Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Bald EG-Namensschutz für "Remstal"?

Bald EG-Namensschutz für "Remstal"?

(lifePR) (Weinstadt, ) "Remstal" könnte in naher Zukunft zur einer europaweit geschützten Ursprungsbezeichnung für mindestens zwei Weine, etwa Trollinger und Riesling, von den Rebhängen zwischen Fellbach und Schorndorf werden. Bei der Jahresabschluss-Pressekonferenz des Württembergischen Weinbauverbandes in der Remstalkellerei erklärte Verbandspräsident Hermann Hohl, dass man die Chance nutzen müsse für heimische Weinqualitäten markante Herkunftskennungen nach den Plänen der Europäischen Union rechtlich zu verankern. Diese auch aus Sicht der Tourismus-Förderung sinnvolle Regelung werde zudem an deutliche verbraucherfreundliche Qualitäts-Auflagen gebunden sein. Allerdings könnte es zunächst für Sorten, die nicht in den verbindlichen Schutz einbezogen wären, leider bei der alten, verwirrenden Vielfalt der Etiketten-Aufschriften bleiben.

Das Jahres-Finale des Verbandes, zu dem in Anerkennung für die Verleihung des Bundesehrenpreises 2009 an die Remstalkellerei nach Beutelsbach eingeladen wurde, stand auch im Zeichen des sehr guten Weinjahrgangs 2009. So konnten 16 Jungweine von im doppelten Wortsinn ausgezeichneten Betrieben verkostet werden, unter anderem ein eindrucksvoll aromatischer Muskateller aus dem Keller des Bundesehrenpreisträgers.

Angesichts der hohen Qualität des Jahrgangs und des allgemeinen Kostendrucks animierte der Verbands-Präsident die Weinbaubetriebe zu moderaten Preiskorrekturen nach oben, die auch darauf ausgerichtet sein könnten den unverständlichen Unterschied in der Bewertung von Rot- und Weißgewächsen auszugleichen. Nach Hohls Schätzung sei eine Verteuerung zwischen fünf und zehn Prozent durchaus angemessen. In der Menge werde die Lese 09 in etwa das Vorjahresergebnis erreichen. Mit Blick auf die internationale Konkurrenz, bei der die Globalisierung schon zu deutlichen Konzentrationserscheinungen und verstärkten Marketing-Aktionen geführt habe, müsse die heimische Weinwirtschaft konsequenter reagieren, das gelte grundsätzlich für Fusionen speziell im Genossenschaftsbereich wie auch für Kooperationen etwa beim Maschinen-Einsatz oder Marketing.

Zur Frage "Weinmesse ja oder nein?" sprach sich Hohl zunächst für eine Art "Grüne Woche" auf Landesebene aus, bei der Land- und Gartenbau zusammen mit den Weingärtnern für gesunde Qualität aus heimischer Erzeugung werben könnten. Sollte dieser Verbund aber nicht möglich sein, dann müsste eben das Weinfach wiederum alleine und zwar in Stuttgart Flagge zeigen. Zum Abschluss seiner Jahresbilanz erteilte der Verbands-Chef vereinzelten Tendenzen, das DWI (Deutsche Weininstitut) in Frage zu stellen, eine klare Absage. Allein wegen der Leistungen für Werbung, Forschung und Marktanalysen sei das DWI unverzichtbar - abgesehen davon, dass auch die Wahl der Weinkönigin zu den vornehmsten Aufgaben des Institutes gehöre.
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