Samstag, 03. Dezember 2016


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"Pfeif auf die Welt, komm nach Caputh"

Albert Einstein fühlte sich hoch über dem Templiner See bei Potsdam wie im Paradies

(lifePR) (Potsdam, ) Ausgerechnet im kleinen Caputh bei Potsdam fand der Nobelpreisträger Albert Einstein sein großes Glück. "Das Segelschiff, die Fernsicht, die einsamen Herbstspaziergänge, die relative Ruhe, es ist ein Paradies", schrieb er 1929 in seinem Sommerhaus am Waldrand mit einem damals noch unverbauten Blick über das Dorf und den von der Havel gespeisten Templiner See.

Nicht weniger berühmt geworden ist die Aufforderung an seinen damals in Paris lebenden Sohn: "Pfeif auf die Welt, komm nach Caputh".

Zwischen 1929 und 1932 verbrachte Einstein mit seiner Frau die meiste Zeit des Jahres in dem von Konrad Wachsmann entworfenen Holzhaus, das heute von April bis Oktober besichtigt werden kann. Touristen können sich weltweit sonst nur noch in der einstigen Stadtwohnung in Bern auf Einsteins Spuren begeben. Das Physikgenie selbst hatte vor seinem Tod 1935 darauf bestanden, dass sein von ihm zuletzt bewohntes Haus in Princeton (USA) kein Museum werden dürfe.

In Caputh kann die von Einsteins geschätzte Idylle bis heute nachvollzogen werden. Außerdem gewinnt der Besucher Einblicke in die komplizierten Umstände des Grundstückserwerbs. Denn ursprünglich wollte die Stadt Berlin ihrem großen Sohn zum 50. Geburtstag ein "Haus am See" schenken. Um alle Streitereien zu beenden, kaufte Einstein selbst ein Grundstück mit Seeblick. Im Dezember 1932 verließen die Einsteins Caputh wegen einer Vortragsreise in den USA. Nach dem Machtantritt der Nazis kehrten sie nie wieder nach Deutschland zurück. Das Sommerhaus gehört heute einer Erbengemeinschaft, wobei auf die Hebräische Universität in Jerusalem der größte Teil des Anwesens entfällt. Verwaltet wird das Haus heute vom Einstein-Forum in Potsdam.

Zwischen Caputh und Potsdam befindet sich der Wissenschaftspark "Albert Einstein" mit dem Einsteinturm auf dem Telegraphenberg. Erich Mendelsohn entwarf und baute hier zwischen 1919 und 1924 dank der Zusammenarbeit mit Einstein eine spektakuläre Hülle für ein astrophysikalisches Großinstrument. Er diente zum empirischen Nachweis der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Infos zum Einsteinhaus in Caputh:

Eintritt und Führung bei Gruppen über fünf Personen nur nach Voranmeldung (Tel.: +49 (331) 271780), Öffnungszeiten: von April bis Oktober, sonnabends und sonntags, 10 bis 18 Uhr, www.einsteinsommerhaus.de

Ausstellung "'Einsteins Sommer-Idyll in Caputh" im Bürgerhaus Caputh,

Straße der Einheit 3, April - Oktober: Täglich 11 bis 17 Uhr außer Montag, November - März: Freitag - Sonntag 11 bis 17 Uhr, Telefon +49 (3 32 09) 21 77 72

Anreise:

Vom Potsdamer Hauptbahnhof mit dem Bus 607 bis nach Caputh und von dort auf einem Spaziergang bis zum Sommerhaus (ausgeschildert).

Autofahrer nehmen vom Hauptbahnhof die Leipziger Straße (B 2) und biegen von dort auf die Templiner Straße ab.

Essen und Trinken:

Fahrtmann's Restaurant und Cafe im Ringhotel Landhaus Haveltreff, an der Fähre (Weinbergstraße 4), Tel. +49 (3 32 09) 780, www.haveltreff.de

Weitere Ausflugsziele:

Schloss Caputh Fahrgastschifffahrt Resort Schwielowsee

Staunenswertes über Einstein in Potsdam

Einsteinturm Eine Außenbesichtigung ist nach Anmeldung am Eingang zum Wissenschaftspark jederzeit möglich. Ins Innere können Gäste nur von Oktober bis März, da das Observatorium in den Sommermonaten aktuellen Forschungsaufgaben dient (www.einsteinturm.de).

Führungen mit Vortrag werden durch die Urania Potsdam organisiert (Tel. +49 (331) 291741).

www.reiseland-brandenburg.de
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