Samstag, 28. Mai 2016


Region unterstützt Zirkushostel - Projekte stellen sich öffentlich vor

Start Integrationsfonds 2014 "Miteinander - Gemeinsam für Integration"

(lifePR) (Hannover, ) Junge Migrantinnen und Migranten haben es aus den unterschiedlichsten Gründen häufig schwerer, den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen, als ihre Altersgenossen ohne Zuwanderungsgeschichte. Der Verein Bildung und Beruf e.V. hat für diese Zielgruppe ein ESF-Projekt geschaffen, bei dem auch junge Erwachsene ihre Qualitäten unter Beweis stellen können: Auf dem Gelände der ehemaligen Eilers Werke bauen die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer nostalgisch gestaltete Zirkuswagen. Aus diesen Wagen wird ein Zirkushostel in Hannover entstehen - mit finanzieller Unterstützung aus dem Fonds "Miteinander - Gemeinsam für Integration" der Region Hannover. 3870 Euro hat die Region im vergangenen Jahr dazugegeben. Das Zirkushostel ist eines von 32 Projekten, die 2013 aus dem Integrationsfonds der Region bezuschusst wurden. Insgesamt wurden 147.863 Euro zugesagt.

"Die Region Hannover hat 2009 den Fonds ,Miteinander - Gemeinsam für Integration' geschaffen, weil wir wissen, dass es viele gute Ideen gibt, bei denen schon verhältnismäßig geringe Beträge dazu beitragen, dass sie realisiert werden können", sagt Regionspräsident Hauke Jagau. "Das Ergebnis gibt uns recht: In den vergangenen fünf Jahren haben wir 444 Bewerbungen erhalten und 124 Projekte mit insgesamt 749.813 Euro gefördert."

Jetzt haben Vereine, Initiativen, Privatleute, Schulen und Kommunen wieder die Chance, sich zu bewerben: Am Mittwoch, 26. März, startet die Ausschreibung für 2014. "Wir haben vier Förderschwerpunkte", berichtet Kirsten Knoche von der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover: "Integration junger Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt, die Förderung von Bildung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund, die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Frauen mit Migrationshintergrund und das Miteinander älterer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund." Welche Bewerbungen für die Mittel aus dem Fonds bewilligt werden, entscheidet die Politik. Eine sechsköpfige Fachjury sichtet zuvor alle Bewerbungen, trifft eine Auswahl und gibt eine Empfehlung ab.

"Das ist immer ein spannender Prozess", sagt Jury-Mitglied Nada Nagia. "Wir haben einerseits die Kriterien, wollen aber auch Projekte in möglichst vielen Kommunen unterstützen. Besonderes Augenmerk legen wir auf Ideen, die innovativ und auf andere Orte übertragbar sind." Eine Dauerfinanzierung aus dem Fonds sei dagegen nicht vorgesehen. "Aber natürlich haben wir Projektträgerinnen und Projektträger, die sich schon mehrfach beworben haben." Im Fall des Zirkushostels wird über die Mittel aus dem Integrationsfonds der Region vor allem die Anschaffung von Werkzeug und Material finanziert. "Die Großteil der Finanzierung dieses Projekts läuft über den Europäischen Sozialfonds und das Jobcenter", berichtet Andrej Vogel, Geschäftsführer des Vereins Bildung und Beruf e.V., "der Beitrag der Region hilft uns, die Sache richtig rund zu machen. Mit dem Material können die jungen Menschen ihr Können in der Werkstatt erproben und daran üben. Schließlich sind sie keine ausgebildeten Handwerker, sondern stehen überwiegend am Anfang ihres Berufslebens. Wir wollen dafür sorgen, dass der Einstieg gelingt."

Bildung und Beruf e.V. ist mit der Idee des Zirkushostels am Mittwoch, 26. März, im Regionshaus, Hildesheimer Straße 18, zu Gast. Bei einem Markt der Möglichkeiten stellen sich ab 16.15 Uhr 24 Projekte vor, die im Wettbewerb 2013 einen Zuschlag bekommen haben. Um 17 Uhr beginnt dann die Veranstaltung "Vielfalt von Anfang an! Migration mit Kinderaugen". Nach der Begrüßung durch Regionspräsident Hauke Jagau und einer kurzen Einführung durch Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle für Integration der Region, steht der Vortrag von Dr. Nelly Simonov von der Berufsfachschule München "Vielfalt von Anfang an! Migration mit Kinderaugen" auf dem Programm. Bereichert wird das Referat durch eine Lesung aus dem Buch "Nein, der Bär kommt heute nicht mit", vorgetragen von der Sozialpädagogin Nelli Estina. Zum Abschluss stellt Kirsten Knoche von der Koordinierungsstelle Integration die Eckdaten zum Fonds 2014 vor.

Wer sich 2014 bewerben möchte, findet Anträge und Wissenswertes im Internet unter www.hannover.de/... oder kann sich an Kirsten Knoche wenden: Telefon (0511) 616-22299; E-Mail kirsten.knoche@region-hannover.de.
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