Donnerstag, 08. Dezember 2016


TÜV SÜD-Tipp: Vorgereiftes Obst und Gemüse richtig lagern

TÜV SÜD-Experten erklären Vorreifung

(lifePR) (München, ) Erdbeeren im Januar und Äpfel im Mai: Für das Angebot vieler Obst- und Gemüsesorten scheint der traditionelle Erntezeitpunkt in Deutschland längst unwichtig geworden zu sein. Das meinen laut aktueller TÜV SÜD-Umfrage fast 40 Prozent der Verbraucher. Für sie ist der Genuss von Obst und Gemüse auch außerhalb der Erntezeiten sehr wichtig oder wichtig. Die Experten von TÜV SÜD erklären, wie die Reife der Früchte gefördert wird und wie Verbraucher mit vorgereiften Früchten am besten umgehen.

Eine große Produktpalette an Obst und Gemüse ist ganzjährig im Supermarkt zu finden. In der Verbraucherumfrage zur Lebensmittelsicherheit von TÜV SÜD gaben knapp 40 Prozent der Befragten an, dass der Genuss von Obst und Gemüse außerhalb der Erntezeiten wichtig ist. "Dass viele Früchte schon im späten Winter frisch zur Verfügung stehen, hängt mit der Technologie der Vorreife zusammen", sagt Dr. Andreas Daxenberger, Lebensmittelexperte bei TÜV SÜD.

Doch was bedeutet vorgereift? Wie sieht es mit der Lagerung aus und wann isst man diese Früchte am besten? Avocados, Mangos, Papaya und Co. zum Beispiel haben je nach Anbaugebiet ganzjährig Saison im Supermarkt. Häufig sind die Früchte aber beim Kauf steinhart und werden auch zu Hause lange nicht weich. Manche von ihnen besitzen zunächst keine Süße, verderben aber in der Küche innerhalb weniger Tage.

Das Reifegas - ein Trick der Natur:

Die Erklärung liegt in der Biologie der Früchte: Einige von ihnen wie z.B. Avocados, Kiwis, Bananen aber auch Pfirsiche, Tomaten und Äpfel sind stark ethylenerzeugende Früchte. Sie reifen nach der Ernte weiter, da sie selbst Ethylen produzieren - ein Gas, das den Reifungsprozess stimuliert. Geerntet werden diese Sorten daher nicht vollreif, sondern zur so genannten Pflückreife. Sie reifen dann erst während des Transports und der Lagerung endgültig aus. Doch nicht immer kann der optimale Reifepunkt genau bestimmt werden. Die Früchte sind dann im Geschäft entweder bereits überreif oder noch nicht komplett ausgereift.

Reife auf den Punkt

Um den Kunden beim Kauf ein punktgenau gereiftes Produkt anbieten zu können, kommen daher immer häufiger vorgereifte Früchte in den Handel. Diese Vorreifung wird bei Bananen bereits seit Jahrzehnten angewendet. Pflückreif geerntet werden die frischen Produkte unter kontrollierter Atmosphäre transportiert bzw. gelagert. Durch eine Reduktion von Sauerstoff liegen die Früchte im künstlichen Tiefschlaf und können nicht nachreifen. Erst vor dem Verkauf werden sie geweckt und beginnen nun sofort nachzureifen. Unterstützt wird dieser Reifungsprozess, indem die Früchte einige Tage bei einer bestimmten Temperatur unter Zugabe des Reifegases Ethylen gelagert werden. Sie reifen dabei zum essfertigen Produkt aus und können bereits direkt nach dem Kauf genossen werden. Studien zum Nährwert von Mangos haben gezeigt, dass vorgereifte Früchte kaum Unterschiede zu traditionell ausgereiften Früchten aufweisen. Zu früh geerntete Früchte bilden allerdings auch bei der Nachreifung nicht mehr ausreichend Aroma und Nährstoffe aus.

Tipps für Verbraucher

"Für Verbraucher bedeutet das aber auch, dass vorgereiftes Obst und Gemüse nicht mehr lange zu Hause gelagert werden kann. Verbraucher sollten vorgereifte Früchte möglichst schnell verzehren", so Daxenberger. Viele dieser Früchte vertragen außerdem keine Kälte, der Kühlschrank ist für sie also tabu. Jede Sorte produziert zudem unterschiedlich viel Reifegas bzw. ist ihm gegenüber nicht gleichermaßen sensibel. Ethylenproduzierende Früchte (z.B. Stein- und Kernobst, Melone, Banane und Tomaten) sollten deshalb immer getrennt von ethylenempfindlichen Sorten (z.B. Auberginen, Gurken, Salat, Petersilie, Blumenkohl, Möhren, Kürbisse) aufbewahrt werden.

Weitere Informationen rund um das Thema Lebensmittelsicherheit gibt es unter www.tuev-sued.de/....
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