Montag, 26. September 2016


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Lernen, wie das Privatleben geht

(lifePR) (Murg, CH, ) Fast tagtäglich, und das 16 Stunden am Tag, stand Gina Meister in ihrem Lokal, im Restaurant «Murg City» am Tresen, in der Küche und der Gaststube. Am 22. März ist Schluss. Sie gönnt sich eine Auszeit.

Von Peter Jenni

«Wer ein kleines Dorfrestaurant wie das «Murg City» erfolgreichen führen will, darf die Arbeits- und Präsenzstunden nicht zählen, den Stundenlohn ausrechnen schon gar nicht», lacht Gina Meister auf die Frage, wie viele Stunden sie in den letzten vier Jahren im ehemaligen Landi-Verkaufslokal im Zentrum von Murg verbracht hat.

Am 3. Dezember 2010, also genau auf das Weihnachtsgeschäft hin, hatte sie ihr Restaurant eröffnet. Und wer den Namen «Murg City» richtig deutet, der kann sich unschwer vorstellen, dass sie ursprünglich ein Steakhouse machen wollte. Die Karte hat sie dann aber schnell geändert als sie merkte, dass ihre Gäste ganz andere Erwartungen hatten.

Dank ihrer Flexibilität und der unbändigen Freude für ihre Gäste da zu sein, hat sich das Lokal zum Dorftreff- und -kulturpunkt gewandelt. Selten, nur ganz selten ist der Stammtisch leer. Bei ihr findet jeder ein ehrliches «Wie gahts dr?» und auch immer einen Gesprächspartner. Gina kennt sie alle, ihre Sorgen und Nöte, ihre Freuden- und Glücksmomente.

«Für ein Grossteil meiner Gäste ist der Stammtisch ein Stück Heimat. Es hat ihnen gefallen, hier zu politisieren, das Geschehen im Dorf zu kommentieren und Neuankömmlinge zu taxieren.» Sie lacht wieder und ergänzt: «Ich bin nun 37 Jahre im Gastgewerbe, aber eine derart offene Gesellschaft gegenüber Fremden habe ich noch nirgends erlebt.»

Doch nun ist Schluss. Gina Meister gönnt sich einen «lauen Lenz». Am Sonntag schliesst sie die Türe zum letzten Mal und reist dann in ihre geliebte Bretagne. Doch was erwartet jemand der vier Jahre fast nur arbeitete von sechs Monaten nichts tun?

«Ich hoffe, dass ich mich eigentlich wieder als Mensch fühlen kann. Ich werde aber wieder lernen müssen, ein Privatleben zu haben. Und wie es danach weiter geht, weiss sie noch nicht. Sie lässt das offen. «Im September werde ich mich dann darum kümmern.»

Gina Meisters Auszeit bedeutet aber nicht das Ende für das beliebte Murger Lokal. Am 3. April wird Irene Kümin-Künzler zusammen mit Familienmitgliedern die Türe wieder öffnen. Im Faltprospekt zur Eröffnung heisst es, sie werde neben «ein paar Neuerungen» mit einem Monats-Hit «Mist-Chratzerli im Chörbli» starten.

((Legende)) In ungezählten Stunden hektoliterweise Bier gezapft: Gina Meister, Wirtin im Restaurant «Murg City», gönnt sich eine Auszeit. (Bild Peter Jenni)

((Fusszeile)) Die «Uustrinketä» im Restaurant «Murg City» findet am Sonntag, 22. März ab 14 Uhr statt.
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