Montag, 05. Dezember 2016


Managing security, safety and privacy in Smart Factories

White Paper von Munich Network und TÜV SÜD

(lifePR) (München, ) Die Informations- und Kommunikationstechnologie hält Einzug in die Produktionsstätten. In der Industrie 4.0 bieten Smart Factories die Möglichkeit, Qualität, Effizienz und Flexibilität der Produktion zu optimieren. Die zunehmende Vernetzung der Produktion und die Verarbeitung großer Datenmengen stellt Industrieunternehmen aber auch vor neue Herausforderungen. Intelligente Produktionssysteme sind anfälliger für feindliche Attacken, Sabotage und Spionage. In ihrem White Paper "Managing security, safety and privacy in Smart Factories" haben Munich Network und TÜV SÜD den aktuellen Kenntnisstand zusammengefasst und einen Management-Leitfaden für Unternehmen entwickelt, die ihre Fabriken zu Smart Factories umbauen wollen.

"Die Digitalisierung der Wirtschaft und der Produktion bietet für die Industrie viele neue Möglichkeiten und zum Teil auch ganz neue Geschäftsmodelle", sagt Curt Winnen, Geschäftsführer des Munich Network e.V., einem unabhängigen Netzwerk für Entrepreneurship und Innovation mit Sitz in München. "Das ist eine große Chance für den Standort Deutschland, wo mehr als 20 Prozent der Wertschöpfung auf die produzierende Industrie entfallen." Um ihre weltweite Spitzenstellung zu verteidigen, müssen deutsche Unternehmen nach Aussage von Winnen auch eine führende Rolle bei der Einführung von intelligenten Produktionsstätten oder Smart Factories übernehmen. Die wichtigsten Vorteile der Realisierung von Smart Factories bestehen in einem leichteren Zugang zu Informationen aus den Produktionsprozessen und von den Partnern in der Lieferkette, in einer intelligenten Analyse der dadurch entstehenden großen Datenmengen und in der direkten Kontrolle und Interoperabilität von Maschinen im Produktionsprozess.

IT-Sicherheit entscheidend für den Erfolg der Industrie 4.0

Durch die zunehmende Vernetzung der Produktionssysteme und die nötige Verarbeitung von großen Datenmengen sind Smart Factories allerdings anfälliger für feindliche Attacken, Sabotage und Spionage als konventionelle Produktionsstätten. "Damit wird die IT- und Datensicherheit zu einem entscheidenden Faktor für den Erfolg der intelligenten Produktion und der gesamten Industrie 4.0", erklärt Dr. Armin Pfoh, Vice President im Bereich Corporate Strategy & Innovation von TÜV SÜD. Ein besonderes Sicherheitsrisiko gibt es nach Aussage von Dr. Pfoh dann, wenn bestehende Produktionsstätten und Fertigungsanlagen mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten und zusätzlicher "Intelligenz" nachgerüstet werden.

In ihrem White Paper "Managing security, safety and privacy" gehen Munich Network und TÜV SÜD ausführlich auf die Herausforderungen ein, die mit der Einführung von Smart Factories verbunden sind. In Ergänzung zur Digitalen Agenda und zur Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung soll das White Paper eine praxisnahe Handlungsempfehlung für Manager aller Unternehmen sein, die ihre Produktionsstätten zu Smart Factories umbauen wollen. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit "Cyber Espionage and Cyber Sabotage", "Data Ownership, Rights of Use and Privacy", "Designing for IT-Security in Smart Factories" und "Incident Management, Liability and Insurance".

Schwerwiegende Folgen von Störungen in Smart Factories

"Die Folgen eines Versagens der IT-Sicherheit können in Smart Factories schwerwiegender sein, als die Folgen eines Versagens von Bürokommunikationssystemen", erklärt Dr. Florian von Baum, Partner bei der Rechtskanzlei Pinsent Masons und Mitautor der Studie. So könnten beispielsweise durch eine Störung der Produktionssysteme die Produktion zum Erliegen kommen, Kunden beeinträchtigt werden oder Unfälle verursacht werden, bei denen Maschinen beschädigt, Menschen verletzt und die Umwelt belastet werden.

Das White Paper macht deutlich, dass die Einführung von Smart Factories aufgrund der Komplexität des Themas die Aufmerksamkeit des Top-Managements erfordert und dass für die Umsetzung der Sicherheitsanforderungen die Stelle eines Chief Information Security Officer (CISO) eingerichtet werden sollte. "Es ist wichtig, dass Geschäftsführer schon früh in der Planung von Smart Factories die richtigen organisatorischen, technischen und juristischen Voraussetzungen schaffen, um die notwendige IT-Sicherheit und den Datenschutz gewährleisten zu können", betont Willem Bulthuis, Digitalisierungsberater und Mitautor der Studie. "Dazu müssen alle Management-Funktionen einen aktiven Beitrag leisten."

Das komplette White Paper "Managing security, safety and privacy in Smart Factories kann bei Munich Network oder TÜV SÜD angefordert oder unter www.tuev-sued.de/... heruntergeladen werden.

Munich Network ist eine von der Technologieindustrie selbst getragene, eigenorganisierte und unabhängige Einrichtung für Innovation und Entrepreneurship. Neben der starken Beteiligung von global agierenden großen, etablierten mittleren und ambitionierten jungen Technologieunternehmen gehören dem gemeinnützigen Verein Forschungseinrichtungen, Beteiligungsinvestoren, Finanzdienstleister, Beratungsunternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten an, die einen Großteil der deutschen Innovations- und Technologielandschaft abbilden. www.munichnetwork.com
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