Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Matschie: Forschungsförderung Ost ist notwendig / Bildungsfinanzierung auf dauerhafte Grundlage stellen

(lifePR) (Erfurt, ) Zum heute vorgestellten Forschungsförderprogramm "Zwanzig20" des Bundesbildungsministeriums erklärt Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie:

"Es ist dringend notwendig, dass der Bund die ostdeutschen Hochschulen beim Aufbau einer leistungsfähigen Spitzenforschung auch weiter unterstützt. Ministerin Schavan führt mit ihrer Initiative ein bereits 2001 unter der rot-grünen Bundesregierung aufgelegtes Programm fort. Einzelne zeitlich begrenzte Förderprogramme reichen heute allerdings nicht mehr aus. Statt kleiner Schritte brauchen wir endlich einen großen Wurf. Bund und Länder müssen die die Bildungsfinanzierung auf eine dauerhafte solide Grundlage stellen. Wichtigster Schritt dahin: Das Kooperationsverbot, das dem Bund die Beteiligung an der Bildungsfinanzierung nur in kleinen, speziellen Teilbereichen erlaubt, muss fallen."

Thüringen hat sich nach Matschies Worten seit 2001 mit großem Erfolg an den Bundesprogrammen zur Forschungsförderung beteiligt und beispielsweise Zentren für Innovationskompetenz in der Sepsisforschung, der Laseroptik und der Nanotechnotechnologie in Jena und Ilmenau etabliert. Der Freistaat hat die Spitzenforschung aus dem Landesprogramm ProExzellenz mit insgesamt 50 Millionen Euro sowie im Rahmen seiner Forschungsförderung mit jährlich 14 Millionen Euro unterstützt. So seien exzellente Forschung in Thüringen ermöglicht und mit innovativen Ideen neue Arbeitsplätze geschaffen worden. "Um den Anschluss an die Eliteuniversitäten zu schaffen, müssen wir aber noch besser werden", so Matschie.

Der Minister fordert deshalb eine Neuordnung der Bildungsfinanzierung durch Bund und Länder. "Die Voraussetzung dafür ist die Aufhebung des Kooperationsverbots. Genau hier hat das Bundesbildungsministerium allerdings einen unzureichenden Vorschlag auf den Tisch gelegt, der einzig die Kooperation bei der Finanzierung einer Handvoll Hochschulen erlaubt. Es ist nicht akzeptabel, dass dadurch eine Zweiklassengesellschaft entsteht. Bund und Länder sind in der Pflicht, wissenschaftliche Exzellenz in der gesamten Breite zu fördern." Außerdem müsse sich die gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern auch auf den schulischen Bereich erstrecken. Matschie: "Individuelle Förderung, der Ausbau von Ganztagsangeboten und die Inklusion sind Aufgaben, bei denen der Bund die Länder unterstützen muss, die zusammen mit den Kommunen 90 Prozent aller Bildungsausgaben tragen. Denn eines ist klar: Eine Bildungslandschaft, die sich mit der internationalen Spitze messen kann, erreichen wir nicht durch punktuelle Kooperationen, sondern nur durch eine Zusammenarbeit in allen Bereichen."
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