Dienstag, 27. September 2016


Ausstellung 2015 in den Thüringer Städten

(lifePR) (Weimar, ) Wer in Thüringen unterwegs ist, lässt sich immer auch auf eine Zeitreise mit unterschiedlichsten, oft überraschenden Stationen ein:

So betrachten die Museen der Stadt Mühlhausen vom 12.06. - 11.10. "In Ton gebrannte Zeit". Die Menschen des Neolithikums hinterließen im Hainich-Unstrut-Gebiet sehr unterschiedlich dekorierte Keramikgegenstände mit deren Hilfe sich elf verschiedene Kulturen identifizieren lassen.

In Saalfeld öffnet das Stadtmuseum im Franziskanerkloster aus dem 11. Jahrhundert vom 21.03. - 10.05. seine Depots, um 111 selten gezeigte Kostbarkeiten verschiedenster Epochen zum 111. Geburtstag des Hauses als Museum zu präsentieren.

Mit dem Besuch der ganz erstaunlichen Ausstellung "Rococo en miniature" auf der Heidecksburg in Rudolstadt wird die opulente Welt des Rokoko lebendig. Die kleinen Kunstwerke erzählen kleine Geschichten hinter prächtigen Fassaden.

Im Rahmen des Jenaer Themenjahres "Romantik. Licht. Unendlichkeit" werden drei Ausstellungen gezeigt. "Sehnsuchtsraum Natur" vom 3.4. - 28.6.2015 im Stadtmuseum Jena will mit einer Zeitreise in die Romantik Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden des romantischen und heutigen Naturverständnisses und Naturverhältnisses nachgehen. Die Ausstellung "Es waren schöne glänzende Zeiten ..." möchte vom 31.5. - 27.9.2015 im Romantikerhaus Jena die literarische Rezeption der Renaissancekunst durch die romantischen Autoren und den Einfluss auf die Anfänge der modernen Kunstgeschichte verdeutlichen. Ausgehend von Bildern der Meister der Romantik unternimmt zuletzt die Ausstellung "Das Unendliche im Endlichen" den Versuch, die sich wandelnden Positionen romantischen Denkens und Gestaltens in der zeitgenössischen Kunst aufzuzeigen und ist vom 30.8. - 22.11.2015 in der Kunstsammlung Jena zu sehen.

Tipp: Zur Eröffnung der Ausstellung "Alles Licht - UNESCO Lichtjahr 2015" vom 30.10.2015 - 06.03.2016 erleuchtet die "Nacht des Lichts" in der historischen Innenstadt in Meinigen mit Installationen und Experimenten, die spielerisch und sinnlich Brücken zu elementaren Licht-Erfahrungen bauen.

In Nordhausen zeigt das Haus Meyenburg vom 03.04. - 04.10. die Radierzyklen der beiden spanischen Künstler Francisco de Goya und Salvador Dalí. Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, ergänzt sich in erschreckender Weise durch die Intensität der Darstellung der sozialen Missstände und des Krieges.

Das Künstlerhaus Avantgarde in Apolda entführt vom 13.06. - 26.08. nach Paris, wo sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein deutscher Künstlerkreis im Café du Dôme traf. Die Ausstellung widmet sich Künstlern die ab 1900 in Paris lebten und ihren Stil, aber auch ihre Lebensart durch den Kontakt mit der französischen Avantgarde veränderten.

Das Lindenau-Museum, Altenburg lädt zu Zeit- und Weltreisen ein: Bis zum 14. Juni zeigt man unbekannte Schätze aus den Sammlungen "Ägypten in Altenburg", vom 01.08. - 25.10. schenken uns die Ansichten von Agenlo Uggerie (1754-1837) ein "Souvenir de Rome". Der zeitgenössische Künstler Gerhardt Altenbourg gibt mit zwei Ausstellungen Anlass zum fantasievollen Verreisen. Mit den "Geborstenen Zinnen von Troja" wird noch bis zum 03.Mai erstmalig das monumentale Holzdruck-Unikat von über zwei Metern Länge nach Ankauf und Restaurierung gezeigt. Im Dialog mit Julius Bissier (1893-1965) vom 25.04. - 19.07. liegt der Schwerpunkt auf den ostasiatisch anmutenden, kalligraphischen Zeichnungen.

