Montag, 05. Dezember 2016


Rubner Haus errichtet Fassaden-Prüfstand für ILEK

(lifePR) (Kiens, ) Adaptive Fassadensysteme passen sich in ihren akustischen Eigenschaften, der Licht- und Energiedurchlässigkeit oder auch dem Wärmedurchgangswert wechselnden Umwelteinflüssen an und können so wesentlich zu einer leistungsfähigen und nachhaltigen Konstruktion der Gebäudehülle beitragen.

Diese neuartigen Fassadensysteme sind ein wichtiges Forschungsgebiet des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK der Universität Stuttgart) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek. Für den Vaihinger Campus hat der Holzhaushersteller Rubner Haus aus Kiens in Südtirol gerade ein zweigeschossiges Prüfstandsgebäude errichtet, in dem adaptive Elemente wissenschaftlich untersucht werden sollen.

Es handelt sich um einen hoch wärmegedämmten Holzrahmenbau, der neben entsprechenden Messzellen die gesamte Technik für die Gebäudekonditionierung und die Messdatenerfassung enthält. Das Gebäudekonzept wurde gemeinsam mit dem ILEK entwickelt.

"Wir haben uns für Rubner als bauausführendes Unternehmen entschieden, weil der Holzspezialist für nachhaltigen Hausbau steht und wir ein voll recycelbares Gebäude wollten. Zudem konnten wir mit Rubner unseren Anspruch an eine modulare Bauweise mit einer flexiblen Austauschbarkeit der einzelnen, opaken und transparenten Fassadenbereiche umsetzen. Auch im Innenbereich lassen sich die Räume durch flexibel anzuordnende Trennwände jederzeit verändern", äußert sich Dr.-Ing. Walter Haase, Forschungsgruppenleiter am ILEK Institut.

Das Testgebäude soll künftig eingesetzt werden, um verschiedene adaptive Verglasungen und opake Fassadenwandsysteme bezüglich deren Einfluss auf den Konditionierungsenergieaufwand und das Komfortempfinden der Räume bewerten und optimieren zu können. Die vier Testräume werden dabei durch entsprechende Verglasungen im Bereich der Südfassade ausgestattet. Durch eine aufwändige Sensorik zur Erfassung der Außen- und Innenraumklimadaten sowie der Wärmeströme durch die Fassade und die Beleuchtungssituation im Innenraum ist eine umfassende Charakterisierung der Fassadenverglasungen möglich.

Nach der Fertigstellung des Prüfstandsgebäudes wollen Rubner Haus und Schwesterunternehmen der Rubner Gruppe aus den Sparten Objekt- und Ingenieurholzbau auch eigene Fassadenelemente auf dem Versuchsgelände testen lassen. "Neben der Forschung & Entwicklung im eigenen Haus ist uns die Zusammenarbeit mit hochrangigen wissenschaftlichen Instituten wie dem ILEK sehr wichtig", sagt Daniel Gasser, technischer Leiter von Rubner Haus, "denn die Baupraxis steht im Sinne der Nachhaltigkeit und Effizienz vor großen technologischen Herausforderungen, die nur durch neuartige Konstruktionen und Materialien zu lösen sind. Adaptive Systeme werden dabei eine große Rolle spielen."
Diese Pressemitteilung posten:

Website Promotion

Rubner Haus AG

Seit 50 Jahren stehen bei Rubner Haus ökologisches Verantwortungsbewusstsein und die persönlichen Wünsche der Bauherren im Mittelpunkt. Der Planer und Architekt ist dabei ein wichtiger Partner für die Umsetzung eines nachhaltigen, lebenslangen Wohnraumes. Mehr als 15.000 Rubner Holzhäuser sind so mittlerweile auf der ganzen Welt realisiert worden. Durch stetige technische Weiterentwicklungen entstehen heute bei Rubner Haus Niedrig-Energie- und Passivhäuser in unterschiedlichsten Bauweisen und Designs. Dabei verbinden sich die konstruktiven Vorteile von Holz als Baustoff auf natürliche Weise mit der Wärme und Behaglichkeit, die Lebensräume aus Holz ausstrahlen. Rubner Haus beschäftigt 300 Mitarbeiter. Neben dem Standort Kiens besitzt Rubner Haus ein zweites Werk in Sarnthein, wo Fenster in Holz sowie Holz/Alu hergestellt werden. www.haus.rubner.com

Mit Leidenschaft für den Werkstoff Holz und zukunftsweisenden Architekturlösungen zählt die Rubner Unternehmensgruppe aus Kiens in Südtirol zu einem der wichtigsten Holzbauunternehmen Europas. Unter der Leitung von Peter Rubner, Präsident der Rubner Gruppe, agiert die Rubner Gruppe in den fünf Geschäftsfeldern Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau, Holzhausbau und Holztüren. Der Familienbetrieb ging aus dem 1926 von Josef Rubner sen. gegründeten Sägewerk hervor und befindet sich heute in dritter Generation. Rubner beschäftigt an den Standorten in Italien, Österreich, Deutschland, Slowenien, Frankreich und Polen rund 1.500 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beträgt rund 360 Millionen Euro. www.rubner.com

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer