Montag, 28. Juli 2014


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Gartenschauen und Grün-Initiativen als Chancen der Stadt- und Regionalentwicklung nutzen!

Gartenbau trifft Wirtschaftspolitik

(lifePR) (Norderstedt, ) Der Wirtschaftsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages hat heute auf Einladung der Arbeistgemeinschaft Landesgartenschau (ALG) Schleswig-Holstein e.V. die Landesgartenschau (LGS) Norderstedt besucht. Im Rahmen des gemeinsamen Besuches wurde in einem Gespräch über Grünpolitik und die Bedeutung von Gartenschauen für die Regionalentwicklung diskutiert. Dabei forderte die Gartenbaubranche die Politik auf, Potenziale von Gartenschauen und regionalen Grün-Initiativen ("Entente Florale", "DIE GRÜNE STADT") noch besser für die Stadt- und Regionalentwicklung im Norden zu nutzen.

Bernd Schröder (SPD), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtags zeigte sich im Namen der Abgeordneten beeindruckt: "Landesgartenschauen sind auch aus fachlicher Sicht des Wirtschaftsausschusses ein hervorragendes Beispiel für die mögliche Vernetzung der Themen Natur, Umwelt- und Naherholung mit dem Ausbau von Infrastruktur und Wirtschaftspolitik."

Die Landtagsabgeordneten überzeugten sich vor Ort davon, dass mit dem Ausstellungspark in Norderstedt zukünftig ein bedeutsamer Standortfaktor in der Metropolregion entsteht. Schröder: "Norderstedt zeigt eindrucksvoll, das Landesgartenschauen einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung leisten können."

Andreas Lohff, ALG -Vorsitzender und Präsident des Gartenbauverbandes Nord e.V., verwies auf die Bedeutung des gartenbaulichen Berufsstandes für diese Leistung: "Pflanzen sind für uns Menschen nicht nur ästhetisch von Bedeutung, ihre Verwendung im öffentlichen und privaten Grün hat eine ökonomische, gesundheitliche und soziale Funktion. Wir möchten diese Erkenntnis bei Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung stärker verankern.

Der Besuch der Landtagsabgeordneten des Wirtschaftsausschusses trägt wesentlich dazu bei." Der Gartenbau in Schleswig-Holstein umfasst 2.000 Betrieb mit 14.000 Beschäftigten und einen Jahresumsatz von 650 Mio. EUR. 300 Betriebe sind als Baumschulen im Kreis Pinneberg, einem der größten geschlossenen Baumschulgebiete Europas, konzentriert.

"Bei allen Planungen für 172 Tage Landesgartenschau Norderstedt stand von Beginn an auch die Gestaltung des dauerhaften Stadtparks im Fokus, denn Gartenschau ohne ein tragfähiges Nachnutzungskonzept ist nicht sinnvoll. Die Ideen für die Zeit nach der zweiten schleswig-holsteinischen Gartenschau werden bereits seit mehreren Wochen intensiv diskutiert. Wichtige Bausteine wurden frühzeitig im Nachnutzungskonzept festgeschrieben - das sind u. a. eine dauerhafte Gastronomie am See, die Wasserskianlage, das Strandbad sowie Spielplatzangebote und Umweltbildung für Kinder und Familien. Die ortsansässigen und die Unternehmen aus der Region haben die Landesgartenschau umfangreich gefördert und für sich genutzt. Es besteht kein Zweifel, dass für uns die Gartenschau eine wichtige Maßnahme der Stadtentwicklung und Förderung des Wirtschaftsstandortes Norderstedt ist und zur Imageerweiterung als Stadt mit hohem Freizeitwert beigetragen hat. Dass im Zuge der Landesgartenschau ein attraktives Naherholungsgebiet entstanden ist - das ist ein Gewinn für mindestens die nächsten 30 bis 40 Jahre", zieht Gartenschau-Geschäftsführer Kai Jörg Evers positiv Bilanz.

Für die Landesgartenschauen in Schleswig-Holstein hat sich im Jahr 1996 die ALG gegründet, die von den berufsständischen grünen Verbänden des Gartenbaues getragen wird: Gartenbauverband Nord e.V., Landesverband Schleswig Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., LV S-H im Bund deutscher Landschaftsarchitekten (BdLA) e.V. sowie dem Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (FGL) Schleswig-Holstein e.V..

Die ALG S-H fördert den Gartenschau-Gedanken und berät Politik und interessierte Kommunen. Vorsitzender: Andreas Lohff, Lübeck; stellv. Vorsitzender: Reimer Meier, Hohenaspe.
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