Mittwoch, 23. Juli 2014


Influenza - die "echte Grippe"

(lifePR) (München, ) Viele Menschen leiden in den kalten Monaten eines Jahres mindestens einmal an einer Erkältung. Handelt es sich jedoch um eine Influenza, also eine echte Grippe, kann es gefährlich werden. Schwere Komplikationen, wie eine Lungenentzündung, können auftreten und im Ernstfall sogar tödlich enden. Wie aber erkennt man, ob es sich nur um eine Erkältung oder doch um eine ernst zu nehmende Grippe handelt? Was sind die Ursachen einer Influenza und wie kann sie behandelt werden? Die Experten von TÜV SÜD beantworten diese Fragen und erklären, für wen eine Grippe-Impfung empfehlenswert ist.

Grippaler Infekt oder echte Grippe?

Bei einem grippalen Infekt, auch Erkältung genannt, treten die Beschwerden meist langsam und schrittweise auf. Dabei kommt es zu Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und manchmal zu leichtem Fieber. Nach ungefähr drei Tagen ist der Höhepunkt der Beschwerden erreicht und nach etwa einer Woche ist die Erkrankung in den meisten Fällen überwunden. Ein Arztbesuch ist bei einem grippalen Infekt nicht zwingend nötig. Körperliche Schonung, Wärme und viel trinken sind im Regelfall ausreichende Behandlungsmethoden.

Eine Grippe tritt dagegen plötzlich auf. Innerhalb weniger Stunden stellt sich ein starkes Krankheitsgefühl ein. Typische Symptome sind plötzliches hohes Fieber ab 38,5° Celsius, trockener Reizhusten sowie starke Kopf-, und Gliederschmerzen. Zusätzlich können Schweißausbrüche, Halsschmerzen und Schwäche auftreten. Die Symptome klingen in der Regel nach sieben Tagen ab, ein Schwächegefühl und Appetitlosigkeit bleiben jedoch manchmal länger bestehen. Die Infektion mit Influenza-Viren schwächt den Körper, wodurch Bakterien leichter in den Körper eindringen und zu weiteren Krankheiten führen können. Aber auch die Grippeviren selbst können Organe wie die Lunge befallen. Zu den gefürchteten Komplikationen gehören Lungen-, Herzmuskel- und Gehirnhautentzündung. Vor allem bei Kindern, älteren Menschen mit Vorerkrankung und immunschwachen Personen sind diese Komplikationen bedrohlich. Daher wird Risikogruppen grundsätzlich empfohlen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Bei Verdacht auf eine Grippe-Erkrankung sollte man daher sofort einen Arzt aufsuchen.

Grippe-Viren

Die Grippe ist eine hoch ansteckende Infektion, die durch so genannte Influenza-Viren ausgelöst wird. Die Viren dringen über die Schleimhaut des Mundes, der Atemwege und der Augen in den Körper ein. Es gibt drei verschiedene Typen von Influenza-Viren: Influenza A-, B- und C-Viren. Für den Menschen sind nur Influenza A- und B-Viren relevant. Auch Tiere, wie Schweine und Vögel, können von Influenza A-Viren befallen werden, Influenza B-Viren treten dagegen praktisch nur beim Menschen auf. Leben Menschen und Tiere auf engem Raum miteinander, können sich Influenza-Viren, die hauptsächlich Tiere befallen und solche, an denen vor allem Menschen erkranken, vermischen und neue Subtypen bilden. Diese Subtypen sind häufig die Auslöser von gefährlichen Grippe-Pandemien. Beispiele dafür sind die Vogel- und Schweinegrippe-Erreger.

