Samstag, 25. Oktober 2014


Der Graf von Luxemburg

Operette von Franz Lehár / Premiere: 17./18. Juni 2011

(lifePR) (Dresden, ) Die Ehe mit einer Sängerin ist für einen Adeligen - und sei er noch so zwielichtig - Anfang des 20. Jahrhunderts bekanntlich nicht standesgemäß. Das weiß auch Fürst Basil Basilowitsch, den es aus seiner russischen Heimat der Geschäfte und der Frauen wegen nach Paris gezogen hat. Hier verfällt er der Sängerin Angèle Didier, dem Star des Pariser Cabarethimmels. Um die von ihm geliebte Frau trotz aller gesellschaftlicher Schranken heiraten zu können, will sich der Fürst einer einfachen List bedienen: Mit Hilfe einer halben Million Francs und etwas Druck überredet er kurzerhand den verarmten Grafen René von Luxemburg, der sich als Schwerenöter und Bohemien durchschlägt, Angèle zu heiraten. Auf diese Weise in den Adelsstand erhoben, soll sie sich von René nach einer angemessenen Frist von drei Monaten wieder scheiden lassen, um den Weg für Basil frei zu machen. So weit, so gut - doch wie so oft in der Operette kommt alles ganz anders, als man denkt...

Nach dem Erfolg der "Lustigen Witwe" hatte sich Franz Lehár verpflichtet, ein weiteres Werk für das Theater an der Wien zu komponieren. Bei der Uraufführung im November 1909 wurde der "Graf von Luxemburg" stürmisch bejubelt und machte Lehár endgültig zu dem populärsten Komponisten der Ära der sogenannten Silbernen Operette. Die Musik zum "Graf von Luxemburg" zeigt ihn von seiner besten Seite: das Libretto von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky mit seinen rauschenden Festen, dem Karnevalsbild zu Beginn und den schwärmerischen Duetten Angèles und Renés kam der musikalischen Fabulierlust Lehárs besonders entgegen.

Ob Bohemiens, Adelige, Modelle oder Sängerinnen - im "Graf von Luxemburg" gibt jede Figur vor, mehr zu sein als sie wirklich ist. Matthias Oldag, der nach seiner Regie von Offenbachs Operette "Orpheus in der Unterwelt" von 2003 erneut an der Staatsoperette Dresden arbeitet, spitzt in seiner Inszenierung dieses Spannungsverhältnis zwischen Sein und Schein, in dem alle Figuren der Operette leben, weiter zu. Ein besonderer Höhepunkt der Aufführung dürfte das Debüt der Kabarettistin Birgit Schaller von der Dresdner "Herkuleskeule" an der Staatsoperette Dresden werden. Als neureiche und heiratswütige russische Gräfin Kokozowa sorgt sie nicht nur für zusätzliche Verwicklungen in der Operette, sondern mit dem ihr eigenen Humor auch für die Lösung der Handlung. Für ihren Auftritt hat ihr der Intendant der "Herkuleskeule"

Wolfgang Schaller eigens eine neue Szene geschrieben, die die Handlung der Lehár-Operette auf amüsante Weise spiegelt und in Bezug zur Gegenwart setzt. Damit wird die Gräfin Kokozowa in der Dresdner Neuinszenierung zu einem echten Dritter-Akt-Komiker in der Tradition des Frosch aus der beliebten "Fledermaus"...

Der Graf von Luxemburg
Operette in drei Akten
Buch von A.M. Willner und Robert Bodanzky
Musik von Franz Lehár

Musikalische Leitung: Christian Garbosnik
Inszenierung: Matthias Oldag
Choreografie: Winfried Schneider
Ausstattung: Barbara Blaschke

René Graf von Luxemburg Michael Heim/Richard Samek
Fürst Basil Basilowitsch Jürgen Mutze
Angèle Didier Jessica Glatte/Ingeborg Schöpf
Gräfin Kokozowa Elke Kottmair/Birgit Schaller
Armand Brissard Frank Ernst/Andreas Sauerzapf
Juliette Vermont Olivia Delauré/Jeannette Oswald

Premiere: 17./18. Juni 2011, 19.30 Uhr
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