Dienstag, 16. September 2014


Spieglein, Spieglein an der Wand ...

Die Stiftung Hänsel+Gretel unterstützt Eltern auf der Frühchenstation des Klinikums, kinderbewusst zu sehen

(lifePR) (Karlsruhe, ) Zum internationalen Weltkindertag am 1. Juni setzte die Stiftung Hänsel+Gretel ihr erstes Projekt unter neuem Motto und mit dem Anspruch "Kinderbewusstsein" in Deutschland zu etablieren, in Karlsruhe um.

Gemeinsam mit dem Spiegelladen Karlsruhe wurden spezielle Spiegel in den Zimmern der Frühchenstation S25 angebracht, damit junge Eltern -im doppelten Sinne- ihre Kinder sehen können. "Mit diesem ersten Projekt unter neuem Motto, möchten wir zeigen, was die Stiftung unter Kinderbewusstsein versteht", erklärte Geschäftsführer Jerome Braun bei der offiziellen Einweihung der Spiegel vor Ort auf der Station S25.

Selbst Vater eines Frühchens war Braun Anfang des Jahres für 6 Wochen täglich auf der Frühchenstation. "Dabei fiel mir auf, dass es keine Spiegel gab, in denen ich sehen konnte, wie meine Tochter auf meiner Schulter lag. Sobald ich stand, konnte ich mich mit ihr zusammen nicht beobachten. Das brachte mich auf die Idee, Kontakt mit Karl Erich Hummel vom Spiegelladen Karlsruhe aufzunehmen, um gemeinsam in den sechs Frühchenzimmern, Spiegel anzubringen zu lassen."

"Für uns vom Spiegelladen war die Idee von Kinderbewusstsein was Neues. Aber Neues reizt uns und wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Produkt so viel mehr erreichen können, als das auf den ersten Blick zu sein scheint", sagte Hummel voller Begeisterung. "Wir finden den Gedanken von Kinderbewusstsein faszinierend: bei allem was wir tun, die Perspektive von Kindern einzunehmen", so der Geschäftsführer weiter. "Es wird uns sicher nicht immer und überall gelingen aber, wenn die Menschen lernen ihre Haltung gegenüber Kindern zu reflektieren -also auch in den Spiegel zu schauen- dann ist viel erreicht", hofft Hummel.

Martin Hansis, medizinischer Geschäftsführer des Klinikums wie auch Joachim Kühr, Direktor der Klinik- für Kinder- und Jugendmedizin zeigten sich beeindruckt von der engagierten und innovativen Spende. "Ein oder gar mehrere Frühchen stellen für frischgebackene Eltern eine große Herausforderung dar. Plötzlich sehen sich die jungen Eltern einer Situation gegenüber, die sie häufig überfordert. Da hilft alles, was die Situation erleichtert", unterstreicht Hansis. "Zum einen ist es der Einsatz unseres Ärzte- und Pflegeteams, der den Eltern Halt gibt, aber auch die Umgebung ist ganz wichtig", ergänzt Kühr. "Mit den Spiegeln die wir jetzt in allen Frühchenzimmern haben, können die jungen Eltern viel leichter Kontakt zu ihren Kindern aufnehmen", so der Klinikdirektor weiter. "Ich möchte dem Spiegelladen Karlsruhe für die großzügige Spende und der Stiftung Hänsel+Gretel für diese großartige Initiative danken, die einmal mehr zeigt, dass Hänsel+Gretel keine Kinder verloren gibt", betonte Kühr abschließend.

Seit 15 Jahren kümmert sich die Stiftung Hänsel+Gretel darum, dass Kinder nicht "verloren gehen". Kinder zu schützen und das aus allen Blickrichtungen des Kinderschutzes, ist das Ziel der Karlsruher Stiftung. Viele wegweisende Projekte - teilweise mit bundesweitem Vorbildcharakter - hat die Stiftung umgesetzt. Hänsel+Gretel will weiterhin die Situation für Kinder in Deutschland verbessern. So hat die Stiftung beispielsweise am zurückliegenden 15. Mai den "1. Tag für Kinderbewusstsein in Deutschland" ausgerufen und verfolgt damit das Ziel einer kinderbewussten Gesellschaft. Die Stiftung ist davon überzeugt, dass Deutschland noch große Anstrengungen unternehmen muss, damit man wirklich von einer kinderbewussten Gesellschaft sprechen kann.
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