Übertragen werden Influenza-Viren hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion. Beim Husten, Niesen, Sprechen und Atmen werden von infizierten Personen so genannte Exspirationströpfchen ausgestoßen. Menschen in unmittelbarer Umgebung atmen diese in der Luft schwebenden Viren ein und stecken sich dadurch an. Aber auch durch direkten oder indirekten Handkontakt, also zum Beispiel durch Händeschütteln, über Haltegriffe, Türklinken und Telefonhörer kann das Virus übertragen werden. Auf diesen glatten Oberflächen überleben Grippe-Viren bis zu zwei Tage. Um eine Infektion zu verhindern, sollten Räume mindestens drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten gelüftet werden. Weitere Möglichkeiten, eine Ansteckung zu vermeiden, sind eine rechtzeitige Grippe-Impfung sowie regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Jedoch kann keine vorbeugende Maßnahme einen hundertprozentigen Schutz bieten.

Übrigens: Auf Geldscheinen bleibt das Influenza-Virus bis zu siebzehn Tage infektiös. Ob über Geldscheine jedoch auch wirklich vermehrte Ansteckungen zustande kommen, ist allerdings unklar. Quelle: Die Welt Online

Grippe-Therapie

Wird durch eine ärztliche Untersuchung bestätigt, dass eine Grippe-Infektion vorliegt, kann diese mit speziellen antiviralen Medikamenten behandelt werden. Durch diese Medikamente kann die Schwere der Erkrankung reduziert sowie die Dauer der Krankheit verkürzt werden, während das Risiko für Komplikationen sinkt. Es ist allerdings wichtig, antivirale Medikamente so früh wie möglich zu verabreichen.

Neben dieser antiviralen Therapie ist eine symptomatische Therapie möglich. So können die unangenehmen Symptome einer Grippe, wie Fieber, Schüttelfrost oder Labilität des Herz-Kreislaufsystems gemildert werden. Bestimmte Schmerzmittel wirken gegen Kopf- und Gliederschmerzen und senken das Fieber. Nasensprays oder -tropfen lassen die Nasenschleimhaut abschwellen und erleichtern das Atmen.

Auch der Patient selbst kann seine Genesung durch Ruhe und Meidung körperlicher und psychischer Anstrengung unterstützen. So kann der Körper seine ganze Kraft darauf verwenden, Viren und eventuelle Bakterien zu bekämpfen. Bei Fieber sollte man genügend trinken, da durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verloren geht. Ideal sind heiße Früchte- und Kräutertees, da sie zusätzlich Beschwerden einer Rachenentzündung lindern können. Inhalationen wirken oft wohltuend und befreien die Nase. Außerdem sollte neben Alkohol und Zigaretten auf alles verzichtet werden, was den Körper zusätzlich belastet.

Grippe-Impfung

Die beste Methode einer Influenza vorzubeugen, ist die Grippe-Impfung. Der optimale Zeitraum dafür ist zwischen September und November. Nach der Impfung dauert es etwa zwei Wochen, bis genügend Antikörper produziert wurden, um den Körper gegen eine Influenza-Infektion zu schützen. Da sich die Viren immer wieder verändern, muss die Impfung jedes Jahr mit einem neuen Impfstoff aufgefrischt werden. Es gibt einige Risikogruppen, denen eine Immunisierung besonders empfohlen wird. Dazu gehören Personen ab 60 Jahren, Patienten, die an einer Immunschwäche leiden, Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, Menschen, die in einem Pflegeheim leben sowie Personen, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben wie Ärzte, Polizisten und Pflegepersonal. Bei diesen Personengruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Impfung.

Eine Impfung sollte zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn man an einer akuten behandlungsbedürftigen Erkrankung wie einer hoch fieberhaften Infektion leidet. Grundsätzlich bespricht der impfende Arzt mit dem Patienten, ob und wann die Impfung geeignet ist. Dies gilt besonders bei eventuellen Allergien gegen Impfstoffbestandteile wie Hühnereiweiß.

Übrigens: Die saisonale Influenza-Impfung für 2010/2011 schützt auch gegen die sogenannte Schweinegrippe. Quelle: Robert Koch Institut

Betriebliches Gesundheitsmanagement - Investition in die Zukunft

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Weitere Informationen für Medien zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/presse/BGM.
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