Dienstag, 06. Dezember 2016


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Drogen, Schwangerschaft und Lebensentwicklung der Kinder Das Leiden der Kinder in drogenkranken Familien

Ruthard Stachowske (Hg.)

(lifePR) (Kröning, ) In der Bundesrepublik ist in den letzten Monaten die Lebenssituation von Kindern aus drogenkranken Familiensystemen in den Mittelpunkt einer öffentlichen Betrachtung und Diskussion gelangt. Der Tod eines Kindes in Bremen und die Erörterung des Martyriums seines Lebens und seines Sterbens in der Öffentlichkeit gewährt Einblicke in eine Lebensqualität, die undenkbar erschien. Zunehmend wird eine unheilvolle Verbindung zwischen der Krankheit der Eltern und den Folgen dieser Krankheit für das Leben dieses Kindes erkennbar.

In den letzten Jahren sind in der Bundesrepublik bereits mehrere Kinder entweder im Kontext eines drogenkranken Elternhauses oder durch die elterliche Sucht zu Tode gekommen. Darüber hinaus sind vielfältige körperliche Misshandlungen sowie sexuelle Gewalt an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen im Kontext von drogenkranken Familiensystemen bekannt. Und es gibt eine Anzahl von Kindern in der Bundesrepublik, die in der professionellen Pädophilie sexuelle Gewalt erleben mussten. Dieser Sammelband mit differenzierten Analysen der Lebensverläufe und Lebensentwicklungen dieser Kinder offenbart einen Einblick in die hochgradigen Gefährdungsfaktoren durch die unmittelbare Folge der Krankheit Drogenabhängigkeit der Eltern für diese Kinder. Die zunehmende Zahl dieser extrem belasteten und/oder toten Kinder lässt erahnen, dass es sich nicht mehr nur um das Problem einer Mikrosubkultur handeln kann. Diese Erkenntnis ist eine Begründung für die dringende Notwendigkeit damit zu beginnen, die Versorgung drogenkranker Familiensysteme und insbesondere ihrer Kinder in einer eigenständigen fachlichen Reflektion und Wissenschaft zu begründen.

"Das Buch sei nicht nur all denen, die im Drogenbereich i.e.S. arbeiten, empfohlen, sondern auch MitarbeiterInnen von Jugendämtern, Funktionären der Freien Träger und, warum nicht, Juristinnen und Juristen, die in Familiengerichten tätig sind. Die Beiträge sind, obwohl das Autorenteam auch in der beruflichen Praxis ein Team ist bzw. sich fachlich offensichtlich nahe steht, heterogen und von unterschiedlicher wissenschaftlicher Qualität und Lesbarkeit. Das aber entspricht der Realität der Drogenhilfe. Es kann dem Herausgeber nur hoch angerechnet werden, dass er hier Autorinnen und Autoren zum Dialog gebracht hat, die unterschiedliche (Fach-) Sprachen sprechen und 'eigentlich' unterschiedliche Schwerpunktsetzungen verfolgen." (Prof. Dr. Angela Groterath in www.socialnet.de, http://www.socialnet.de/...)

Asanger Verlag 2. korrigierte Auflage 2009, 410 Seiten, 39.50 Euro
ISBN 978-3-89334-489-5
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