Mittwoch, 26. November 2014


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Matschie übergibt Fördermittelbescheid für KZ-Gedenkstätte Laura

(lifePR) (Erfurt, ) Einen Fördermittelbescheid in Höhe von 118.000 Euro übergibt Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, morgen (04. April) an den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zur Fortführung der Instandsetzungsarbeiten an der KZ-Gedenkstätte Laura. Zusätzlich erhält der Landkreis Fördermittel in Höhe von 18.000 Euro für den am 13. April beginnenden Betrieb der neu gestalteten Gedenkstätte. "Das 1943 von den Nationalsozialisten errichtete Lager Laura war das größte Außenlager des KZ Buchenwald. 2.670 Häftlinge waren hier inhaftiert. Das Lager Laura steht für Rüstungsprojekte, die die Nationalsozialisten bis zum bitteren Ende auf Kosten zahlreicher Menschenleben unerbittlich verfolgten. Das einstige KZ ist eine Mahnung und soll heute als Gedenkstätte die Geschichte wach halten", unterstreicht Matschie.

Zeit: Mittwoch, 04. April 2012, 14.30 Uhr

Ort: KZ-Gedenkstätte Laura, Lehesten

Hintergrund: Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs verlagerte das NS-Regime Teile seiner Rüstungsproduktion unter Tage, um sie vor alliierten Bombenangriffen zu schützen. Die Schiefergrube mit ihren Stollen und einem Gleisanschluss zum Bahnhof Lehesten bot ideale Voraussetzungen zum Test von Triebwerken der A4-Rakete (V 2). Für die Bereitstellung von Arbeitskräften zum Bau der Anlagen und späteren Betreibung des Rüstungswerks wurde am 21. September 1943 das Lager Laura errichtet. Zunächst waren die Häftlinge in einer alten Spalthütte des Schieferbruchs untergebracht, später mussten sie selbst das angrenzende Areal zum Konzentrationslager umbauen. Eine bereits vorhandene Scheune diente als Hauptunterkunft. Die Häftlinge stammten aus 10 Nationen - die meisten kamen aus der Sowjetunion, aus Polen, Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden. Für die Häftlinge wurde das "Fröhliche Tal" - so die historische Flurbezeichnung des Geländes - zu einem Tal des Grauens. Im Jahr 2010 konnte der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt das Grundstück, das den ehemaligen Häftlingsbereich umfasst, aus privater Hand erwerben. Bereits 2011 stellte das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt 230.000 Euro für die Sanierung der Gebäude, Schaffung einer touristischen Infrastruktur und Überarbeitung der Dauerausstellung zur Verfügung. Am Tag der Befreiung des Lagers, am 13. April 2012, wird der Betrieb der Gedenkstätte wieder aufgenommen.
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