016


Chancen und Risiken der Wissenskommunikation mit mobilen Medien

Sonderkonzert Monteverdi-Chor mit Preisvergabe / 2. Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung geht an Prof. Schwab und fördert Grundlagenforschung

(lifePR) (Würzburg, ) Der zweite Forschungsförderpreis der Universität Würzburg, verliehen durch die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp, geht 2015 an das Forschungsprojekt des Medienpsychologen Prof. Dr. Frank Schwab "Mobile Media - Smart Devices for Smart Use?" am Institut für Mensch-Computer-Medien. Das durch den Forschungsförderpreis unterstützte Team von Prof. Schwab untersucht das mentale Investment unterschiedlicher User im Umgang mit mobilen Medien: "Mit Hilfe der Stiftung werden wir erforschen, wie unterschiedliche Nutzer mobiler Geräte ihren mentalen Aufwand gestalten, um sich Informationen anzueignen. Dies legt einen Grundstein zur angemessenen Gestaltung moderner digitaler Wissenskommunikation. Dafür ganz herzlichen Dank!"

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wurde am 12. April 2015 in der Würzburger Neubaukirche im feierlichen Rahmen eines Sonderkonzerts des Monteverdi-Chors unter Chorleiter Professor Matthias Beckert verliehen.

Die in Würzburg ansässige Vogel Stiftung unterstützt die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, um Spitzenleistungen in der Forschung durch die Förderung sichtbar zu machen. Dies soll mittels einer jährlichen Preisvergabe, dem "Forschungsförderpreis der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp", geschehen und wird über den Universitätsbund organisiert. An der diesjährigen zweiten Ausschreibung hatten sich insgesamt fünf exzellente Forschungsprojekte beteiligt und Förderanträge eingereicht.

Universitätsvizepräsident Prof. Dr. Martin Lohse dankte dem Stifter "für das herausragende Engagement zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an unserer Alma Mater" und wünschte dem Preisträger viel Erfolg für die Forschungen. Auch David Brandstätter, Vorsitzender des Universitätsbundes, dankte der Vogel Stiftung: "Hier wird Forschung gefördert in einem Bereich, der längst unser Alltag ist, aber in dem wir noch viel zu wenig wissen über die Auswirkungen auf uns: die Technik der mobilen Kommunikation."

Hintergrundinterview mit dem Leiter des Forscherteams
Wie sehr strengen wir uns geistig an, wenn wir Fernsehen schauen, ein Buch oder Webinhalte auf dem Smartphone lesen? Oder anders formuliert: Welchen mentalen Aufwand investieren wir im digitalen Zeitalter in die Rezeption von Medieninhalten. Das Projekt erforscht den "amount of invested mental effort".

Wieso ist der mentale Aufwand so wichtig?
Prof. Schwab: Das mentale Engagement im Umgang mit Medien entscheidet darüber was und wieviel wir aus den Medien lernen. Strengen wir uns an, weil wir Inhalte durchdringen und uns aneignen wollen, geschieht dies eher, als wenn wir ein Medium nur so nebenbei konsumieren. Und über dieses Engagement entscheidet auch das Medium selbst bzw. das Image des Mediums.

Was macht das Forschungsprojekt?
Die heutige Medienlandschaft wird entscheidend auch von digitalen Medienangeboten geprägt. Dank unserer mobilen Endgeräte greifen wir fast von überall auf diese Angebote zu: Ob am Frühstückstisch, in der Straßenbahn oder an der Supermarktkasse. Bisher noch kaum untersucht wurde dabei die Frage, welchen mentalen Aufwand die Nutzer/innen im Umgang mit mobilen Medien zeigen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich Wissensaneignung im digitalen Zeitalter abspielt. Hierzu leisten wir Grundlagenforschung, die künftig in die effiziente Gestaltung von digitalen (Wissens-) Medien einfließen kann.

Welche Erkenntnisse erhoffen Sie sich?
Das durch den Forschungsförderpreis ausgezeichnete Projekt wird einen Grundstein für weitere Forschung in diesem wichtigen Bereich legen. Für unsere moderne Informationsgesellschaft, für die die Ressourcen in den Köpfen ihrer Mitglieder zentral sind, wird Bildung auch mittels digitaler und mobiler Medien immer bedeutsamer. Nur durch ein grundlegendes Verständnis davon, wie Menschen mit diesen Medien umgehen und welche Auswirkungen dies auf unsere Verarbeitung von Informationen hat, können wir die Neuen Medien wirklich für uns nutzen. Nur so kann ein besseres Verständnis des neuen und mobilen Lernens erfolgen, was es uns ermöglicht, Chancen und Risiken moderner Kommunikationstechnologien und damit mobiler Bildungs- und Wissensangebote besser einschätzen zu können. Denn: Sie sind ein Schlüssel zu einer erfolgreichen Gestaltung unserer modernen wissensbasierten Gesellschaft.

Weitere Infos unter: www.mcm.uni-wuerzburg.de, www.vogel-stiftung.de und www.unibund.uni-wuerzburg.de
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