Samstag, 03. Dezember 2016


Muraho Frau Botschafterin, willkommen Ms. Nkulikiyinka!

(lifePR) (Kaiserslautern, ) Im Juni 2005 kam die erste Gruppe von 15 Regierungsstipendiaten aus Ruanda an die TU Kaiserslautern. Das war der Beginn einer jahrelangen fruchtbaren Zusammenarbeit der TU, initiiert von Prof. Dr. Jürgen Nehmer, mit der ruandischen Hochschule Kigali Institute of Science and Technology (KIST). Seitdem sind, finanziert vom ruandischen Erziehungsministerium, insgesamt 52 Studierende aus Kigali nach Kaiserslautern gekommen, um hier ihr komplettes Studium zu absolvieren - jeweils die besten ihres Jahrganges, die in Einzelgesprächen von einer Delegation von Professoren der TU persönlich vor Ort ausgewählt wurden. Viele dieser Studierenden von 2005 stehen inzwischen kurz vor den Abschlussprüfungen, die neueste Gruppe, die seit April 2009 an der TU immatrikuliert ist, bereitet sich derzeit in einem Intensivkurs Deutsch auf den Studienbeginn im Sommersemester vor. Auch sie wissen: Ihre Prognosen sind ausgezeichnet. Von den insgesamt 52 Studierenden musste bislang nur ein einziger Student sein Studium abbrechen. Eine Erfolgsquote, von der andere Studierende nur träumen können.

So ist es auch nur selbstverständlich, dass die neue ruandische Botschafterin Christine Nkulikiyinka letzte Woche eigens aus Berlin angereist war, um ihre erfolgreichen Studierenden persönlich kennen zu lernen und die Projektleiter und Koordinatoren auf Seiten der TU Kaiserslautern zu begrüßen. Bei einem Empfang an der TU Kaiserslautern zeigte sie sich hoch erfreut über die ausgezeichneten Leistungen der jungen Nachwuchswissenschaftler und lobte gleichzeitig die hervorragende Betreuung der Studierenden durch die Abteilung Internationales der TU. Ihr besonderer Dank galt Prof. Jürgen Nehmer, der mit Beginn des kommenden Jahres aus dem Universitätsdienst ausscheiden und damit auch die Projektleitung abgeben wird. Sie versicherte auch seinem Nachfolger ihre uneingeschränkte Unterstützung und regte für eine reibungslose Fortsetzung des Programms einen Workshop aller Beteiligten im kommenden Frühjahr an.

Die exzellente Hochschulausbildung in Kaiserslautern ist für die ruandischen Studierenden der Startpunkt für eine steile Karriere im Heimatland. Dabei hilft ihnen neben dem Wissen aus dem Studium die viel beschworene interkulturelle Kompetenz: Sie haben über den Tellerrand hinaus gesehen und werden vieles von dem, was sie in Deutschland erfahren haben, als Modell in ihre eigene berufliche Tätigkeit mitnehmen. Und die Kontakte, die die Studierenden in ihren circa fünf Jahren Deutschland knüpfen, sind eine exzellente Grundlage für deutsch-ruandische Kooperationen in den verschiedensten Bereichen.

Wenn Paul, Michaella oder Lambert mit ihrem Bachelor, Master oder Diplom in der Tasche in Führungspositionen in ihrem Heimatland sitzen, sind aus ihren ehemaligen Studienfreunden auch leitende Ingenieure und Wissenschaftler geworden. Ideale Voraussetzungen für eine fruchtbare Zusammenarbeit, von der letztlich Ruanda ebenso wie Deutschland profitieren wird.

Projekte wie diese Hochschulkooperation zwischen der TU Kaiserslautern und dem KIST sind Entwicklungshilfe erster Güte. Ruanda gelingt es dadurch, eine eigene hochwertige Hochschulausbildung auf- und auszubauen, sich in seiner wirtschaftlichen Entwicklung schnell auf eigene Beine zu stellen und dadurch zu einem interessanten Partner auch für Deutschland und Europa zu werden. Ein weiterer wichtiger Beitrag in der beispielhaften Länderpartnerschaft von Rheinland-Pfalz mit dem kleinen aufstrebenden Land in Zentralafrika.
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer