Mittwoch, 28. September 2016


Über drei Millionen Euro pro Jahr zusätzlich für die TU

(lifePR) (Kaiserslautern, ) Heute haben Staatsministerin Vera Reiß und TU-Präsident Prof. Dr. Helmut J. Schmidt eine gemeinsame Zielvereinbarung unterzeichnet, die im Zusammenhang mit der Verbesserung der Grundfinanzierung der rheinland-pfälzischen Hochschulen um 25 Mio. Euro jährlich erarbeitet wurde. Die Erhöhung der Grundfinanzierung wurde durch die Grundgesetzänderung und die BAföG-Reform möglich: seit 1. Januar 2015 übernimmt der Bund die vollständige Finanzierung des BAföG und entlastet damit die Länder dauerhaft und verschafft ihnen so größere Spielräume für zusätzliche Ressourcen zur Stärkung insbesondere der Hochschulen.

Die rheinland-pfälzischen Hochschulen und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK) schließen diese Vereinbarung mit dem Ziel ab, die Hochschulen bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zu unterstützen und Bedingungen zu schaffen, die es ihnen erlauben, auch weiterhin in einer zunehmend durch Wissen geprägten und international vernetzten Welt eine Führungsrolle einzunehmen. Insbesondere stehen eine nachhaltige Stärkung von Forschung und Lehre, gute Beschäftigungsbedingungen des Personals an Hochschulen und bessere Karriere-perspektiven für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fokus der Aktivitäten, die im Rahmen dieser Zielvereinbarung unterstützt werden. Das Land Rheinland-Pfalz wird zur Umsetzung dieser Ziele die Grundfinanzierung der Hochschulen ab dem Jahr 2015 verlässlich anheben.

Aus dieser Erhöhung werden jährlich rund 1,5 Mio. Euro zur Deckung von Sachkosten (u.a. Energiekosten) und rund 1,8 Mio. Euro an Personalmitteln der TU Kaiserslautern zur Verfügung gestellt. Aus diesem Personalbudget werden 22 unbefristet besetzbare Planstellen im wissenschaftlichen Bereich finanziert. "Ich freue mich, dass wir mit dieser Initiative die Bedingungen für die Forschung an der TU Kaiserslautern verbessern können und auch bessere Studienbedingungen möglich werden. Besonders begrüße ich, dass die TU wichtige Strukturentscheidungen nun auch nachhaltig absichern und vielen Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen bieten kann", so Wissenschaftsministerin Vera Reiß.

Im Gegenzug verpflichtet sich die TU Kaiserslautern,

- zur Stärkung von Forschung und Lehre und besseren Studienbedingungen. Die im Rahmen dieser Vereinbarung zur Verfügung gestellten Stellen und Sachmittel dienen vor allem dazu, Schwerpunktbereiche der Hochschule gezielt auszubauen bzw. bereits eingeleitete Strukturentwicklungen zu sichern. Damit wird der Prozess der Profilbildung nachhaltig gestärkt und zugleich bessere Studienbedingungen durch günstigere Betreuungsverhältnisse ermöglicht.

- gute Beschäftigungsbedingungen an der Hochschule sicherzustellen. Bei der Besetzung von neu eingerichteten Stellen im Rahmen dieser Vereinbarung strebt die Technische Universität Kaiserslautern an, mindestens jede zweite Stelle mit einer Frau zu besetzen und damit der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft Rechnung zu tragen.

- gute Karriereperspektiven für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu bieten. Hierzu gehören international anschlussfähige Karrierephasen und transparente Karrierewege, die zur frühen Selbstständigkeit in Forschung und Lehre führen, konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen bieten und verlässliche Perspektiven auf allen Stufen der Karriereentwicklung sicherstellen. Hierbei soll insbesondere Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren mehr Planbarkeit für ihre Karriereentwicklung geboten werden. Dazu wird der Anteil der Juniorprofessuren mit Tenure-Track-Option ausgeweitet. Die Technische Universität Kaiserslautern verpflichtet sich, künftig mindestens 40 Prozent aller von der Universität ausgeschriebenen Juniorprofessuren mit einer Tenure-Track-Option auszustatten und über die Entwicklung bei der Besetzung von Juniorprofessuren dem MBWWK jährlich zu berichten.

- eine nachhaltige Sicherung der Aktivitäten in den Bereichen Gründung sowie Wissens- und Technologietransfer zu gewährleisten. Das Land hat die Technische Universität Kaiserslautern in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Fördermaßnahmen unterstützt, um Transfer- und Gründungsaktivitäten als wichtige Elemente der universitären Gesamtstrategie zu verankern. Die TU Kaiserslautern sichert zu, dass sie mit der vom Land gewährten Grundfinanzierung eine ausreichende finanzielle Unterstützung erhält, um die mit den bisherigen Förder-maßnahmen aufgebauten Strukturen, insbesondere die Technologietransferstellen der Kontaktstelle für Information und Technologie (KIT) und das gemeinsam mit der Hochschule Kaiserslautern etablierte Gründungsbüro Kaiserslautern, nachhaltig weiterzuführen. Die Technische Universität Kaiserslautern strebt damit an, ihren Beitrag zur Leistungserbringung und Funktionsfähigkeit des Transfernetzwerks Rheinland-Pfalz aufrecht zu erhalten.

TU-Präsident Helmut J. Schmidt und Kanzler Stefan Lorenz dankten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsministerin Vera Reiß für die dauerhafte Erhöhung der Grundfinanzierung der TU Kaiserslautern.
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