Samstag, 01. November 2014


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Nach dem Abitur Osteopathie studieren: Erster grundständiger Bachelor-Studiengang Deutschlands in Hessen

(lifePR) (Wiesbaden/Idstein, ) Zum Wintersemester 2011 wird der erste grundständige akkreditierte Bachelor-Studiengang Osteopathie Deutschlands eingerichtet. Die Hochschule Fresenius in Idstein in Hessen bei Wiesbaden bietet Abiturienten, Schülern mit Fachhochschulreife und Personen mit Hochschulzugangsberechtigung dann die bisher einmalige Chance, in acht Semestern einen nach den Bologna-Kriterien anerkannten akademischen Bachelor-Abschluss in Osteopathie zu erzielen. Ein einjähriger konsekutiver Master-Studiengang ist in Planung. Initiator dieses qualitativ hochwertigen BaföG-befähigten Angebots ist der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V.

In Deutschland erfreut sich die Osteopathie als ganzheitliche Therapieform zunehmender Beliebtheit. Als eine wirksame Form der Medizin, die nur mit den Händen praktiziert wird, verzichtet die Osteopathie auf Medikamente und chirurgische Eingriffe. Osteopathen betrachten den menschlichen Körper als untrennbare Einheit und untersuchen ihn nach den Ursachen der Beschwerden. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis der menschlichen Anatomie und Physiologie. Dabei versteht sich die Osteopathie als eine die Schulmedizin sinnvoll ergänzende Form der Therapie.

Unter der Leitung des Akademisierungsexperten Professor Bernhard Meyer haben erfahrene Mitglieder des VOD aus den Bereichen Lehre, Forschung und Praxis ihre Erkenntnisse in mehrjähriger Arbeit in ein Curriculum übertragen, das nun an der Hochschule Fresenius umgesetzt wird. Der Bachelor-Studiengang Osteopathie stellt die Osteopathie umfassend und in all ihren grundlegenden Aspekten dar: vom neuesten Stand des medizinischen Wissens, der aktuellen Forschung, des medizinischen und osteopathischen Grundwissens. Er umfasst die eigenständige Befunderhebung, Interpretation anderer Befunde, die Therapieplanung und die osteopathische Behandlung unter Berücksichtigung der ostepathischen Philosophie und Geschichte.

"Der Vorteil der Akademisierung für die Osteopathie als eigenständige Fachdisziplin liegt darin, dass sie in einen kontinuierlichen Forschungsprozess eingebunden sein wird sowie einen staatlich lizensierten Abschluss mit breiter Anschlussfähigkeit und internationaler Anerkennung innerhalb und außerhalb Europas erhält", sagt VOD-Vorsitzende Marina Fuhrmann MSc. Fachübergreifende und interdisziplinäre Inhalte tragen zur beruflichen, fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung der Studierenden bei. Das Studium befähigt zu eigenverantwortlichem beruflichen Handeln, sei es in Praxen oder Kliniken oder neueren Kooperationen integrierter Patientenversorgung und ermöglicht auch weitergehende Spezialisierungen oder Vertiefungen. Die Studenten werden in den vier Jahren auf die externe Heilpraktikerprüfung vorbereitet und haben sehr gute Berufsaussichten in einer aufstrebenden Branche als Osteopath/in.

Das dynamische und fächerübergreifende Fachgebiet Osteopathie zielt auf die Erhaltung und Förderung der Gesundheit sowie auf eine Weiterentwicklung des Gesundheitssystems unter den Aspekten integrativ-individueller Patientenversorgung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die Studierenden sind befähigt, an der forschenden und wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Osteopathie mitzuwirken. Eingeteilt ist der neue Bachelor-Studiengang in fünf Lernfelder und diverse Module, in denen unterschiedlichen Kompetenzen vermittelt werden.

Die Vorteile der Akademisierung der Osteopathie für den Patienten bestehen darin, dass durch eine breitere Bildung der Osteopathie-Studenten und durch die fortlaufend geprüfte Standardisierung der Qualität der Osteopathie eine höhere Sicherheit entsteht. Damit steigt wiederum die Kooperationsfähigkeit mit anderen Gesundheitsberufen, was auch einem breiteren, integrierten Versorgungsansatz für Patienten zugute kommen dürfte. Hiermit ist ein Standard definiert, der dem Gesetzgeber eine fachlich fundierte Grundlage liefert, um ein eigenständiges Berufsbild des Osteopathen zu etablieren. "Der Bedarf an akademisch ausgebildeten Therapeuten wächst. Als erste Hochschule in Deutschland gestaltet die Hochschule Fresenius diese Entwicklung wegweisend schon seit über 13 Jahren durch das Angebot von Studiengängen wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie", erläutert Professor Dr. Achim Jockwig, Vizepräsident und Dekan des Fachbereichs Gesundheit der Hochschule Fresenius. "Im Sinne einer verbesserten Patientenversorgung fördern wir mit akademischen Ausbildungen im Therapiebereich - wie jetzt auch der Osteopathie - bewusst Wissenschaft und Forschung, um die Qualität der therapeutischen Behandlungsangebote zu erhöhen."

Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. zählt gegenwärtig mehr als 2000 Mitglieder und wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 in Wiesbaden gegründet. Der VOD verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: Er arbeitet für eine rechtliche Anerkennung der Osteopathie auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD qualifiziert osteopathisch behandelnde Therapeuten.

Mit über 3.900 Studierenden ist die Hochschule Fresenius einer der größten privaten Bildungsträger in Deutschland. Gegründet 1848 als Chemisches Laboratorium Fresenius in Wiesbaden unterhält die Hochschule heute Campus-Standorte in Idstein/Frankfurt, Köln, Hamburg und München. Neben dem Fachbereich Gesundheit unterhält die Hochschule Fresenius die Fachbereiche Chemie und Biologie sowie Wirtschaft und Medien. In allen Fachbereichen werden Bachelor- und Masterprogramme in Voll- und Teilzeit angeboten. Praxisnahe Ausrichtung der Studien- und Ausbildungsinhalte auf berufliche Anforderungen hin sowie kleine Studiengruppen auf jedem Campus zeichnen die Bildungsangebote der international vernetzten Hochschule Fresenius aus. Als erste deutsche Hochschule, die grundständige und berufsbegleitende Studiengänge in den therapeutischen Berufen Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie eingeführt hat, nimmt Hochschule Fresenius national eine Vorreiterrolle in der Akademisierung der Therapieberufe ein.
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