Im Sommerpalais in Greiz hat sich seit vielen Jahren die Satire eingenistet. Bis zum 31. Mai heißt es "heiter bis froschtig" - mit Cartoons auch aus Froschperspektiven. Ab dem 06.06. - 04.10 amüsiert die 8. Triennale der Karikatur die Besucher.

Sehnsucht Heimat? Ist die Frage, der sich die in der Region lebenden Künstler Udo Eisenacher, Marlene Magnus, Cordula Hartung, Beate Debus, Hans Hattop ohne romantisierende Heimattümelei vom 13.06. - 18.10. mit Gemälden, Graphiken und Objekten in der Städtischen galerie ada in Meiningen stellen wollen.

Auch in der Galerie im Schloss von Sondershausen sind mit Jürgen Rennebach vom 30.05. - 30.08. und Günther Jahn vom 12.09. - 03.01. zwei Gegenwarts-Künstler der Region mit ihrem Werk umfangreich zu sehen.

Mit Zeichenstift und Fotoapparat durchstreiften Georg Renger und Evi-Schwappach-Bieber zwischen 1909 und heute die Stadt Ilmenau. Ihre sehr persönlichen Ilmenauer Impressionen erkunden jeweils Unsichtbar-Sichtbares im Wandel der Stadt, der unbemerkt im Getümmel des Alltags verschwindet. Die Kohlezeichnungen und Fotos sind in der Sonderausstellung im GoetheStadtMuseum vom 29.03. - 13.09. zu sehen.

In diesem Sommer widmet sich das Schloßmuseum Arnstadt vom 18.07.-04.10. in der Sonderausstellung "Über die Jahre - Malerei und Grafik von Rolf Huber" dem OEuvre des bis heute in Arnstadt lebenden Künstlers, dessen intensive Naturverbundenheit sich in allen seinen Werken widerspiegelt.

Das Cranachjahr beherrscht im Themenjahr der Reformationsdekade "Bild und Bibel" den Ausstellungskalender:

Zum 500. Geburtstag Lucas Cranach d.J. lädt Weimar zur Jubiläumsausstellung "Cranach in Weimar" vom 3. April bis 14. Juni ein. Im Schiller-Museum zeigt die Klassik Stiftung Weimar ihre neu bearbeiteten reichen Bestände. Sie veranschaulicht Leben, Werk und Wirkung von Vater und Sohn an der Schwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit. Zur Ausstellung gehört der Cranach-Altar in der Stadtkirche St. Peter und Paul, eines der wichtigsten bildlichen Zeugnisse der Reformation. Zahlreiche Sonderführungen und Veranstaltungen begleiten in Weimar das Programm.

Unter dem Titel "Bild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation" beleuchtet die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha vom 29.03. - 29. 07. das Werk des Künstlers als ein Mittel der politischen Propaganda im Dienste der reformierten Machthaber und der reformatorischen Ideen. Die Entstehung der Arbeiten aus eigenen Beständen und von nationalen und internationalen Leihgebern erstreckt sich vom 1505 erfolgten Eintritt Cranachs in die Dienste Friedrichs des Weisen bis zum Tod Johann Friedrichs des Großmütigen im Jahr 1552. So wird Kunst zur spannenden Zeitgeschichte und gibt einen neuen Einblick in die Bedeutung der Kunst für die Reformation.

Erfurt wählt drei historische Orte und zeigt im Dom und im Angermuseum vom 27.06. - 20.09. "Kontroverse und Kompromiss: Der Pfeilbildzyklus des Mariendoms und die Kultur der Bikonfessionalität im Erfurt des 16. Jahrhunderts", dazu passend im Stadtmuseum-Haus zum Stockfisch "Tolle Jahre - An der Schwelle der Reformation" mit der "Luther-Sammlung" und Holzschnitten nach Lucas Cranach.

Das Lutherhaus in Eisenach wird voraussichtlich am 26. September nach zweijähriger Bauzeit wieder eröffnet. Zu sehen ist dann die neue Dauerausstellung "Luther und die Bibel". Die Stiftung Lutherhaus Eisenach präsentiert hier Luthers welthistorische Bibelübersetzung und ihre kulturhistorische Wirkung auf Musik, Literatur und Sprache. Im Vorfeld ist auf der Wartburg die Sonderausstellung - "Bild und Botschaft - Lutherporträts der Cranach-Werkstatt" vom 02.04. - 29.06. zu sehen.
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