Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Runder Tisch berät über künftige Gesundheitsversorgung in Springe

Prof. Dr. Horst Callies und Dr. Dietrich Storp sind Ombudspersonen

(lifePR) (Hannover, ) Die Regionsversammlung ist im Dezember 2014 der Empfehlung des Klinikums Region Hannover gefolgt, die Krankenhäuser Gehrden und Springe am Standort Gehrden zusammenzuführen. Für Springe ist die Implementierung einer 24-Stunden-Notfallversorgung vorgesehen. Die Ausgestaltung der Notfallversorgung und weitere denkbare Nachnutzungsvarianten soll unter Einbeziehung der Akteurinnen und Akteuren vor Ort in den kommenden Monaten im Rahmen eines Dialogprozesses erarbeitet werden. Im März beginnen dazu die Gespräche. Geplant ist, einen Runden Tisch zu bilden, an dem die verschiedenen Interessenvertreterinnen und -vertreter zum einen darüber sprechen, wie eine 24-Stunden-Notfallversorgung gewährleistet werden kann, zum anderen aber auch über eine mögliche Nachnutzung des jetzigen Klinikgebäudes. Ziel ist es, einen möglichst breit getragenen Konsens zur zukünftigen Nutzung des Standortes Springe herzustellen.

Am Donnerstag, 26. Februar 2015, haben Regionspräsident Hauke Jagau und KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte die beiden Ombudspersonen vorgestellt, die den Dialogprozess begleiten sollen: Der Alt-Historiker Prof. Dr. Horst Callies aus Springe ist eine vor Ort bekannte und anerkannte Persönlichkeit, der auch Mitglied des Fördervereins Klinikum Springe ist. Dr. Dietrich Storp, bis 2013 ärztlicher Leiter der Kardiologie und Pulmologie am KRH Klinikum Agnes Karll in Laatzen, kennt die fachlichen Gegebenheiten. Aufgabe der beiden Ombudspersonen wird sein darauf zu achten, dass die Interessen aller Beteiligten gleichermaßen in die Gespräche einfließen. Darüber hinaus haben sie ein Auge auf den wertschätzenden Umgang miteinander.

"Ich freue mich, dass wir mit Herrn Prof. Callies und mit Herrn Dr. Storp zwei Persönlichkeiten gewonnen haben, die hohes Vertrauen genießen und bereit sind, sich in diesem Prozess aktiv einzubringen", sagt Regionspräsident Jagau. Die Ombudspersonen seien neutral und würde nicht die Interessen der einen oder der anderen Seite vertreten, betonte Jagau. "Sie stehen für einen fairen Dialogprozess auf Augenhöhe - damit wir gemeinsam die bestmögliche Lösung finden. Ich bin überzeugt, dass wir die richtigen Personen für diese Aufgabe gefunden haben." Vonseiten der Region Hannover führt Dr. Axel von der Ohe, Leiter der Zentralen Steuerung der Regionsverwaltung, die Gespräche. Die KRH GmbH wird vertreten durch Dr. Petra Rambow-Bertram. Am runden Tisch sind darüber hinaus nach bisheriger Planung die Stadt Springe, der Rat der Stadt Springe sowie die dort vertretenen Fraktionen, eine Vertretung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, der Förderverein des Klinikums Springe, das Deutsche Rote Kreuz und die Krankenkassen beteiligt. Die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH, unter anderem Trägerin der Deister-Süntel-Klinik in Bad Münder, wird ebenfalls am Runden Tisch Platz nehmen. Mit der Vorbereitung, Moderation und Dokumentation ist das Beratungsunternehmen KoRiS beauftragt, das auf Beteiligungsprozesse spezialisiert ist. Dieses wird auch die beiden Ombudspersonen bei ihrer Arbeit unterstützen.

Im Rahmen des Dialogprozesses werde es darum gehen, Wege für eine gute Gesundheits- und Notfallversorgung der Menschen in Springe zu entwickeln, erklärt der Regionspräsident. "In diesem Zusammenhang werden wir auch Kooperationsmöglichkeiten prüfen", ergänzt KRH-Geschäftsführerin Barbara Schulte. Sie erinnert daran, dass die Zusammenlegung der Standorte Springe und Gehrden ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Klinikums Region Hannover sei. "Vor allem im Blick auf die Qualität der Versorgung ist dieser Schritt notwendig." Die KRH-Geschäftsführerin betont: "Transparenz und ein guter Informationsfluss sind uns wichtig. Daher begrüßen wir den Dialogprozess und hoffen auf gute Impulse." Neben der Politik sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wolle man auch die Bevölkerung regelmäßig auf den aktuellen Stand bringen. Geplant sind Bürgerversammlungen, die voraussichtlich in der Mitte und am Ende des Dialogprozesses stattfinden werden.

Ombudsmann Prof. Dr. Callies hofft auf eine rationale, zielorientierte Diskussion: "In meiner Rolle als Mittler möchte ich darauf hinwirken, dass die Aussagen der Region zur zukünftigen Gesundheits- und Notfallversorgung in Springe konkretisiert und möglichst in breitem Konsens realisiert werden." Dr. Storp, ebenfalls Ombudsmann, ergänzt: "Wesentliche Voraussetzung für das Zustandekommen eines breit getragenen Kompromisses ist die strikte Neutralität  beziehungsweise ,Allparteilichkeit' der Vermittler und das Erreichen eines wertschätzenden Umgangs im Dialog. Für beides möchte ich mich gern einsetzen. In dem Spannungsfeld zwischen dem, was wünschenswert ist, und dem, was machbar ist, habe ich viele Jahre als verantwortlicher Krankenhausarzt gearbeitet und vermittelt." Bis spätestens Ende des ersten Halbjahres 2015 - so die Erwartung von Region Hannover und KRH - sollen die Ergebnisse des Gesamtprozesses vorliegen.
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